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Thema: Teurere Schnäppchen: Neue Kosten bei Auslandsbestellungen
Muad'Dib

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Teurere Schnäppchen: Neue Kosten bei Auslandsbestellungen 22.09.2021 15:07 Forum: Off - Topic


Seit Juli wundert sich mancher deutsche Online-Käufer, wenn Ware aus dem außereuropäischen Ausland ankommt. Häufiger als zuvor sind Kosten nachzuentrichten.


Ausländische Direktversender verlangen vielfach niedrigere Preise, als sie auf dem hiesigen Markt üblich sind. Besonders bequem ist klassischerweise der Online-Kauf über die deutschen Websites von Handelsplattformen wie Amazon und eBay. Gerade hier kann aber ein durchschnittlicher Kaufinteressent oft nicht auf den ersten Blick beurteilen, von wo ein begehrtes Schnäppchen verschickt wird und welche Kosten zusätzlich zu dem ausgewiesenen Preis für ihn anfallen. In jüngster Zeit sind einige Faktoren zusammengekommen, die Auslandsbestellungen teurer und oft auch umständlicher machen als zuvor.


Chinas größter Online-Marktplatz Alibaba verschafft auch deutschen Kunden bequemen Zugang zu tausenden meist kleinen Anbietern. Von Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und inländischen Zusatzkosten steht hier nichts – das kann beim Empfänger eine teure Überraschung geben.


Ein wichtiger Faktor für höhere Kosten beispielsweise bei typischen China-Schnäppchen ist der Umstand, dass die Freigrenze für die Einfuhrumsatzsteuer aus dem außereuropäischen Ausland abgeschafft worden ist. Bis zum 30. Juni 2021 galt noch das 22-Euro-Schlupfloch aus § 1a der Einfuhrumsatzsteuer-Befreiungsverordnung (EUStBV): "Die Einfuhrumsatzsteuerfreiheit für Sendungen von Waren mit geringem Wert im Sinne des Artikels 27 der Verordnung (EWG) Nr. 918/83 ist auf Waren beschränkt, deren Gesamtwert 22 Euro je Sendung nicht übersteigt." Das hieß in der Praxis, dass typische Bagatellartikel vom Adapter bis zum Bluetooth-Lautsprecher direkt und ohne nachträgliche Kosten zugestellt werden konnten.


Das Jahressteuergesetz (JStG) 2020 hat diese Freigrenze mit Wirkung zum 1. Juli 2021 abgeschafft. Das bedeutet, es wird theoretisch für alle nicht bereits umsatzversteuerten Waren die volle Einfuhrumsatzsteuer fällig. Diese liegt für die meisten Warenarten in Deutschland aktuell bei 19 Prozent des Gesamtwerts. Zu diesem gehören auch die beim Lieferanten bezahlten Versandkosten, denn ausschlaggebend für die Besteuerung im deutschen Zielland ist immer der Wert, den die Ware beim Empfänger hat. Für Lebensmittel, Zeitschriften und Bücher gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent.


Hintergrund dieser Maßnahme ist das Ziel, entstandene Wettbewerbsverzerrungen zu unterbinden. Händler in Ländern außerhalb der Europäischen Union konnten massenhaft Päckchen effektiv umsatzsteuerfrei zu Käufern in der EU schicken und sich dadurch einen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber EU-Händlern verschaffen. Das wurde noch begünstigt durch die niedrigen Portokosten in typischen asiatischen Versenderländern. Angesichts der schieren Mengen an Sendungen mit angeblichen Werten unterhalb der Freigrenze hatte der deutsche Zoll es außerdem sehr schwer, den Missbrauch der Regelung zu bekämpfen. Viele Versender schummelten zugunsten der Empfänger bei den Wertangaben auf den Sendungen – so rutschte massenhaft eigentlich höherwertige Ware unberechtigt unter die Bagatellgrenze.


Auch jetzt ist es für Versender noch möglich, es auf eine – strafbare – falsche Deklaration ankommen zu lassen, allerdings bliebe jetzt praktisch bloß noch, Sendungen rechtswidrig als Geschenk mit einem Wert bis 45 Euro auszugeben. Durch die veränderten Bedingungen fallen solche Kuckuckseier dem Zoll nun allerdings viel leichter auf als zuvor. Wenn ein Verbraucher oft von außerhalb der EU beschenkt wird, wirkt das verdächtig. Und wenn amtsbekannte Schnäppchenversender serienweise scheinbare Geschenke verschicken, ist das für die Zollbeamten eine Einladung zum Öffnen der Päckchen.


Wer bestimmte Arten von Waren wie Alkohol, Parfüm oder Tabak bestellt, sieht sich außer mit der Einfuhrumsatzsteuer noch mit Verbrauchssteuern konfrontiert – hier hat es allerdings keine Neuerungen gegeben.


Warum gerade meines?

In der Praxis gehen nach wie vor etliche Päckchen aus Übersee durch, ohne dass die Empfänger Einfuhrumsatzsteuer zahlen müssen. Es gibt diejenigen Fälle, in denen für Waren mit einem Sachwert bis 150 Euro bereits der Versender die fällige Steuer bezahlt hat. Dafür wurde als neue Einfuhranlaufstelle der sogenannte Import One Stop Shop (IOSS) geschaffen, bei dem Versender sich registrieren lassen können. Wenn ein Versender im Ausland die Erledigung von Steuern und Zollgebühren übernimmt, muss der Betrag dafür mit dem Kaufpreis bezahlt werden. Normalerweise weist die Rechnung dies ausdrücklich aus.


Ausgesprochene Kleinigkeiten können aus einem anderen Grund weiterhin unbehelligt ihr Ziel erreichen: Aus praktischen Erfordernissen heraus gibt es eine Art neuer Mini-Bagatellgrenze. Sie kommt dadurch zustande, dass der Zoll darauf verzichtet, Abgaben unter 1 Euro zu erheben. Aber auch ohne triftigen Grund kann es passieren, dass eigentlich nachzuversteuernde Ware einfach so beim Empfänger ankommt. Gelegentlich entgehen Sendungen dem normalerweise wachsamen Auge des Zolls.


All das führt dazu, dass es für deutsche Besteller auf international bestückten Online-Handelsplattformen in der Praxis leider nicht immer klar erkennbar ist, ob sie letztlich etwas nachzahlen müssen oder nicht.


