purzelbaum
unsere besten emails

Satclub-Thueringen

RSS feed for this site
Registrierung Suche Zur Startseite

Satclub-Thueringen » Suche » Suchergebnis » Hallo Gast [[Anmelden]|Registrieren]
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 5.478 Treffern Seiten (274): [1] 2 3 nächste » ... letzte »
Autor Beitrag
Thema: Analyse: Multiples Alarmversagen in der Flutkatastrophe
Muad'Dib

Antworten: 11
Hits: 143
Heute, 03:16 Forum: Off - Topic


Tja, Du siehst, in Deutschland ist mal wieder "Niemand" Schuld gewesen.
Diskutieren will man das eventuell irgendwann in der Zukunft.
Thema: Analyse: Multiples Alarmversagen in der Flutkatastrophe
Muad'Dib

Antworten: 11
Hits: 143
Gestern, 14:51 Forum: Off - Topic


Gerade labert sich Herr Seehofer von jeder Verantwortung frei.

Auf einmal "macht es keinen Sinn wenn 2 Uhr nachts Sirenen angehen"...

Soso. So eine dämliche Ausrede eines verantwortlichen Ministers!

In Benelux ging es doch auch - und es gab dort keine Toten.
In D. mehr als 170. Sollte mal seinen letzten Grips einschalten der Halbtote.

WOZU gibt es denn ein Bundesaamt für Katastrophenschutz??

Jetzt noch im Nebensatz: ... "ich bin ja nur noch 8 Wochen im Amt". Sagt doch alles.


Hoffentlich komnmt Herr Seehofer dann in 8 Wochen vor ein deutsches Gericht!
Thema: Analyse: Multiples Alarmversagen in der Flutkatastrophe
Muad'Dib

Antworten: 11
Hits: 143
Gestern, 10:35 Forum: Off - Topic


Zitat:
Original von vma
Ich halte so ein System für selbstverständlich. Im 21. Jahrhundert hat man doch immer sein Handy bei sich und auf diese Weise kann man in der Nachricht genau lesen um was es geht, was los ist.


Wer ist bitte "man"?

Hast Du nicht mitbekommen wie viele ältere und (geh) behinderte Menschen in Einliegerwohnungen meist im Keller der Häuser ertrunken sind weil sie nicht gewarnt wurden und keine Chance hatten???


Und das Argument "Sirenen sind zu teuer" ist fehl am Platz. Sag das mal den Hinterbliebenen der Opfer...
Thema: Analyse: Multiples Alarmversagen in der Flutkatastrophe
Muad'Dib

Antworten: 11
Hits: 143
22.07.2021 17:09 Forum: Off - Topic


Was nützt eine app wenn man kein handy hat, oder das kaputt ist, oder kein strom, akku leer bzw. kein mobilnetz?

Das ist der Punkt.

1991 wurde das Sirenennetz in Deutschland vom Bund an eine Privatfirma verkauft. Die hat nach und nach die Sirenen abgebaut - wohl dort wo man dafür nichts zahlen wollte.
Die Schuld liegt beim Bund, also Bundesregierung.
Thema: Analyse: Multiples Alarmversagen in der Flutkatastrophe
Muad'Dib

Antworten: 11
Hits: 143
Analyse: Multiples Alarmversagen in der Flutkatastrophe 22.07.2021 11:51 Forum: Off - Topic


Wetterdienste warnten – und das kam nicht, zu spät und unverständlich bei vom Hochwasser bedrohten Menschen an. Die Gründe liegen in Technik und Politik.



Das Wasser ist an den meisten Stellen abgeflossen, die Sommersonne bäckt den Schlamm zu Mörtel zusammen – aber die Katastrophe ist noch lange nicht vorbei. Und auch wenn konkrete Hilfe vor Ort noch oberste Priorität hat, ist es genauso wichtig, schon jetzt die Frage nach der miserablen Alarmierung der betroffenen Gebiete zu stellen. Weil es schon am kommenden Wochenende wieder passieren kann. Diesmal sind die Wettervorhersagen für den Südwesten Bayerns Anlass zur Sorge.

Dass nach aktuellem Stand mindestens 160 Tote durch die Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern zu beklagen sind, liegt ganz wesentlich an einer schlicht nicht funktionierenden Alarmkette. Die existiert zwar, arbeitete aber zu langsam und wurde stellenweise mehrfach unterbrochen. Öffentliche wie private Wetterdienste hatten schon am Wochenende vor der Flutwoche vor einer bedrohlichen Wetterlage mit bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter binnen weniger Stunden gewarnt. Ein ständig mit feuchter Luft gefüttertes Tief hatte sich über dem Westen Deutschlands festgesetzt und es war nicht klar, wann es wieder abziehen würde. In der Folge gab die Europäische Flutwarnbehörde EFAS bis zum 14. Juli über 25 Warnungen heraus.

Genau an dieser Stelle, Tage vor dem Hochwasser, hätte ein behördlicher, medialer und technischer Mechanismus nach erprobten Notfallplänen anspringen müssen.



Bei extremem Starkregen ist es dann zwar für die meisten baulichen Maßnahmen zur Eindämmung der Fluten zu spät – aber es können Leben und etwas Hab und Gut gerettet werden, solange die bisher genutzten Warnwege noch funktionieren. Zeit ist der entscheidende Faktor: Bei 10 Minuten Vorwarnzeit ist es möglich, sich und die wichtigsten Dinge in obere Stockwerke oder höhere Lagen des Geländes zu bringen. Bei 30 Minuten kann man gegebenenfalls die Gefahrenzone per Fahrzeug verlassen. Und erst bei 2 bis 3 Stunden können alle Menschen von den Mitbürgern von Tür zu Tür erreicht, informiert und in Sicherheit gebracht werden.

