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Neue Betrugsmasche: Mann fährt durch die Schweiz und zapft 50.000 Telefone an |
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Neue Betrugsmasche: Mann fährt durch die Schweiz und zapft 50.000 Telefone an
14.05.2026 - 10:51
Von: Moritz Barthoff
Ein im Auto verbauter „SMS-Blaster“, 50.000 angezapfte Handys und Hintermänner in China: In Zürich wurde ein neuartiger Betrugstyp vor Gericht verhandelt. Der Täter muss nun das Land verlassen.
Ein 28-jähriger Mann ist in Zürich wegen einer neuartigen SMS-Betrugsmasche verurteilt worden. Laut „Neuer Zürcher Zeitung“ („NZZ“) nutzte er einen im Auto verbauten sogenannten SMS-Blaster, der sich als Mobilfunkantenne ausgab und rund 50.000 Handys in Autonähe erreichte. Ähnliche Fälle sind unter anderem aus London, Athen oder Bangkok bekannt.
Der Mann fuhr im Oktober 2025 aus dem südschweizerischen Tessin nach Zürich und verschickte täuschend echte SMS im Namen von DPD und der Schweizerischen Post. Wer dem Link folgte, landete auf Fake-Webseiten und sollte Bankkartendaten eingeben, wie die „NZZ“ berichtet.
Zürich: SMS-Blaster störte das Netz – und hilft bei der Ortung des Täters
Der SMS-Blaster störte dabei massiv das Mobilfunknetz: Gespräche brachen ab und Datenverbindungen kollabierten. Unter anderem der Mobilfunkanbieter Swisscom konnte die Quelle der Störung lokalisieren – vermutlich mit dessen Hilfe konnte der Mann 45 Minuten nach der letzten Phishing-Welle in Zürich festgenommen werden.
Mann sollte rund 400 Euro pro Tag erhalten – er wird abgeschoben
Der 28-Jährige gestand: versuchter gewerbsmäßiger Betrug, mehrfache Urkundenfälschung und Störung von Betrieben für die Allgemeinheit. Vor Gericht schilderte er, dass der hoch verschuldete Vater in China aufwuchs und sich in Italien anwerben ließ. Er sollte etwa 400 Euro pro Tag erhalten und habe naiverweise geglaubt, er müsse „nur SMS verschicken“.
Die Hintermänner „steuerten“ ihn laut „NZZ“ aus dem Ausland per Handy, traten unter Decknamen wie „Haitun“ (Delfin) auf – und bleiben im Dunkeln. Der Mann erhielt neun Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung. Ihm wurde außerdem verboten, die Schweiz in den nächsten sechs Jahren wieder zu betreten – nach Zahlung der Prozesskosten (5.000 Franken, entspricht rund 5.460 Euro) soll er nach Italien abgeschoben werden.
SMS-Betrug und Scam-Anrufe: So können Sie sich schützen
Auf Smartphones lassen sich unerwünschte Anrufe und SMS direkt blockieren. Unter Android können Sie Nummern über die Anruf- oder SMS-Liste sperren, unter iOS ist das über das „i“-Symbol in der Anrufliste oder in den Nachrichten-Einstellungen möglich.
SMS wie im geschilderten Fall sollten Sie misstrauisch begegnen – besonders, wenn sie Links enthalten und zur Eingabe von Karten- oder Kontodaten auffordern. Öffnen Sie Links aus SMS möglichst nicht direkt, sondern nutzen Sie die offiziellen Apps oder Webseiten Ihres Paketdienstes, um den Status etwaiger Sendungen sicher zu prüfen.
Zusätzlich hilft umsichtiges Verhalten: Geben Sie Ihre Telefonnummer nur dann weiter, wenn es wirklich nötig ist, nutzen Sie gegebenenfalls Ersatznummern und melden Sie verdächtige Anrufe oder SMS der Bundesnetzagentur. So schützen Sie sich selbst und helfen, Betrugsmaschen zu stoppen.
quelle: chip.de
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