Etwas zu verzollen?

Zusätzlich zur Einfuhrumsatzsteuer fallen bei den meisten Waren mit einem Wert über 150 Euro nach wie vor separat erhobene Zollgebühren an, die ebenfalls der Empfänger nachentrichten muss, sofern das nicht bereits der Versender erledigt hat. Gerade im Bereich technischer Geräte verliert dadurch manches Schnäppchen seine Attraktivität. Der für die Zollfreigrenze ausschlaggebende Wert wird auf unterschiedliche Weise ermittelt. Die gängigste Methode hebt auf den sogenannten Transaktionswert ab, also den tatsächlich gezahlten beziehungsweise zu zahlenden Preis einschließlich Versandkosten. Dieser ist beispielsweise mit einer Rechnung nachzuweisen. Wenn kein Nachweis vorliegt, muss der Empfänger gegenüber dem Zollamt nachträglich einen vorlegen. Bei eBay-Transaktionen akzeptieren die Behörden normalerweise Ausdrucke der Kaufabwicklungsseiten.


Eine weitere Kostenfalle können Lagerungen von Postsendungen bei der Zollstelle sein. Waren werden dort beispielsweise eingelagert, wenn die Zollinhaltserklärung fehlt. Hier können Lagerkosten von 0,50 Euro pro Tag anfallen, werden jedoch erst ab dem 10. Kalendertag der Lagerung erhoben.


Dieses Päckchen aus dem britischen Kent mit Feinwerkzeug, gekauft per eBay für umgerechnet 27 Euro, musste beim Post-Partnershop im Nachbardorf abgeholt werden. Mit den dort zusätzlich nachzuentrichtenden 9,54 Euro ist das Ganze kein echtes Schnäppchen mehr.


EU ist kleiner geworden

Ungewohnt für deutsche Online-Käufer ist, dass im Vereinigten Königreich (UK) bestellte Ware seit Januar 2021 infolge des Brexits zoll- und steuertechnisch so behandelt wird wie solche aus anderen Drittstaaten wie China oder den USA. Umso mehr müssen etwa Käufer von Werkzeugen, für die klassischerweise die britischen Inseln ein guter Markt sind, auf deutschsprachigen Online-Marktplätzen aufpassen, wo der jeweilige Anbieter sitzt.


Leider ist das beispielsweise bei Amazon für Durchschnittsverbraucher bei der Warensuche nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Die Angabe deutscher Standorte auf den Angebotsseiten kann irreführend sein. Erst wenn man das Profil des jeweiligen Verkäufers aufruft, zeigt sich unter der Überschrift "Impressum & Info zum Verkäufer" dessen tatsächlicher Standort. Beim schnellen Blättern zwischen vielen Angeboten ist oft das in Aussicht gestellte Ankunftsdatum ein Indiz für einen Versand aus Übersee. Wenn dabei von mehreren Wochen Wartezeit die Rede ist, hat man es oft mit chinesischen Anbietern zu tun.


Logistiker verdienen mit

Normalerweise meldet der Beförderer im Zielland die nachzuentrichtende Einfuhrumsatzsteuer und etwaige Zollgebühren an. Beim Versand aus dem Ausland übernimmt diesen Part der Zustellung ein deutscher Dienstleister. Internationale Paketdienste haben dafür ihre deutschen Zweige, ausländische Postdienste übergeben das Versandgut meistens an DHL oder, wenn es um Briefversandformate geht, an die Deutsche Post. DHL tritt für den Empfänger in Vorleistung und führt die Zahlungen ans Zollamt ab. Das Unternehmen fordert das Geld bei der Zustellung oder der Übergabe in Partnershop beziehungsweise Filiale vom Empfänger ein.

Hinzu kommt eine Auslagenpauschale in Höhe von 6 Euro, die DHL sich dafür gönnt.


Unter Corona-Bedingungen kommt es oft vor, dass das Abpassen des Zustellers dem Empfänger nichts nützt, wenn der nicht kassieren kann. Dann bleibt nichts anderes übrig, als den von ihm angegebenen Paketshop aufzusuchen. Wenn es möglich ist, schon bei der Bestellung eine Lieferung direkt zum Zollamt zu vereinbaren, lässt sich damit die Auslagenpauschale vermeiden – dafür muss der Empfänger dann selbst seine Sendung beim Zollamt abfertigen und abholen.
(psz)



Quelle: https://heise.de/-6183191
Thema: Positions/Transponder
Muad'Dib

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22.09.2021 08:05 Forum: Sonstige Informationen und Fragen zum Ku-Band


Danke.

Gute Arbeit!
Thema: Internetentwicklungs(Deutsch-)land: Unesco weist auf Missstände hin
Muad'Dib

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Hits: 62
22.09.2021 08:03 Forum: Off - Topic


Ich wiederhole mich gerne in diesem Punkt:


Erinnert euch daran wann und wo Frau Merkel den Zitat "Ein MegaBYTE Anschluss für Jedermann" versprochen hat... großes Grinsen


Und danach wurde es nicht gerade besser.
Thema: Frequence Meter
Muad'Dib

Antworten: 2
Hits: 213
22.09.2021 08:00 Forum: SAT Extrem


Hammer!!
Thema: 10727 H *uhd*
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 192
10727 H *uhd* 28.08.2021 10:49 Forum: --- 13° Ost ---


Die 4k (korrekt UHD) Sender sind wieder nach kurzer "wieder-verschlüsselung" FTA zu empfangen.

Frequenz: 10727
Polarität: H
Symbolrate: 30000
FEC: 3/4

DVB-S2/8PSK (HEVC)

4K Universe
NASA UHD
TravelXP 4K HDR
Museum 4K



NASA UHD ist ja generell unkodiert.
Thema: Neue Projekte für 2021
Muad'Dib

Antworten: 34
Hits: 5.000
25.08.2021 16:50 Forum: femi


Vollkommen richtig.

Nur leider hat sich auch im Satbereich "geiz ist geil" durchgesetzt. Kaum Jemand hatte noch Lust sein know how und zeit und geld zu investieren weil es dann gleich wieder von anderen Schnorrern geklaut werden würde. :-X
Thema: Neue Projekte für 2021
Muad'Dib

Antworten: 34
Hits: 5.000
25.08.2021 10:13 Forum: femi


Zitat:
Original von femi
...