Apps alleine reichen nicht

Es ist noch nicht klar, an wie vielen Stellen Warnungen ignoriert, nur abgeschwächt weitergegeben oder nicht die richtigen Konsequenzen gezogen wurden. Tatsache ist aber, dass an den Tagen der Überschwemmungen, als es bereits heftig regnete, die Menschen in den Risikogebieten nicht sofort und flächendeckend informiert wurden – und zwar so, dass sie die Gefahr auch begreifen. "200 Liter Regen pro Quadratmeter" – damit können Meteorologen und Katastrophenschützer etwas anfangen. Sie müssen dann aber zum Beispiel den Menschen im Ahrtal sagen: Das kann zu einer Sturzflut quer durch die Orte führen, ihr müsst da weg!

Und dann muss diese übersetzte Botschaft auch ankommen. Dafür gibt es zu wenige Kommunikationswege, die zudem nicht zuverlässig funktionierten. Es geht darum, so viele Menschen wie möglich auf jede erdenkliche Weise zu erreichen. Am besten funktionierten hier noch die Warn-Apps wie NINA oder Katwarn. Radio und Fernsehen, privat wie öffentlich, reagierten großteils viel zu spät. Wer kommt denn schon auf die Idee bei einer bedrohlichen Wetterlage den ganzen Tag den Deutschlandfunk zu hören? Wenn Radio überhaupt noch genutzt wird und nicht ein Streaming-Dienst?

Der Deutschlandfunk war einer der schnellsten.
Die Pop-Wellen der Anstalten werden aber am meisten gehört, das WDR-Hauptprogramm des Fernsehens hat zumindest nach einer amtlichen Warnung ein Laufband einzublenden und sobald wie möglich das Programm zu unterbrechen.


Und natürlich muss es einen zuverlässigen Mechanismus geben, um die verbleibenden Sirenen anzuwerfen. Was dann zu tun ist, müssen die Bürgerinnen und Bürger aber auch vorher wissen. Katastrophenübungen müssen ab jetzt jedes Jahr durchgeführt werden.



Der Warntag 2020 hat gezeigt, dass das alles nicht klappt, passiert ist seitdem wenig. Nicht einmal alle der paar Sirenen, die von den einstmals 100.000 Geräten aus dem Kalten Krieg noch übrig sind, heulten auf. Warn-Apps wie NINA und Katwarn warnten nicht, oder gaben Entwarnung erst 24 Stunden später – bei einem geplanten Test der gesamten Infrastruktur. Wenn die dabei schon so versagt, wird sie im Ernstfall erst recht nicht funktionieren. Viel zu sehr verlässt man sich in Deutschland auf das ohnehin löchrige Mobilfunknetz, von dem die Warn-Apps abhängig sind.


Es wird keine Zentralbehörde geben

Diese Apps sind für eine Alarmierung wichtig, ebenso wie das eigentlich per EU-Richtlinie verpflichtend einzuführende Cell Broadcast. Das ist ein ziemlich geniales System, das jedes Gerät in der Nähe eines Mobilfunksenders erreichen kann. Was es kann, und warum es gerade für Warnungen ideal ist, hat der Programmierer und Fernmeldetechniker Harald Welte ausführlich beschrieben. Cell Broadcast muss Deutschland Mitte 2022 aktiviert haben – der Chef des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, erklärte am 20. Juli 2020 per Twitter, man arbeite an einer Machbarkeitsstudie. Offenbar ist in den letzten drei Jahren sonst nicht viel passiert, während unter anderem die Niederlande und Italien Cell Broadcast schon aktiviert haben.


Schusters Behörde ist im Übrigen vor allem beratend für den Katastrophenschutz zuständig – echte Befugnisse hat sie trotz des Namens nicht, sie ist für den Kriegsfall konzipiert worden. Die Hintergründe hat der Sprecher der AG KRITIS, Manuel Atug, im Heise-Interview erklärt. Zuständig sind einzelne Behörden der Bundesländer und eine Vielzahl privater und kommunaler Organisationen. Den sprichwörtlichen roten Knopf, der sie alle in Aktion setzt, gibt es auf Bundesebene nicht.


Das ist weiterhin politisch so gewollt, wie Horst Seehofer bei einem Besuch im Krisengebiet sichtlich genervt in die Kameras sagte – der Föderalismus muss unangetastet bleiben.


Am 21. Juli 2021 sagte er dann in der Bundespressekonferenz: "Stellen Sie sich vor, wir sollen aus Berlin heraus eine Entscheidung für Ahrweiler treffen". Das ist eine der typischen Nebelkerzen, mit der deutsche Spitzenpolitiker immer häufiger um sich werfen. Natürlich weiß die Kommune vor Ort am ehesten, wo Hochwassergefahr besteht. Sie muss dann aber auch die Kompetenz haben, Alarm auszulösen. Und dafür die Rückendeckung von Fachleuten haben, die auch direkt greifbar sind.

Genau das, die klare Regelung von Verantwortung, fehlt in dem im März 2021 vom Innenministerium vorgelegten Papier zur "Stärkung des Bevölkerungsschutzes" vollständig. Auf einer ganzen Seite wird dort das Thema Warnung behandelt: Apps, digital ansteuerbare Sirenen, Cell Broadcast (natürlich nur zur Prüfung) und vage "Rundfunk und Telemedienbetreiber" werden genannt.

...


Daneben ist es sinnvoll, die von Mobilfunk, TV und Radio unabhängigen Kommunikationswege zu stärken. Dafür gibt es fast vergessene Mittel wie CB- und Amateurfunk. Ja, CB-Geräte die als Festinstallation mit einer meterlangen Antenne ein paar Dutzend Kilometer überbrücken, sind immer noch erhältlich, es braucht keine Lizenz oder Prüfung, anders als beim Amateurfunk. Aufstellen, einschalten und gucken, wen man erreicht, ist wirklich einfach. Ein CB-Gerät beherrscht in der Regel, weil fürs Fahrzeug vorgesehen, 12-Volt-Versorgung und läuft im Empfangsbetrieb schon mit einer kleinen Motorradbatterie eine Nacht. Mit eigenen Bastellösungen auch einen Tag.

