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 Beitragsservice ohne Service: Haushaltspauschale künftig ohne Erinnerung Whitebird 21.08.2026 11:26

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Beitragsservice ohne Service: Haushaltspauschale künftig ohne Erinnerung
20.08.2026 von Lars Sobiraj
Einzugsermächtigung erteilt? Die Erinnerungen der Rundfunkgebühren fallen weg. Der Beitragsservice verschickt gerade 4,5 Millionen Briefe.


Der Beitragsservice will die Bürger nicht mehr darüber in Kenntnis setzen, dass ihr Rundfunkbeitrag fällig wird. Viele verzichten mit Absicht auf die Erteilung einer Einzugsermächtigung. Künftig gibt es diesbezüglich keine Erinnerung mehr, dann wird direkt der Säumniszuschlag fällig. Die frühere Gebühreneinzugszentrale (GEZ) will so jede Menge Aufwand und Geld sparen. Jedes Jahr müsse man bundesweit rund sechs Millionen Briefe verschicken, das fällt in Zukunft weg.


ARD ZDF Beitragsservice will Geld sparen

Es gibt keinen bundesweit einheitlichen Termin dafür. Bereits seit Juni letzten Jahres stellt der Beitragsservice das System von den bisher regelmäßig verschickten Zahlungsaufforderungen auf einen einmaligen Brief um.

In der sogenannten Einmalzahlungsaufforderung stehen die Zahlungstermine für das gesamte Jahr. Danach kommen grundsätzlich keine regelmäßigen Erinnerungen bzw. Zahlungsaufforderungen mehr. Die genannten Termine gelten nämlich auch für die Folgejahre. Erst wenn sich mal wieder die Rundfunkbeträge erhöhen, verschickt man ein entsprechendes Schreiben.

Als Steuer darf man die Haushaltspauschale noch nicht einmal bezeichnen. Das Bundesverfassungsgericht hat den Rundfunkbeitrag als „nichtsteuerliche Abgabe“ bezeichnet. Dies sei ein Beitrag und keine Steuer. Eine Steuer erhebt der Staat nämlich ohne jede Gegenleistung.


Junge Zuschauer nutzen oftmals andere Kanäle

Doch beim ganz jungen Publikum spielen die Radio- und Fernsehsender der öffentlich-rechtlichen Anstalten kaum noch eine Rolle. Sie haben sich längst mehrere andere Kanäle wie YouTube, Tik Tok oder andere TV-Sender angewöhnt, deren Inhalte sie häufiger konsumieren. Eine Studie aus dem Vorjahr zeigt, nur 46 % der 14- bis 29-Jährigen sehen mindestens einmal pro Woche das laufende Fernsehprogramm. Die privaten Fernsehsender sind da aber noch mit drin. Bei den 50- bis 69-Jährigen sind es dagegen 87 %. Die junge Altersgruppe nutzt regelmäßig YouTube und Streaming-Portale mit 87 %. Sie schauen sich auch regelmäßig Videos via Social-Media zu 73 % an.


Ohne Erinnerung drohen Säumniszuschläge

Die Änderung birgt auch die Gefahr, dass viele Menschen die Zahlung vergessen werden. Dann kriegen sie doch Post und müssen jedes Mal Euro Säumniszuschlag zusätzlich bezahlen. Offenkundig will man mit allen Mitteln dafür sorgen, dass man dem Beitragsservice, der kaum noch einen Service anbieten will, unbedingt die Einzugsermächtigung erteilt, damit man das Geld ganz bequem von den Konten der Bürgerinnen und Bürger abbuchen kann. Eine Möglichkeit sich dagegen zu wehren, hatte man vorher schon nicht. Daran ändert sich freilich nichts.


Haushaltspausche wird nächstes Jahr noch teurer

Die Haushaltspauschale wird am 01. Januar 2027 um 28 Cent monatlich steigen. Die Rundfunkanstalten bemühen sich schon seit längerer Zeit um mehr Geld. Die zuständige Finanzkommission schlug eine Beitragserhöhung auf 18,64 Euro pro Monat vor. Ursprünglich wollte man von den Haushalten und Unternehmen fast 19 Euro monatlich kassieren, was aber bei den Entscheidungsträgern der Politik glücklicherweise keine Zustimmung fand.




meine meinung: hochkriminelles verhalten der "gez". leistung/gegenleistung= nur gegen rechnung/erinnerung, dann erst kostenpflichtige mahnung punkt aus.

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