Das KaKu war mit 75 € richtig billig großes Grinsen



Ja, solange es lieferbar war ist das ein irre niedriger Preis aus heutiger Sicht...
Thema: Neue Projekte für 2021
Muad'Dib

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24.08.2021 19:25 Forum: femi


Das klingt ambitioniert! :-)
Thema: Das Anstecken einer Razer-Maus macht Angreifer zu Windows-10-Admins
Muad'Dib

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23.08.2021 15:41 Forum: Off - Topic


Das mit auch undokumentierten shell/skript/CLI man-in-the-middle Angriffe möglich sind und auch gezielte Attacken ist aber nun mal nix Neues.

Eher ein "error by Design" windows Problem.

Und usb ist eine resige Schwachstellengrube:
https://www.heise.de/forum/heise-online/...-39494950/show/
Thema: Das Anstecken einer Razer-Maus macht Angreifer zu Windows-10-Admins
Muad'Dib

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Das Anstecken einer Razer-Maus macht Angreifer zu Windows-10-Admins 23.08.2021 15:35 Forum: Off - Topic


Eine Schwachstelle in der Konfigurationssoftware Synapse von Razer gefährdet Windows-PCs. Ein Sicherheitspatch steht noch aus.




(Bild: Photon photo/Shutterstock.com)



In der Theorie benötigt ein Angreifer lediglich eine Maus oder Tastatur vom Peripheriegeräte-Hersteller Razer, die er an einen Computer mit Windows 10 anschließt, um sich System-Rechte zu verschaffen. Im Anschluss könnte er mit den höchstmöglichen Rechten ausgestattet die volle Kontrolle über den PC erlangen und etwa Malware installieren.


Das Problem ist eine Schwachstelle in der Synapse-Software, die sich nach dem ersten Anschließen einer Razer-Maus oder -Tastatur automatisch installiert. Darüber kann man Eingabegeräte konfigurieren. Die Installation läuft mit System-Rechten.


Voraussetzungen für Attacke

Hat ein Angreifer bereits Zugriff auf einen Computer, kann eine Maus anschließen und ist in Windows angemeldet, kann er sich die System-Rechte des Installationsprozesses zunutze machen. Dafür muss er lediglich im Assistenten einen anderen Installationsort auswählen. Öffnet er über das im Zuge der Änderung auftauchende Explorer-Fenster eine Powershell, startet diese ebenfalls mit Systemrechten. So könnte sich ein Angreifer mit eingeschränkten Rechten zum System-Admin hochstufen.


Darauf ist ein Sicherheitsforscher mit dem Pseudonym "jonhat" gestoßen und berichtet darüber auf Twitter. Er hat sich für die Veröffentlichung entschieden, weil Razer ihm kein direktes Feedback auf die Meldung der Schwachstelle gegeben hat.


Mittlerweile hat der Hersteller von Peripheriegeräten reagiert und dem Sicherheitsforscher gegenüber versichert, dass man derzeit an einem Patch arbeite. Wann das Sicherheitsupdate erscheinen wird, ist bislang unklar. Der Forscher gibt an, eine Bug-Bounty-Prämie für das Finden und Melden der Lücke bekommen zu haben.


Auch wenn Attacken nicht ohne Weiteres möglich sind, sollten Nutzer der Synapse-Software sicherstellen, dass sie die aktuelle Version installiert haben.
(des)


Quelle: https://heise.de/-6171968
Thema: [suche] suche SMW OA 1600
Muad'Dib

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Hits: 279
suche SMW OA 1600 23.08.2021 15:18 Forum: Flohmarkt


Hallo,

falls jemand seine SMW OA-1600 los werden will (auch Zubehör, Zustand egal).

Bitte PM mit Preisvorstellung.


Gruss Muad'Dib



Glückwunsch an den neuen Besitzer der SMW von "real_neo". Augenzwinkern
Thema: Verbraucherschützer warnen: Vorsicht bei Vertragsabschluss am Tablet
Muad'Dib

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Verbraucherschützer warnen: Vorsicht bei Vertragsabschluss am Tablet 23.08.2021 09:03 Forum: Off - Topic


Ein am Tablet unterzeichneter Vertrag gilt im Einzelhandel wie einer auf Papier. Die Bundeszentrale für Verbraucherschutz warnt Kunden und fordert Reformen.





(mit Material der dpa)

Verbraucherschützer raten zu besonderer Vorsicht, wenn Verträge durch eine Unterschrift auf einem Tablet im Geschäft geschlossen werden sollen. "Eigentlich könnte ich auch hier den Vertrag lesen und zurückscrollen. Das tut aber keiner, vor allem nicht, wenn der Verkäufer ungeduldig ist und hinter mir der nächste Kunde wartet", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur.


Verbraucher gehen mit Papier anders um

Immer wieder seien Verbraucher überrascht, was sie unterzeichnet hätten. Müller schlägt daher ein Widerrufsrecht für solche abgeschlossenen Verträge vor – ähnlich wie im Onlinehandel, wo ein Kauf bis zu 14 Tage nach Abschluss zurückgenommen werden kann.


Mit gedrucktem Papier gingen Verbraucher noch immer anders um als mit digital vorgelegten Verträgen, sagte Müller. "Teilweise sind es banale Fragen wie Lichtverhältnisse, ob ich ein Tablet wirklich lesen kann." Er respektiere technische Innovationen im Handel. "Aber dann müssten eben auch mehr Verbraucherrechte damit einhergehen und eine Widerrufsmöglichkeit." Bisher gelte im Laden "unterschrieben ist unterschrieben". "Das sollte auch im stationären Handel mit solchen technischen Hilfsmitteln künftig anders werden", sagte Müller.


Bundeszentrale fordert kürzere Laufzeiten und Widerrufsrecht

Die Verbraucherschützer fordern auch, dass Vertragslaufzeiten etwa für Handyverträge im Regelfall nur noch 12 Monate betragen. Das war zuletzt bereits im Februar 2021 im Bundestag diskutiert, dann aber abgelehnt worden. "Das war ein Fehler, das sollte man korrigieren", sagte Müller.


