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Überraschende Wende in Spanien: LaLiga stellt eigenen Streaming-Dienst ein
Von Manuel Weis -7. Mai 2026, 12:29
Kein Streaming-Dienst mehr für LaLiga: Die spanische Liga zieht bei LaLiga+ den Stecker. Warum man sich nach über zehn Jahren von der eigenen Plattform verabschiedet, was das für Randsportarten bedeutet und wie Abonnenten jetzt ihr Geld zurückbekommen.
Strategiewechsel nach 10 Jahren: OTT-Plattform LaLiga+ geht Ende Juni offline
Es ist ein Schritt gegen den aktuellen Branchentrend: Die spanische Profi-Liga LaLiga wird ihren hauseigenen Streaming-Dienst LaLiga+ zum 30. Juni 2026 offiziell einstellen, wie ganz aktuell bekannt wurde. Damit endet ein fast zehnjähriges Experiment im Bereich des Direct-to-Consumer-Broadcasting, das ursprünglich 2015, damals als LaLigaSportsTV, gestartet war.
„Mission erfüllt“: Die offizielle Begründung
Anders als bei vielen gescheiterten Projekten kommuniziert die Liga das Aus nicht als Niederlage, sondern als Abschluss eines erfolgreichen Zyklus. Die Plattform wurde geschaffen, um Randsportarten und kleineren Fußball-Wettbewerben eine Bühne zu bieten, die sie im klassischen Fernsehen nicht bekamen.
Die zentralen Argumente der Liga:
- Emanzipation der Verbände: Viele der über 45 unterstützten Sportverbände (darunter Handball, Futsal und Basketball) haben laut LaLiga inzwischen eigene Reichweiten und digitale Vertriebswege aufgebaut. Die zentrale „Starthilfe“ durch LaLiga+ sei nicht mehr notwendig.
- Verändertes Nutzerverhalten: Angesichts der zunehmenden Fragmentierung des Marktes hält LaLiga ein offeneres Distributionsmodell für sinnvoller als eine isolierte „Stand-alone“-Plattform.
- Fokus auf Partnerschaften: Die Liga priorisiert weiterhin langfristige Rechteverträge mit großen Partnern wie DAZN und Movistar Plus+ (in Spanien bis 2032 verlängert). In anderen Märkten ist es anders: Hier dienen eigene OTT-Service immer als Drohkulisse gegenüber externen Bietern.
Das Ende des „US-Modells“ in Europa?
Lange Zeit galt LaLiga+ als potenzielles Fundament für eine umfassende Vermarktung des spanischen Fußballs nach dem Vorbild von NBA oder NFL, die ihre Inhalte weltweit über eigene Apps vertreiben. In Europa scheint sich dieser Weg jedoch schwieriger zu gestalten. Stattdessen positioniert sich die Organisation unter Präsident Javier Tebas nun stärker als Technologie-Partner, der Know-how und Infrastruktur liefert, statt selbst als Broadcaster aufzutreten.
Infos für Bestandskunden
Für Nutzer der Plattform bedeutet das Ende konkrete Änderungen in der Abwicklung:
- Letzter Sendetag: 30. Juni 2026 um Mitternacht.
- Gratis-Monat: Der Juni 2026 wird für alle bestehenden Nutzer komplett kostenlos sein.
- Rückerstattungen: Ab dem 1. Juni werden keine neuen Abos mehr verkauft. Kunden mit Jahresabos erhalten automatisch eine anteilige Rückerstattung für den Zeitraum nach dem Abschalttermin, wie die Liga nun mitteilte.
quelle: digitalfensehen.de
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