...

Wenn wir aus der bisherigen Corona-Krise ganz allgemein etwas gelernt haben sollten, dann ist es, dass nur ein Ansatz an mehreren Punkten und dem Sozialverhalten hilft, solche Krisen zu bewältigen. So wie bei Maske, Abstand, Impfung und Hygiene ist es auch bei der durch den Klimawandel ständig steigenden Gefahr von Naturkatastrophen nötig, jedes geeignete Mittel einzusetzen. Jedes. Ohne Warten auf den Staat. Auf geht's!
(nie)


Quelle: https://heise.de/-6144356



PS: Horst Seehofer, warm anziehen! Sie können sich nicht einfach mit populistischem Gewäsch "das ist doch schon wieder Wahlkampf" aus der Affäre stehlen!!
Laschet nicht besser: "Parteipolitik" ist sein Lieblingswort seit Wochen...
Thema: Bundesverfassungsgericht weist Klage gegen Staatstrojaner zurück ***Überschrift irreführend***
Muad'Dib

Antworten: 1
Hits: 40
22.07.2021 09:38 Forum: Off - Topic


Guter Kommentar dazu:

https://www.heise.de/forum/heise-online/...-39304196/show/
Thema: Bundesverfassungsgericht weist Klage gegen Staatstrojaner zurück ***Überschrift irreführend***
Muad'Dib

Antworten: 1
Hits: 40
Bundesverfassungsgericht weist Klage gegen Staatstrojaner zurück ***Überschrift irreführend*** 22.07.2021 09:38 Forum: Off - Topic


Eine Beschwerde von Bürgerrechtlern, Hackern und Journalisten gegen die Klausel zur Quellen-TKÜ im Polizeigesetz Baden-Württemberg hatte wenig Erfolg.





Das Bundesverfassungsgericht hat eine Verfassungsbeschwerde abgewiesen, die sich gegen den Paragrafen 54 zur "präventiv-polizeilichen" Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) im baden-württembergischen Polizeigesetz richtete. Die Klage sei unzulässig, entschied der Erste Senat. Er begründete dies vor allem damit, dass die Beschwerdeführenden nicht hinreichend dargelegt hätten, dass sie von der Klausel und der damit verknüpften Option zum Einsatz von Staatstrojanern betroffen seien.


Die Beschwerde gegen die Gesetzesnovelle von 2017 hatte die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) zusammen mit Unterstützern vom Chaos Computer Club Stuttgart, zwei Anwälten und Journalisten, einem Onlinehändler und einer Einkaufsgesellschaft für Internetprovider Ende 2018 eingelegt. Die Kläger monierten, dass für die erlaubte Quellen-TKÜ zum Abhören verschlüsselter Kommunikation etwa über WhatsApp, Signal und Threema IT-Sicherheitslücken womöglich durch Zero-Day-Exploits ausgenutzt werden müssten.


"Grundrechtliche Schutzpflicht"

Die Ermittler hätten dabei kein Interesse daran, dass die Schwachstellen von den Herstellern geschlossen würden, hieß es in der Beschwerde. So könnten etwa auch Cyberkriminelle darauf zugreifen. Das sei unvereinbar mit dem Schutzauftrag des Staates gegenüber den Bürgern und dem vom Bundesverfassungsgericht selbst aufgestellten Grundrecht auf Vertraulichkeit und Integrität von IT-Systemen.

Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 08. Juni 2021 (Az.: 1 BvR 2771/1cool besteht eine "grundrechtliche Schutzpflicht". Betroffen seien das Fernmeldegeheimnis und das sogenannte Computer-Grundrecht. So sei prinzipiell die informationelle Selbstbestimmung von Nutzern bedroht, weil sich mit dem Zugang zu deren Daten "weitgehende Kenntnisse über persönlichkeitsrelevante Informationen gewinnen lassen". Zudem hätten Sicherheitslücken "ein über die Offenbarung persönlichkeitsrelevanter Informationen weit hinaus gehendes Schädigungspotenzial": Dritte könnten darüber in Systeme eindringen, diese manipulieren und Abläufe zum Schaden der Betroffenen stören.


Unzureichende Begründung

"Mit dem Risiko der Infiltration durch Dritte ist so auch eine besondere Erpressungsgefahr verbunden", betonen die Karlsruher Richter. Die staatliche Schutzpflicht schließe daher eine Auflage für den Gesetzgeber ein, "den Umgang der Polizeibehörden mit solchen IT-Sicherheitslücken zu regeln" etwa über ein Schwachstellen-Management, auch wenn das Instrument der Quellen-TKÜ "für sich genommen nicht von vornherein verfassungsrechtlich unzulässig" sei. Auch jede Lücke müsse nicht "sofort und unbedingt dem Hersteller" gemeldet, der "Zielkonflikt" aber grundrechtskonform aufgelöst werden.

Die Beschwerdeführenden haben laut dem Senat jedoch nicht in der erforderlichen Weise begründet, dass der festgestellte Schutzauftrag bei ihnen tatsächlich verletzt sein könnte. Sie hätten die einschlägigen gesetzlichen Regeln zum Schutz von IT-Systemen "weder in ihren Grundzügen dargestellt noch ausgeführt", aus welchen konkreten Gründen die Bestimmungen "auch in ihrer Zusammenschau erheblich hinter dem Schutzziel zurückbleiben". Zudem wären die Kläger gehalten gewesen, sich zunächst an die Verwaltungsgerichte zu wenden, um von diesen verschiedene Bestimmungen "des Polizei-, des Datenschutz-, des Cybersicherheits- und des IT-Sicherheitsrechts" auslegen zu lassen.