Die Bundeszentrale für Verbraucherschutz forderte im August Nachbesserungen beim "Gesetz für faire Verbraucherverträge" von der nächsten Bundesregierung: So sollte die erste zulässige Vertragslaufzeit 12 Monate begrenzt werden. Auch forderten die Verbraucherschützer ein "14-tägiges Widerrufsrecht für alle langfristigen Verträge einführen, die in einem Ladengeschäft abgeschlossen werden."


Mehr Druck, niedrigere Preise

"Nach wie vor gibt es diese Lockangebote mit 24 Monatsverträgen mit irgendeiner vergünstigten Leistung nebenbei", kritisierte er. Kürzere Vertragslaufzeiten sorgten dafür, dass die Verbraucher häufiger wechselten, was Druck auf die Preise ausübe – und "das ist für Verbraucher erst mal eine gute Botschaft", betonte Müller. (hze)



Quelle: https://heise.de/-6171588
Thema: Nordrhein-Westfalen: Drogen-Versand übers Internet boomt – auch durch Corona
Muad'Dib

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Nordrhein-Westfalen: Drogen-Versand übers Internet boomt – auch durch Corona 23.08.2021 09:00 Forum: Off - Topic


Drogen online bestellt und per Post geliefert: Dieses kriminelle Phänomen macht den Ermittlern zusehends Sorge – vor allem seit Beginn der Pandemie.



(Bild: Tero Vesalainen / Shutterstock.com)


(Von dpa)
Das Landeskriminalamt NRW sieht einen regelrechten Boom beim illegalen Internethandel und weltweiten Postversand von Drogen. "Die Pandemie dürfte dieses Phänomen zusätzlich verstärkt haben", so die Ermittler in ihrem Lagebild Rauschgiftkriminalität 2020, das jetzt veröffentlicht wurde. Drastisch gestiegen ist laut dem Papier die Zahl der Rauschgifttoten in NRW.


Mehr Todesopfer

2020 sind laut dem Lagebild 401 Menschen in NRW wegen Rauschgifts gestorben. Dies sei der höchste Stand in 20 Jahren. Vor allem die Zahl von Todesopfern bei Langzeitkonsumenten stieg demnach stark an: Sie machten rund 76 Prozent aller Rauschgifttoten aus. Das Durchschnittsalter der Todesopfer insgesamt lag bei 43,1 Jahren.


Die Zahl der festgestellten Drogendelikte sank im Vergleich zu 2019 um 1,4 Prozent auf 67.941. Beim Schmuggeln wurden mit 816 doppelt so viele Fälle registriert wie im Vorjahr. Den Großteil hat der Zoll aufgedeckt – der unter anderem Drogen, die über den Postweg nach Deutschland kommen, abfängt.


Die Zahl der Delikte rund um Cannabis war weiter hoch – ging im Vergleich zum Vorjahr mit 43.165 aber leicht zurück. Bei Heroin gab es einen Rückgang von 6,9 Prozent – 2972 Delikte. Bei Kokain (4193 Fälle) und synthetischen Drogen (11.107 Fälle) war der Rückgang gering.


Mehr und billigere Angebote im Internet

"Der Rauschgifthandel hat sich weiter in den digitalen Raum, insbesondere in das Darknet, verlagert", so die Ermittler. Die dem Bundeskriminalamt bekannten Angebote seien um rund 30 Prozent gestiegen – zudem würden die Drogen dort immer billiger.


In NRW wurden laut LKA "auffällig viele Drogenfunde gemeldet, die bestätigen, dass Schmuggelversuche deutlich zugenommen haben." Eine mögliche Erklärung für die Polizei: Die Täter könnten vor dem damals bevorstehenden Lockdown versucht haben, "ihre Drogenlager aufzufüllen."
(mho)


Quelle: https://heise.de/-6171715
Thema: Schon wieder LNB defekt
Muad'Dib

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Hits: 16.101
22.08.2021 14:23 Forum: LNB, LNBF, LNC


Ja, scheinbar der "jetzt standardpreis" bei ebay und co. selbst wenn das teil wie gruetze aussieht....
Thema: Satelliten: Bereits drastisch mehr "Beinahe-Kollisionen" wegen Starlink
Muad'Dib

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Satelliten: Bereits drastisch mehr "Beinahe-Kollisionen" wegen Starlink 22.08.2021 11:57 Forum: Off - Topic


Wenn sich zwei Satelliten im Orbit näher als einen Kilometer kommen, zählt das als Beinahezusammenstoß. Deren Zahl hat sich seit dem Starlink-Aufbau verdoppelt.



Ein Start von Starlink-Satelliten (Bild: SpaceX)



Die Starlink-Satelliten von SpaceX sind bereits an rund 50 Prozent der Beinahezusammenstöße ("close encounter") im Erdorbit beteiligt. Das berichtet das US-Magazin Space unter Berufung auf einen Experten der Universität Southampton. Anhand öffentlich einsehbarer Daten zu den Satellitenbahnen hat Hugh Lewis demnach errechnet, dass es pro Woche bereits deutlich über 3000 solcher Ereignisse gibt. Die sind demnach definiert als Passagen von Satelliten in weniger als einem Kilometer Entfernung voneinander. An etwa der Hälfte davon sei ein SpaceX-Satellit beteiligt, hat der Chef der Astronautics Research Group der britischen Universität errechnet. Und es werde zwangsläufig mehr werden. Da die Kollisionsvermeidung noch viel Handarbeit erfordere, wachse die Gefahr dabei immens.



Einzelne Kollision könnte drastische Folgen haben

Lewis bezieht sich demnach auf eine Datenbank des US-Katalogs CelesTrak zu solchen potenziell gefährlichen engen Bahnen zweier Satelliten aneinander vorbei. Zwar klingt eine Distanz von einem Kilometer nicht unbedingt nach einem drohenden Zusammenstoß, aber die Ungenauigkeiten zu den Bahnen der Satelliten sind enorm – die tatsächlichen Bahnen können um bis zu 100 Meter abweichen, heißt es noch. Laut Lewis hat die Zahl solcher Beinahezusammenstöße seit dem Beginn des Aufbaus von Starlink deutlich zugenommen und ohne das Projekt wäre das Wachstum nur marginal. Insgesamt geht er davon aus, dass SpaceX-Satelliten nach Abschluss der ersten Aufbauphase von Starlink an 90 Prozent solcher Beinahe-Kollisionen beteiligt sein werden.