"Großer Erfolg für IT-Sicherheit" – trotz Schlappe

Trotz der juristischen Schlappe sieht der GFF-Vorsitzende Ulf Buermeyer in der Entscheidung einen "großen Erfolg für die IT-Sicherheit". In der Begründung hätten die Richter den Klägern und dem Prozessbevollmächtigter Tobias Singelnstein "in weiten Teilen Recht" gegeben. So müsse die Polizei künftig "bei jeder Entscheidung über ein Offenhalten einer unerkannten Sicherheitslücke" die damit verknüpften Gefahren ermitteln, den "Nutzen möglicher behördlicher Infiltrationen mittels dieser Lücke quantitativ und qualitativ" bestimmen und beides zueinander ins Verhältnis setzen. Die Schwachstelle sei an den Hersteller zu melden, wenn nicht das Interesse an deren Offenhalten überwiege.

Zahlreiche weitere Verfassungsbeschwerden gegen Staatstrojaner sind noch anhängig. Allein die GFF ist in Karlsruhe gegen sieben andere entsprechende Gesetze vorgegangen. Sie plant weitere Klagen, etwa gegen die neue Befugnis für alle Geheimdienste, wo die FDP bereits vorgeprescht ist.
(bme)


Quelle: https://heise.de/-6144044


PS: Soso, das Bunderverfassungsgericht geht also nicht gegen Verfassungsbrecher im BW Landesministerium vor.... Lächerlich.......... Es geht um Beschwerden von 2017... großes Grinsen
Thema: US-Handelsaufsichtsbehörde verabschiedet Richtlinie für Recht auf Reparatur
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 28
US-Handelsaufsichtsbehörde verabschiedet Richtlinie für Recht auf Reparatur 22.07.2021 09:26 Forum: Off - Topic


Verbraucher sollen nicht auf teure Hersteller-Reparaturdienste angewiesen sein. Die FTC will verstärkt gegen unrechtmäßige Reparaturbeschränkungen vorgehen.





Die US-amerikanische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat am Mittwoch einstimmig eine neue Richtlinie verabschiedet, um ein Recht auf Reparatur durch Verbraucher selbst zu unterstützen.

Die FTC folgt damit einer Durchführungsverordnung, in der US-Präsident Joe Biden Ende der ersten Juli-Woche die FTC aufgefordert hatte, ein Regelwerk zu erarbeiten, dass ein Recht auf Selbstreparatur verschiedener Produkte vom Mobiltelefon bis zur Landmaschine garantieren soll.

Die nun verabschiedete Richtlinie der FTC soll es den Verbraucherinnen und Verbrauchern in den USA erleichtern, ihre Geräte selbst reparieren zu können. Außerdem will die FTC künftig verstärkt gegen Unternehmen vorgehen, die verdächtig sind, rechtswidrige Reparaturbeschränkungen bei ihren Produkten vorgenommen zu haben. Bisher hatte die FTC auf die Verfolgung von Reparaturbeschränkungen keinen Fokus gelegt, wie sie selbst einräumte.

Die US-Industrie ist sich weitgehend einig, kein solches Recht auf Selbstreparatur haben zu wollen und kämpft seit mehreren Jahren gegen rechtliche Verpflichtungen. Denn die Hersteller haben kein Interesse daran, dass Verbraucher selbst Ersatzteile beschaffen und Reparaturen vornehmen können, weil den Unternehmen sonst das lukrative Geschäft mit Ersatzteilen und Reparaturen entgeht. Davon sind nicht nur Verbraucher selbst betroffen, sondern auch Ersatzteilhändler und freie Reparaturwerkstätten.

Industrie gegen Selbstreparaturrecht

So stemmt sich beispielsweise Apple seit Jahren gegen eine rechtliche Regelung mit dem Hinweis auf die Gefahren, die eine unsachgemäße Reparatur bergen könnten. Reparaturdienste erhalten auch keine Ersatzteile von Apple und müssen sich selbst ihre Teile beschaffen. Apple war beispielsweise gegen einen Reparaturdienst in Norwegen vorgegangen, weil er das Markenrecht bei der Beschaffung von Ersatzteilen verletzt haben soll. Offenbar befürchtet Apple, sein Quasi-Monopol auf Reparaturen eigener Produkte zu verlieren und Umsatzeinbußen hinnehmen zu müssen. Bisher lässt Apple Reparaturen nur in seinen eigenen Stores und von autorisierten Dienstleistern zu. Die Preise liegen dabei teils erheblich über dem, was freie Werkstätten verlangen.

Ähnlich sieht es in den USA bei Landmaschinenherstellern wie John Deere aus. Der Hersteller hatte versprochen, Ersatzteile und Werkzeuge für die Reparatur von Landmaschinen frei verfügbar zu machen, hielt sich aber nicht daran. Landwirte müssen dann auf den teuren Service des Herstellers zurückgreifen. Die versprochene Selbstverpflichtung, mit der der Landmaschinenhersteller rechtliche Regelungen in den USA verhindern wollte, klappte offenbar nicht.

Maßnahmen der FTC

Die FTC zieht deshalb mit den neuen Richtlinien die Daumenschrauben an. Neue Gesetze gibt es vorerst jedoch nicht. Stattdessen skizziert die FTC in den Richtlinien in fünf Punkten, wie sie auf Grundlage bestehender Gesetze vorgehen will. Zunächst will die FTC unrechtmäßige Reparaturbeschränkungen von Herstellern mit hoher Priorität untersuchen. Zusätzlich soll die Öffentlichkeit aufgefordert werden, Verstöße gegen "relevante Gesetze" zu melden. Auch private Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Reparaturbeschränkungen will die FTC beobachten, um gegebenenfalls eine Untersuchung des betroffenen Unternehmens einzuleiten.

Zudem werde die FTC prüfen, ob bei Reparaturbeschränkungen möglicherweise Verstöße gegen das Kartellgesetzt vorliegen, sich Unternehmen also ein Reparaturmonopol aufgebaut haben oder aufbauen wollen. Die Behörde will ebenfalls überprüfen, welche Arten von Reparaturbeschränkungen unfair sind und etwaige Ansprüche der Käuferinnen und Käufer analysieren, um so zu ermitteln, welche Praktiken gegen bestehende Gesetze verstoßen.

Um dies umsetzen zu können, will die FTC zukünftig auf ein breiteres Spektrum an Fachwissen zurückgreifen und einen "interdisziplinären Ansatz" verfolgen. Auf Bundes- und Landesebene sollen lokale Beamte rechtswidrige Reparaturbeschränkungen überprüfen.

Eine Reaktion größerer Konzerne auf die Richtlinien der FTC und den angekündigten Vorgehensweisen steht zunächst noch aus.
(olb)


Quelle: https://heise.de/-6144765
Thema: Nach Hochwasser-Katastrophe: Rheinland-Pfalz stellt Starlink-Antennen auf
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 30
Nach Hochwasser-Katastrophe: Rheinland-Pfalz stellt Starlink-Antennen auf 22.07.2021 09:18 Forum: Off - Topic


In vielen von den Wassermassen zerstörten Ortschaften gibt es immer noch keine Möglichkeit, online zu gehen. Dem soll nun Abhilfe geschafft werden.







Weil auch Tage nach den verheerenden Überflutungen in Rheinland-Pfalz noch immer Gebiete ohne Anschluss an das Internet auskommen müssen, hat das Land 12 Starlink-Satellitenschüsseln aufgestellt. Menschen vor Ort können sich in das darüber verfügbare WLAN einwählen und einen Zugang zum Internet herstellen, teilte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes mit.

Der Zugang ist kostenlos. Insgesamt soll die Zahl der Zugangspunkte auf 35 gesteigert werden, heißt es noch. Die ersten 12 Starlink-Schüsseln stehen demnach in 11 Ortsgemeinden im stark betroffenen Ahrtal in der Verbandsgemeinde Altenahr und Ortsteilen der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.


Von der Außenwelt abgeschnitten

Mit der Aufstellung der Zugänge zum Satelliten-Internet von Elon Musks Firma SpaceX reagiert Rheinland-Pfalz auf die folgenreichen Überschwemmungen in der vergangenen Woche. Dabei wurden ganze Ortschaften teilweise völlig zerstört, allein im Landkreis Ahrweiler wurden bislang 122 Todesopfer gezählt. Unterbrochen wurde vielerorts außerdem nicht nur die Strom- und Trinkwasserversorgung, sondern auch Verbindungen ins Internet. Menschen vor Ort konnten deswegen lange keinen Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen und um Hilfe bitten oder Aufräumarbeiten koordinieren.

Die großen Mobilfunk-Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica kommen beim Wiederaufbau ihres Netzes in den Hochwasser-Katastrophengebieten aber voran. Zur Verbesserung der Situation hat auf Vermittlung des Digitalisierungsministers von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD), ein "sehr konstruktiver Austausch" der Konzerne stattgefunden. 70 Prozent der mehr als 500 ausgefallenen Mobilfunkstationen konnten demnach inzwischen wieder in Betrieb genommen werden. Das heißt aber auch, dass gut 150 weiterhin nicht funktionieren. Bei der Wiederinbetriebnahme dieser besonders schwierigen Standorte wollen die Konzerne demnach kooperieren.

Für Starlink von SpaceX dürfte der Einsatz in den Flutgebieten nun der erste größere Einsatz nach einer Naturkatastrophe sein – dabei kann die Technik ihre ganze Stärke ausspielen. Das Satelliten-Internet wird seit Ende 2019 aufgebaut und soll eigentlich in unterversorgten Regionen einen schnellen Internetzugang ermöglichen, wo Anschlüsse über konventionelle Technik nicht wirtschaftlich sind oder aus anderen Gründen nicht anliegen. Gegenwärtig läuft für das Angebot ein öffentlicher Betatest. Hunderttausende haben Interesse an einem Zugang. Für den Internetzugang über Starlink braucht es neben der kleinen beheizbaren Antenne einen WLAN-Router, den SpaceX bereitstellt und der die Verbindung zu den Endgeräten herstellt. Wie das nun im stark zerstörten Ahrtal funktioniert und angenommen wird, wird sich zeigen.
(mho)



Quelle: https://heise.de/-6143652
Thema: Mehrwert dank "exklusiver Daten": Autobahn GmbH stellt eigene App vor
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 45
Mehrwert dank "exklusiver Daten": Autobahn GmbH stellt eigene App vor 21.07.2021 09:04 Forum: Off - Topic


Eine App soll Autofahrer von den Vorzügen der bundeseigenen Autobahngesellschaft überzeugen. Sie ist als Ergänzung zu Navigationssystemen gedacht.



Kritik an überhöhten Gehältern, dazu die versteckte Ansage, die Finanzierung langfristig direkt von den Nutzer zu holen: Die Autobahn GmbH hatte keinen ganz leichten Start. Nun sollen die Autofahrer erstmals einen direkten Nutzen von der Umstellung spüren. Über eine neue Service-App der bundeseigenen Autobahngesellschaft sollen sie mehr und bessere Informationen über die Verkehrslage bekommen. Die Anwendung kann man ab dem 20. Juli downloaden. Dabei soll die neue App keine Konkurrenz sein zu Google Maps & Co., sondern eine Ergänzung.


Die Autobahn GmbH verspricht zahlreiche Mehrwerte, die Rede ist von "exklusiven Daten". So würden Verkehrs- und Infrastrukturinformationen sowie weitere Daten rund um die Autobahnen erstmalig gebündelt in einer Anwendung geliefert. Nutzer könnten sich über hunderte Webcams entlang der Autobahnen selbst ein Bild über die Verkehrslage machen.