Die Zahlen von Lewis dürften die Kritik an den Mega-Konstellationen weiter befeuern. Immerhin plant nicht nur SpaceX, Tausende Satelliten für eine Internetanbindung ins All zu bringen. Insgesamt sind mehrere Zehntausend Satelliten angekündigt. Dabei hatte die Europäische Weltraumagentur die Entwicklung in der Erdumlaufbahn erst vor wenigen Wochen als untragbar bezeichnet und vor den Gefahren gewarnt. Schon eine einzelne Kollision könnte dramatische Konsequenzen haben, weil dabei viele Trümmer entstehen und eine nicht aufzuhaltende Kettenreaktion auslösen könnten. Lewis ergänzt noch, dass SpaceX erst seit zwei Jahren überhaupt als Satellitenbetreiber agiere und bereits der weltgrößte ist, dabei gebe es "ein gewisses Maß an Unerfahrenheit". Erst im Frühjahr hatte es laute Kritik am Umgang des US-Unternehmens mit einer Beinahe-Kollision gegeben.



In dem Artikel ist eine interaktive Grafik eingebunden, die über den Berliner Dienstleister Datawrapper erstellt und ausgeliefert wird. Zum Datenschutz bei Datawrapper siehe deren Datenschutzerklärung. Persönliche oder personenbeziehbare Daten von Lesern der interaktiven Charts werden nicht gesammelt.
(mho)



Quelle: https://heise.de/-6171314
Thema: Ukraine: Präsident lässt große oppositionelle Nachrichten-Website sperren
Muad'Dib

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Ukraine: Präsident lässt große oppositionelle Nachrichten-Website sperren 22.08.2021 11:46 Forum: Off - Topic


Der ukrainische Präsident Selenjskyj geht gegen eine regierungskritische Website vor und erlässt Sanktionen gegen ein im Ausland lebendes Blogger-Paar.


In der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die einflussreiche oppositionelle Nachrichten-Website strana.ua sperren lassen. Ein entsprechendes Dekret wurde am Samstag veröffentlicht. Grundlage dafür seien vom Nationalen Sicherheitsrat verhängte Sanktionen gegen den seit 2018 im österreichischen Exil lebenden Chefredakteur Ihor Huschwa und dessen Unternehmen, heiß es. Das Verbot erfolgte demnach gemäß einer Vorlage des Geheimdienstes SBU, der Selenskyj untersteht.

Kritik an "außergerichtlicher Sperrung" von Oppositionsmedien

In einer Mitteilung bezeichnete der SBU die Journalisten als "prorussische Propagandisten". Nähere Angaben zu den Gründen wurden unter Verweis auf Geheimhaltung nicht gemacht. Der Leiter des ukrainischen Journalistenverbandes, Serhij Tomilenko, kritisierte die Sperrung. "Außergerichtliche Blockierungen von Oppositionsmedien sind der Verzicht auf gesetzliche Garantien der Unabhängigkeit der Presse", sagte er.

Huschwa kündigte an, die journalistische Arbeit trotz der Strafmaßnahmen fortzusetzen. "Das macht nichts. Unter [Petro] Poroschenko wurde ich ins Gefängnis gesteckt. Unter Selenskyj wird die Site blockiert." Poroschenko war vor Selenskyj Präsident. Die Site zog vorerst auf die neue Domain strana.news um.

Auch Maßnahmen gegen Exil-Blogger

Sanktionen wurden ebenfalls gegen das im EU-Exil lebende Blogger-Ehepaar Anatolij und Olha Scharij erlassen. Zudem wurde mit Andrij Derkatsch bereits der dritte Parlamentsabgeordnete in die Sanktionsliste aufgenommen. Die Vermögenswerte aller betroffenen Ukrainer werden für drei Jahre eingefroren.

Juristen halten die seit Jahresbeginn von Selenskyj ohne gerichtliche Grundlage gegen ukrainische Staatsbürger erlassenen Sanktionen für rechtswidrig. Im Februar hatte der Staatschef bereits drei Fernsehsender geschlossen. Einem vierten russlandfreundlichen Nachrichtensender droht aktuell der Lizenzentzug. Umfragen zufolge unterstützen jedoch viele Ukrainer das Vorgehen gegen russlandfreundliche Parteien und deren Medien.
(tiw)


Quelle: https://heise.de/-6171555



PS: WTF?! Und das ist ein EU Beitrittskandidat????
Thema: China: Erstes Datenschutzgesetz soll Tracking durch Firmen einschränken
Muad'Dib

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China: Erstes Datenschutzgesetz soll Tracking durch Firmen einschränken 22.08.2021 11:43 Forum: Off - Topic


Der Nationale Volkskongress Chinas hat ein Gesetz zum Schutz persönlicher Daten beschlossen. Überwachung und Scoring durch den Staat bleiben außen vor.




(Bild: Pavel Ilyukhin/Shutterstock.com)


In China soll am 1. November ein erstes Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten in Kraft treten. Eine entsprechende Initiative der Pekinger Zentralregierung hat die Kommunistische Partei im Nationalen Volkskongress am Freitag verabschiedet. Die Exekutive und die Legislative reagieren damit auf zunehmende Sorgen in der chinesischen Bevölkerung über Datenmissbrauch durch die Wirtschaft und insbesondere große Internetfirmen. Staatliche Stellen bleiben von den neuen Regeln größtenteils ausgenommen.

Gegen Datenmissbrauch – staatliche Stellen aber ausgenommen

Das Gesetz präzisiert laut chinesischen Agenturberichten generell die Grundsätze für den Umgang mit persönlichen Informationen. Datenverarbeiter müssen die Nutzer informieren und die Einwilligung der Betroffenen einholen, bevor sie Informationen über diese erheben, speichern, verwenden, verarbeiten, übertragen, offenlegen, bereitstellen oder löschen.

Das chinesische Parlament unterscheidet mit dem Vorhaben zwischen allgemeinen persönlichen Daten und "sensiblen" Angaben und Messwerten. Zu dieser zweiten Kategorie zählen etwa biometrische Merkmale, religiöse Überzeugungen, medizinische und gesundheitliche Informationen, Finanzkonten und Bewegungsprofile. Für deren Handhabe gelten erhöhte Schutzanforderungen.