Schneller Datenlieferant

Autofahrer sollen außerdem besser über Umleitungen informiert werden und darüber, wann Baustellen oder Unfallstellen wieder aufgelöst werden. Die Autobahngesellschaft komme als erste an die entsprechenden Informationen und gebe sie über die App weiter, früher als etwa Google Maps, sagte Strategiechef Albrecht Klein. In einer geplanten weiterentwickelten Version sollten sich Autofahrer außerdem Wochen vor einer Reise darüber informieren können, wo es auf einer bestimmten Strecke Baustellen gibt und wann welche geplant sind.

Eine eigenständige Zielführung soll nicht möglich sein, wie es in einem Papier der Autobahn GmbH heißt: "Die Autobahn App ist keine Navigations-App und konkurriert somit nicht mit etablierten Navigationsanbietern." Es erfolge eine Übergabe der Route, das bedeutet von Start und Ziel, an die von Nutzern verwendete Navigations-App. In der Startversion sind dies Apple Karten und Google Maps.


Informationen zu Ladestationen und Parkplätzen

Wie bei anderen Apps zeigt die der Autobahn GmbH Staus entlang der Route an. Sie soll außerdem darstellen, wo und welche Art von Ladesäulen es für Elektroautos gibt und wo es Park- und Rastplätze gibt. Lkw-Fahrern sollen Parkplatzdaten angezeigt werden, neben Standorten auch Informationen darüber, ob es eine Dusche, einen Shop oder WLAN gibt.


Verwaltung von Autobahnen wird neu geregelt

Nutzerbezogene Standortinformationen sollen laut Papier nur dann erhoben werden, wenn sich ein Nutzer beim Routen-Check für die Kartenansicht aktiv orten lassen möchte. Die App sei kostenlos, werbefrei und stehe für die Systeme iOS und Android zur Verfügung. Sie sei eine Weiterentwicklung der Informationsapp "Meine Autobahn". Grundlage waren laut Autobahn GmbH Funktionalität der App "Verkehr.NRW".

Umstellung der Zuständigkeit

Bis zum Jahresende 2020 waren die Bundesländer für den Betrieb, den Erhalt und den Ausbau der Autobahnen zuständig, seit Anfang 2021 ist es der Bund. Ziel der Großreform: Zügiger bauen und weniger Staus. Denn gebaut werden muss weiter viel auf den Fernstraßen des Bundes, es gibt einen hohen Sanierungsbedarf bei Straßen und Brücken.

Mit der Neuaufstellung sollen Baufirmen den gleichen Ansprechpartner haben, Ausschreibungen und Regeln sollen vereinheitlicht, Projekte aus einer Hand geplant werden. Es geht um ein Autobahnnetz von 13.000 Kilometern. An der neuen Autobahngesellschaft hatte es immer wieder Kritik gegeben, etwa weil die Kosten gestiegen sind oder es Verzögerungen bei IT-Systemen gab. Eigentlich sollte außerdem die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH in die Autobahn GmbH integriert werden. Das aber wurde angesichts rechtlicher Bedenken gestoppt.

(mfz)



Quelle: https://heise.de/-6142364


PS: Mehrwert, aha, wohl für den Herrn Scheuer, der dann diese Daten zu Geld machen will oder wie?!

Warum ist diese scheiss app nicht quelloffen? Das ist doch ganz offensichtlich.

Scheuer, Du gehörst vor ein deutsches Gericht und dann in den Knast!
Thema: Spyware Pegasus: Amazon kappt NSO-Infrastruktur und löscht Accounts
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 29
Spyware Pegasus: Amazon kappt NSO-Infrastruktur und löscht Accounts 20.07.2021 19:50 Forum: Off - Topic


Für die israelische Firma NSO und ihre Spyware Pegasus haben die jüngsten Enthüllungen erste Konsequenzen. Ein großer Cloud-Anbieter hat den Stecker gezogen.



Der US-amerikanische Cloud-Dienstleister AWS (Amazon Web Services) hat nach eigenen Angaben Infrastruktur und Accounts stillgelegt, die mit der israelischen NSO Group und ihrer Spyware Pegasus in Verbindung steht. Das berichtet das US-Magazin Vice unter Berufung auf Amazon und nimmt dabei Bezug auf die jüngsten Vorwürfe gegen die israelische Firma, deren Überwachungssoftware auf Dutzenden Smartphones von Journalisten, Menschenrechtlern, deren Familienangehörigen und Geschäftsleuten gefunden worden war. "Als wir von diesen Aktivitäten erfahren haben, haben wir schnell reagiert und die relevante Infrastruktur sowie die Accounts gesperrt", teilte Amazon demnach mit.


Auch andere Cloud-Dienste genutzt

Die NSO Group steht seit Jahren in der Kritik, weil die dort entwickelte Spyware entgegen den Zusagen der Firma immer wieder auch von totalitären Regierungen zur Ausspähung der Presse und von Dissidenten genutzt wurde. Die jüngsten Vorwürfe wurden nun von einem Journalistenkonsortium erhoben, das Teile eines Datensatzes von mehr als 50.000 Telefonnummern auswerten konnte. Diese wurden angeblich von NSO-Kunden als potenzielle Ausspähziele ausgewählt. In Deutschland forderten Journalistenverbände bereits Konsequenzen, in Ungarn dementierte die Regierung dort erhobene Vorwürfe und in Frankreich kündigte die Regierung Ermittlungen an.

Aus einer von Amnesty International veröffentlichten, ausführlichen Zusammenfassung der technischen Hintergründe war unter anderem hervorgegangen, dass die von NSO genutzte Infrastruktur zum Betrieb der Spyware auch auf AWS basierte. 73 Server wurden dem US-Anbieter zugeordnet. Weitere genutzte Anbieter sind demnach unter anderem Digital Ocean, Linode und der europäische Provider OVH. Während Amazon nun reagierte, gibt es von den anderen noch keine Statements. Den technischen Berichten zur Pegasus-Spyware zufolge war NSO wohl erst kürzlich zu AWS und dem dazugehörigen Content Delivery Network Cloudfront gewechselt. NSO hatte die am Sonntag erhobenen Vorwürfe vehement zurückgewiesen.
(mho)


Quelle: https://heise.de/-6142529



PS: Verrückte Welt: Da wird AWS aktiv, obwohl es unsere Regierung müsste weil sie dafür bezahlt werden!!!
Thema: NSO Pegasus: Wie der Spyware-Sumpf ausgetrocknet werden kann
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 5
NSO Pegasus: Wie der Spyware-Sumpf ausgetrocknet werden kann 20.07.2021 19:47 Forum: Sicherheit, Datenschutz, Virenabwehr & Updates


Die NSO Group und andere Hersteller von Überwachungssoftware sind nicht das Problem. Das Problem sitzt in den Ministerien. Ein Kommentar von Wolfgang Stieler.



Eigentlich ist alles ganz einfach. Jeder Mensch besitzt unveräußerliche Grundrechte, wozu auch die Meinungs-, Glaubens-, Versammlungs- und Pressefreiheit zählen. Das wissen wir. Genauso wie wir wissen, dass es eine Menge Regierungen gibt, die sich einen Dreck scheren um solche Rechte. Regierungen, die Oppositionelle überwachen, einschüchtern, drangsalieren – und auch foltern und umbringen.


Was ist ein Oppositioneller?

Ein bisschen komplizierter wird es schon bei der Frage, was ein Oppositioneller ist - und was ein Verbrecher. Ein Sprichwort sagt, der Freiheitskämpfer des Einen sei der Terrorist des Anderen. Yassir Arafat begann als Terrorist – und wurde später mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Was also tun wir, wenn wir lesen, dass die Spyware Pegasus der israelischen NSO Group dazu verwendet wurde, um Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Oppositionelle auszuspionieren? Und zwar im großen Maßstab? Wir regen uns auf. Aber nur ein bisschen, weil wir ja a) wissen, dass es Regierungen gibt, für die Menschenrechte irrelevant sind und b) wir auch wissen, dass Terrorismus tatsächlich eine wachsende, reale Gefahr ist. Und außerdem: Was können wir schon gegen das Fehlverhalten eines israelischen Software-Herstellers tun?


Aber diese Reaktion ist falsch. Der eigentliche Skandal ist nicht, dass Pegasus massenhaft zur illegalen Überwachung verwendet wird. Der Skandal ist auch nicht, dass die israelische Regierung NSO offenbar dabei gewähren lässt. Der Skandal ist die äußerst mangelhafte Regulierung des Exports von Software, die sich zur Überwachung – und auch zur Unterdrückung – verwenden lässt.


Jede Menge Akten

Diese Regulierung sieht im Prinzip so aus: Ein Unternehmen beantragt, Spähsoftware an – sagen wir – den Geheimdienst eines Staates zu verkaufen. Es beantragt eine Exportgenehmigung. Dann werden eine Menge Akten hin und hergeschoben, Sachverständige prüfen die Menschenrechtslage – in der Regel auf der Basis von anderen Expertenmeinungen – und irgendwann, wenn alles in Ordnung ist, gibt es eine Genehmigung. Das war’s.

Exemplarisch dazu die Antwort auf eine Anfrage der Grünen von 2014. Auf die Frage „Anhand welcher Kriterien bewertet die Bundesregierung die menschenrechtliche Lage eines Empfängerlandes?“ antwortet das Wirtschaftsministerium: „Die Bewertung der menschenrechtlichen Lage eines Empfängerlandes ist Teil der außen- und sicherheitspolitischen Bewertung einer beantragten Ausfuhrgenehmigung. Die Prüfung erfolgt in jedem Einzelfall, bezogen auf die konkret zur Ausfuhr beantragte Ware sowie ihren Empfänger und Endverwender; dabei wird unter Einbeziehung der Gesamtumstände das kritische Potential der Endverwendung bewertet. Das gilt auch für Überwachungs- und Sicherheitstechnik. Hierbei findet die Menschenrechtslage im Bestimmungsland umfassende Berücksichtigung.“


Regulierung ist ein Witz

Mich erinnert das immer an die Formulare für die vereinfachte Einreise in die USA. Da wurden sinngemäß Fragen gestellt wie „Beabsichtigen Sie ein Attentat auf den US-Präsidenten durchzuführen?“. Hat das jemals jemand mit „Ja“ angekreuzt? Was also ist die Prüfung nach Aktenlage wert? Werden die Sicherheitsbehörden, die das Zeug verwenden wollen, ernsthaft da rein schreiben, dass sie missliebige Journalisten aufspüren und zum Schweigen bringen wollen?

Nein, die internationale Regulierung für den Export von Spähsoftware ist ein schlechter Witz. Daran hat auch eine moderate Verschärfung der Regelungen in der EU nichts geändert. Was wir brauchen ist eine Regulierung, die ihren Namen verdient. Eine, die Menschenrechtsverletzungen nachspürt, die Hersteller nicht aus der Verantwortung entlässt und vor allem eine, die eigene wirtschaftliche und politische Interessen nicht höher bewertet als universelle Rechte. Aber vielleicht ist es ja auch nur hoffnungslos naiv, so etwas zu fordern.
(wst)



Quelle: https://heise.de/-6142156
Thema: WhatsApp teilweise ohne Zustimmung zu Nutzungsbedingungen nicht mehr nutzbar
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 21
WhatsApp teilweise ohne Zustimmung zu Nutzungsbedingungen nicht mehr nutzbar 20.07.2021 19:45 Forum: Off - Topic


Nach den Verwirrungen um neue Nutzungsbedingungen ist WhatsApp für manche Menschen ohne Zustimmung nicht mehr nutzbar.