Nicht "übermäßig" viele Kundendaten sammeln

Unternehmen, die mit personenbezogenen Daten umgehen, müssen die Nutzer über die Grundsätze, Zwecke und Methoden, deren Erhebung und Verwendung informieren. Sie dürfen zudem nicht "übermäßig" viele Informationen über ihre Kunden sammeln, wobei diese Vorgabe recht vage bleibt. Individuen können im Fall von Datenpannen oder -missbrauch zudem künftig Rechtsmittel einlegen.

Firmen wie App-Hersteller sollen Nutzern aber etwa die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob ihre Daten und elektronischen Spuren beispielsweise generell für Direktmarketing und im Speziellen für gezielte, auf Tracking und dem Erstellen von Profilen basierender Werbung verwendet werden dürfen. Diskriminierende Anwendungen, die Konsumpräferenzen und das Einkommensniveau von Usern mithilfe von Big-Data-Analysen auswerten und einzelnen Verbrauchern unterschiedliche Preise anbieten, werden ganz verboten. Anbieter, die sich nicht an die Regeln halten, droht ein zeitweiliger Stopp oder ein endgültiges Aus ihres Dienstes.

Eine Klausel zur Videoüberwachung enthält das Gesetz ebenfalls. Beobachtungskameras und vergleichbare Geräte, die Personenbilder etwa für die automatisierte Gesichtserkennung erfassen, dürfen demnach nur noch zum Aufrechterhalten der Sicherheit in öffentlichen Räumen aufgestellt werden. Bürger müssen zudem künftig mit eindeutigen Zeichen auf eine solche Beschattung und mögliche Identitätserfassung hingewiesen werden.

Westliche und andere ausländische Unternehmen, die in China geschäftlich tätig sind und dabei personenbezogene Daten von dortigen Bürgern verarbeiten, fallen in den Anwendungsbereich des Gesetzes. Für sie gelten so auch spezielle Vorgaben. Sie müssen etwa Repräsentanten vor Ort benennen und den Aufsichtsbehörden in China Bericht erstatten.

Ähnlichkeiten zur DSGVO – und erhebliche Unterschiede

Einige Elemente der chinesischen Initiative – wie der tendenziell weltweite Geltungsbereich, die Schranken für Profiling und die Prinzipien der Zustimmung sowie der Nutzerinformation – ähneln der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU. Diese geht aber mit einem weiteren Set an Betroffenenrechten etwa zum Löschen persönlicher Informationen oder zur Datenportabilität, deutlich über den Ansatz im Reich der Mitte hinaus.

Auch der Kontext, in dem Chinas Datenschutzgesetz gelten wird, ist ein ganz anderer. So sammelt der Staat dort selbst riesige Mengen an persönlichen Informationen über die Bürger. So arbeitet die kommunistische Regierung etwa an einem Sozialkreditsystem inklusive einer Bürgerbewertung in Form eines "Citizen Score". Behörden sollen mit dem "Social Scoring" genau verfolgen können, was die Bevölkerung macht. Über eine Punktevergabe wäre es ihnen dann auch möglich, den Zugang etwa zu Reisen einzuschränken.

Einheimischen Technologiesektor eindämmen

Im Westen wird China zudem verstärkt mit der technologisch gestützten Unterdrückung der muslimischen Bevölkerungsminderheit der Uiguren in der autonomen Region Xinjiang sowie dem Kampf gegen die Demokratiebewegung in Hongkong in Verbindung gebracht. In der EU gibt es für Polizei und Justiz zusätzlich zur DSGVO eine spezielle Datenschutzrichtlinie. Von einem ähnlichen Rechtsinstrument ist im Reich der Mitte bislang keine Spur.

Beobachter erwarten, dass die Regierung in Peking in dem Gesetz vor allem auch ein weiteres Werkzeug sieht, um die Macht des einheimischen Technologiesektors weiter einzudämmen. Erst jüngst hatte sie dazu über das Kartellrecht neue Schritte eingeleitet. Anhängig ist zudem etwa eine Klage der Staatsanwaltschaft gegen den Tech-Giganten Tencent. Der Vorwurf lautet, dass der Jugendschutz seiner populären Messaging- und Bezahl-App WeChat nicht ausreicht.
(tiw)



Quelle: https://heise.de/-6171504


PS: Vielleicht ist ja heute in China der 1. April?!? großes Grinsen
Thema: Ebay Kleinanzeigen will auch ohne Ebay boomen
Muad'Dib

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Hits: 151
Ebay Kleinanzeigen will auch ohne Ebay boomen 22.08.2021 07:55 Forum: Off - Topic


Mit rund 40 Millionen Nutzern im Monat gehört Ebay Kleinanzeigen zu den meistbesuchten Websites in Deutschland. Künftig wird das Portal ohne Ebay auskommen.



In der Finanzwelt hat der milliardenschwere Verkauf der Anzeigensparte von Ebay an den norwegischem Online-Marktplatz Adevinta vor gut einem Jahr große Schlagzeilen gemacht. Immerhin rund 9,2 Milliarden Dollar in Cash und in Aktien legte der weltweit größte Betreiber von Online-Kleinanzeigenportalen auf den Tisch. Zwei aktivistische Investorengruppen hatten Ebay dazu gedrängt, größere Geschäftsbereiche zu verkaufen und Kasse zu machen.

Der Name ändert sich 2024

Doch bei vielen Anwenderinnen und Anwendern ist die Trennung von Ebay und Ebay Kleinanzeigen noch nicht angekommen, obwohl sie inzwischen auch formal vollzogen wurde. Das ist auch Paul Heimann aufgefallen, der Ebay Kleinanzeigen seit Anfang 2019 als Geschäftsführer in Kleinmachnow vor den Toren Berlins leitet: "Kunden auf der Straße sagen teilweise Ebay, wenn sie eigentlich Kleinanzeigen meinen." Spätestens 2024 werden Verwechslungen kaum noch möglich sein, denn der Name wird sich ändern: "Für den Zeitraum von drei Jahren können wir den Markennamen Ebay Kleinanzeigen genauso führen, wie er ist – mit dem Logo und allem, was dazugehört."

Dass sich das Geschäft mit Kleinanzeigen zunehmend im Internet abspielen würde, hatten schon vor vielen Jahren nicht nur Ebay, sondern auch zahlreiche Verlage erkannt. Print-Anzeigenblätter wie "Avis", "Der heiße Draht" oder "Quoka" hatten beim Antritt von Ebay-Kleinanzeigen vor über zehn Jahren schon längst ihre eigenen Online-Portale. Private Kleinanzeigen im Print lagen damals schon auf niedrigem Niveau und sind in den vergangenen zehn Jahren weiter eingebrochen und oft nur noch in Nischenbereichen relevant.

Erfolgreicher dagegen sind Profiportale wie die Online-Stellenbörse Stepstone oder Immowelt.de, die zum Axel Springer Verlag gehören. Schärfster Konkurrent von Ebay Kleinanzeigen ist aber inzwischen der Facebook-Konzern, der mit seinem Marketplace einen digitalen Flohmarkt betreibt. Die genaue Nutzerzahl des US-Marktplatzes in Deutschland ist aber nicht öffentlich bekannt, da Facebook sie nicht kommuniziert.

Täglich eine Million Anzeigen

Ebay Kleinanzeigen erreicht nach eigenen Angaben inzwischen rund 66 Prozent der deutschen Internetnutzer. In der Anfangsphase lockten vor allem private Anzeigen für private Interessenten. Inzwischen verfügt das Portal über einen Bestand von mehr als 45 Millionen Anzeigen, der sich ständig aktualisiert. Jeden Tag werden rund eine Million neue Anzeigen aufgegeben, die im Gegensatz zu Auktionen und Verkaufsaktionen auf der Seite des ehemaligen Mutterkonzerns Ebay kostenlos sind.

Die Webseite ist inzwischen aber nicht mehr nur ein digitaler Flohmarkt. Denn auch die Profis haben das Portal entdeckt. "Kleinanzeigen hat eine enorme Reichweite", sagt Heimann. "Das ist natürlich auch hoch relevant für Leute, die unter anderem Immobilien oder Autos verkaufen. Das gilt auch für Menschen, die Dienstleistungen anbieten, für Handwerker vom Maler bis zum Fliesenleger." Das Portal sei die Nr. 1 für Gebrauchtwagen von Privat vor der Konzernschwester mobile.de sowie AutoScout24 und zähle zu den Top-3-Portalen für Immobilien. Dienstleistungspakete für diese Profi-Zielgruppe sind auch inzwischen die wichtigste Einnahmequelle des Kleinanzeigen-Unternehmens.

Die Erfolgsgeschichte von Ebay Kleinanzeigen lässt sich aber nicht trennen von Betrugsversuchen und Belästigungen. "Leider gibt es immer wieder Betrugsversuche bei Käufen und Verkäufen über Kleinanzeigen im Internet", warnt die Verbraucherschutzzentrale Hessen. Wenn sich die angeblichen Interessenten im Ausland befinden, sodass eine persönliche Übergabe niemals möglich ist, sollte das die Verbraucher misstrauisch machen. Auch der Versuch, einen anderen Kanal für die Kommunikation zu verwenden, sei verdächtig. "Beispielsweise fragen Kriminelle oft nur kurz, ob der Artikel noch vorhanden sei und bitten um eine Antwort per Mail oder WhatsApp. Sie akzeptieren jeden Preis und versuchen mit gefälschten Dokumenten eine Überweisung vorzugaukeln, damit der Gegenstand vorschnell an den Versand geht."

Neue Betrugsmasche

Zuletzt warnte auch das Landeskriminalamt Niedersachsen vor einer Betrugsmasche, die aber nicht nur Ebay Kleinanzeigen betrifft, sondern sämtliche Kleinanzeigenportale. Dabei kaufen Betrüger angebotene Dinge ohne große Nachfragen, bitten aber darum, die Ware an einen Freund als vermeintliches Geschenk zu schicken. Außerdem werden die Nutzer aufgefordert, noch eine Guthabenkarte eines Online-Dienstes zu besorgen und der Sendung beizulegen. Doch die dafür angebotene Bezahlung platzt später. Die Opfer sind Ware und Gutschein los.

Das Unternehmen hat mittlerweile auf die Vorfälle reagiert. "Wir bieten jetzt eine Bezahlfunktion mit Treuhandfunktion an und werden auch mit Logistikpartnern zusammenarbeiten, damit die User die Dinge bequem und sicher verschicken können", sagt Heimann. Außerdem helfe künstliche Intelligenz dabei, Angebote zu identifizieren, die zu gut sind, um wahr zu sein. Das gilt beispielsweise für Superschnäppchen wie ein neues iPhone 12 für nur 400 Euro, wo der Verdacht im Raum steht, dass die Anbieter nur kassieren, aber nie liefern wollen.

Künstliche Intelligenz hilft Ebay Kleinanzeigen auch dabei, sexuelle Belästigungen in den Kleinanzeigen selbst oder in Chatverläufen zu erkennen. "Aber das ist deutlich komplexer, als ein unseriöses Angebot für ein iPhone zu identifizieren, weil die menschliche Sprache so vielschichtig ist." Daher habe man ein Team eingerichtet, das sich um diese Fälle kümmert.
(mho)


Quelle: https://heise.de/-6170859
Thema: Kuba erhöht per Dekret staatliche Kontrolle über Online-Aktivitäten
Muad'Dib

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Kuba erhöht per Dekret staatliche Kontrolle über Online-Aktivitäten 20.08.2021 11:06 Forum: Off - Topic


In Kuba sollen "feindliche und kriminelle Handlungen im Cyberspace" schärfer kontrolliert werden. Damit reagiert die Führung auf die jüngsten Proteste.



(Bild: Tatoh.rat / Shutterstock.com)


Von dpa

Gut einen Monat nach außergewöhnlichen Protesten gegen die Regierung in Kuba hat diese die staatliche Kontrolle über die Internetaktivitäten der Bürger erweitert. Nach einem Dekret und weiteren neuen Regelungen, die am Dienstag im Amtsblatt des sozialistischen Karibikstaates veröffentlicht wurden, wird künftig unter anderem der Aufruf in elektronischen Medien zu "Mobilisierungen und anderen Handlungen, die die öffentliche Ordnung ändern", als Cybersicherheits-Zwischenfall eingestuft.


Online-Handlungen "neutralisieren"

Die Innen- und Kommunikationsministerien sowie die Streitkräfte sollen demnach mögliche feindliche und kriminelle Handlungen im Cyberspace überwachen, diese "neutralisieren" und wenn nötig Strafen verhängen. In der Kategorie "ethische und soziale Schäden" steht in der Liste der als hochgefährlich eingestuften "Zwischenfälle" auch: "Verbreitung von Falschnachrichten, beleidigende Nachrichten, Verleumdung mit Auswirkungen auf das Ansehen des Landes".


Am 11. Juli hatten Tausende Kubaner in zahlreichen Städten spontan für Freiheit, gegen Unterdrückung und Mangelwirtschaft demonstriert. Solche Proteste hatte es in dem Inselstaat seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Die autoritäre Regierung sprach von gewaltsamen Unruhen, die die USA angezettelt hätten, um die Kubaner zu spalten. Sicherheitskräfte lösten die Demonstrationen gewaltsam auf und nahmen Hunderte Menschen fest.


Der Internetzugang, der auf der Insel durch Zensur ohnehin eingeschränkt ist, wurde zeitweise blockiert, der Zugang zu Messengern eingeschränkt. Regierungsgegner hatten sich in sozialen Medien über die Proteste ausgetauscht. Die US-Regierung prüfte nach eigenen Angaben Möglichkeiten, den Kubanern den Internetzugang zu erleichtern. Einige kubanische Twitter-Nutzer verurteilten die neuen Regelungen als Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und Versuch, Kritiker zum Schweigen zu bringen.
(mho)



Quelle: https://heise.de/-6168073
Thema: US-Terroristenliste frei im Netz
Muad'Dib

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US-Terroristenliste frei im Netz 20.08.2021 11:03 Forum: Off - Topic


1,9 Millionen mutmaßliche Terroristen vermeint das FBI zu kennen – mindestens. So viele Einträge hat die von einem Ukrainer gefundene Datenbank.




"Das TSC ist ein zentraler Teil des US-Regierungsnetzes zur Frühwarnung vor und Unterdrückung von Terrorismus", sagt das FBI. (Bild: Sergei Gutnikov CC BY-SA 3.0)


Eine Datenbank des Terrorist Screening Center des FBI stand völlig frei im Netz. Sie enthält detailreiche Datensätze über mehr als 1,9 Millionen Personen – offenbar Personen, die US-Behörden als mutmaßliche Terroristen ausgemacht haben wollen. Ein Teil dieser Personen darf nicht einmal ein Flugzeug in den oder in die USA besteigen ("No Fly List"). Eine Anklage oder gar Verurteilung ist für einen Eintrag nicht erforderlich.

Gefunden hat die Datenbank der Ukrainer Wolodymyr Djatschenko am 19. Juli. Die Daten lagen auf einem Elasticsearch-Cluster mit bahrainischer IP-Adresse, ohne Passwortschutz und für jedermann frei zugänglich. Das berichtet der IT-Sicherheitsforscher auf LinkedIn. Wie lange die heiklen Daten schon abrufbar waren, ist nicht bekannt. Nach Djatschenkos Erkenntnissen hatten zumindest die Suchdienste Censys und ZoomEye die Daten bereits abgegrast. Wie US-Behörden ihre Antiterror-Listen befüllen, hat ein Regelbuch enthüllt, das The Intercept 2013 veröffentlicht hat.

Noch am 19. Juli hat Djatschenko das US-Bundesministerium für Heimatsicherheit (DHS) informiert. Danach dauerte es drei Wochen, bis die Daten nicht mehr frei zugänglich waren. Wer die Daten dort abgelegt hat, und warum, ist nicht öffentlich bekannt. Das FBI, das unter anderem für Spionageabwehr zuständig ist, sagt nichts zu dem Vorfall, das DHS auch nicht. Jedenfalls stellen sie Djatschenkos Bericht nicht in Abrede.

Gefahr für Unschuldige

Der ehrliche Finder hat sich nun an die Öffentlichkeit getraut. Er berichtet, dass die TSC-Liste Datenfelder für den vollen Namen, Staatsbürgerschaft, Geschlecht, Geburtsdatum, Reisepassnummer, ausgebenden Staat des Reisepasses und natürlich einen No-Fly-Indikator hat. Hinzu kommen Datenfelder mit mehr oder weniger kryptischen Bezeichnungen wie tag, nomination type oder selectee indicator.


Die ungeplante Veröffentlichung der Liste ist nicht nur ein herber Rückschlag für die US-Terrorabwehr, sondern auch eine Gefahr für all jene, die zu Unrecht auf der Liste stehen: Sie laufen Gefahr, von Dritten unter Druck gesetzt und verfolgt zu werden.


Das TSC ist eine 2003 gegründete interministerielle Einrichtung, die vom Inlandsgeheimdienst FBI verwaltet wird. Die gesammelten Daten werden nicht nur dem US-Innenministerium, dem US-Verteidigungsministerium, der weithin verhassten Transportation Security Agency und dem US-Zoll zur Verfügung gestellt, sondern auch "ausgewählten internationalen Partnern". Eine abschließende Liste der Zugriffsberechtigten ist nicht bekannt.


Eintrag als Druckmittel

Genauso wenig gibt es wirksamen Rechtsschutz gegen einen fälschlichen Eintrag. US-Behörden verweigern grundsätzlich Auskunft darüber, ob jemand auf der Liste steht oder warum. Im April hat der in Chicago geborene Muslim Ahmad Chebli berichtet, auf der No Fly List gelandet zu sein, nachdem er einen Anwerbeversuch des FBI als heimlicher Informant wiederholt abgelehnt hatte.

Zwei Jahre lang hat der US-Bürger vergeblich versucht, seinen Namen von der Liste tilgen zu lassen. Im April hat schließlich die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation in seinem Namen geklagt und ist an die Öffentlichkeit gegangen. Im Mai wurde Cheblis Name schließlich doch von der No Fly List genommen.
(ds)



Quelle: https://heise.de/-6168057
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