Für manche Menschen gibt es keine Möglichkeit mehr, das Dialogfeld bei WhatsApp, in dem um Zustimmung zu den neuen Nutzungsbedingungen gebeten wird, wegzuklicken. Es fehlt schlicht das kleine Kreuz oder Ähnliches. Dafür gibt es in einem ersten Fenster nur noch den Reiter "weiter", daraufhin muss man bestätigen, älter als 16 Jahre zu sein und bekommt die Option "Zustimmen". Im Dialogfeld sind zahlreiche Links zu den Nutzungsbedingungen, der Datenschutzerklärung und Erklärungen zu den Geschehnissen rund um die Einführung der AGB und einhergehende Verwirrung.


Bei den meisten Nutzenden dürfte es allerdings nach wie vor ein Kreuz fürs Schließen im Pop-up geben. Laut WhatsApp waren einige wenige Menschen inaktiv und haben dadurch ein Update verpasst, das offenbar den Dialog abwählbar macht – heißt es nun auf Nachfrage. Allerdings hatte das Unternehmen bereits vor einer Weile erklärt, dass diejenigen Nutzenden zuerst von einer Art Sperrung betroffen sein würden, die lange inaktiv sind. Es sollte zu einer schrittweisen Nicht-Nutzbarkeit des Messengers kommen: Mit wiederkehrenden Hinweisen bis zu einer dauerhaften Anzeige, dass man zustimmen muss und zunächst dem Wegfall, auf Chats zugreifen zu können, aber der Sichtbarkeit von Nachrichten in den Benachrichtigungen und der möglichen Annahme von Anrufen. Einige Wochen später sollte WhatsApp dann nicht mehr funktionieren – konkreter wurde diese Aussage nicht.


Unklarheit beseitigt, dennoch unklare Handhabung

Problematisch an der nun fehlenden Option der Nicht-Zustimmung ist, dass damit auch die Möglichkeit fehlt, WhatsApp abzudrehen. Erst, wenn man den Nutzungsbedingungen zustimmt, lassen sich die Einstellungen aufrufen, in denen man sein Konto löschen kann. WhatsApp empfiehlt dann, sich an den Support zu wenden. Man kann aber auch die zuständige Datenschutzstelle des Unternehmens kontaktieren. Bei einer Deinstallation der App soll nach 120 Tagen Inaktivität das Konto automatisch gelöscht werden, verspricht der Messenger.

Der WhatsApp-Chef Will Cathcart hatte kürzlich gesagt, man habe in der Kommunikation bei der Ankündigung der neuen Nutzungsbedingungen Fehler gemacht und sei nicht klar genug gewesen. Es folgte eine Kampagne, in der es um die Wichtigkeit von Verschlüsselung von Nachrichten ging. Cathcart kritisierte auch Pläne von Regierungen, diese aufzuweichen. WhatsApp sei bestrebt, für Verschlüsselung einzustehen, denn diese schütze Menschen – nicht andersrum.
(emw)


Quelle: https://heise.de/-6142468
Thema: Sky Sport News ab 21. Juli nur noch im Pay-TV
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 45
Sky Sport News ab 21. Juli nur noch im Pay-TV 20.07.2021 18:35 Forum: Sky - Alles was Sport betrifft hier rein


Der 24-Stunden-Sportnachrichtensender Sky Sport News verschlüsselt ab 21. Juli sein Programm und steht somit, wie angekündigt, nicht mehr im Free TV zur Verfügung. Der Kanal wird als Bestandteil des Entertainment Pakets oder bei Bestellung eines Sky Tickets und somit für alle Kunden integriert.

Deutschlands erster und bis heute einziger 24-Stunden-Sportnachrichtensender, der im kommenden Dezember sein zehnjähriges Jubiläum feiert und die vergangenen viereinhalb Jahre frei empfangbar zu sehen war, ist künftig als Bestandteil des Entertainment Pakets im Sky Abonnement sowie bei Bestellung eines Sky Tickets enthalten, wie der Pay TV Anbieter aus Unterföhring am 20. Juli mitteilte.

Alle Kunden werden den Sender somit weiterhin empfangen und profitieren darüber hinaus von den neuen Möglichkeiten der Programmgestaltung, die mit der Rückkehr ins Pay-TV einhergehen. So wird unter anderem mehr Bildmaterial aus von Sky live übertragenen Wettbewerben zu sehen sein. In den Rolling News wird es zudem weniger Werbeunterbrechungen geben.

Charly Classen, Executive Vice President Sport von Sky Deutschland: „Durch das Schaufenster im Free-TV konnten in den vergangenen Jahren alle Sportfans in Deutschland einen Blick in die Welt von Sky Sport werfen und sich persönlich von der Qualität unseres Sportangebots überzeugen. Mit noch mehr exklusiven News, Hintergründen und vor allem Live-Fenstern in aktuelle Sky Übertragungen werden wir unseren Kunden künftig einen echten Mehrwert bieten.“

Unmittelbar vor dem Start der 2. Bundesliga und der Olympischen Spiele in Tokio meldet sich Sky Sport News am Mittwoch mit „2. Bundesliga - Spezial“ um 15.00 Uhr, „Transfer Update - die Show“ ab 18.00 Uhr und um 19.00 Uhr mit der letzten Episode des Magazins „#TeamTokio“, in dem neun deutsche Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg zu den Spielen begleitet werden. Abgerundet wird der Tag um 21.00 Uhr vom innovativen Quiz „#KönigFußball - Weißt du mehr als wir?“ mit Sky Experte Torsten Mattuschka und Werder-Profi Leonardo Bittencourt. Das interaktive Format wird parallel auch auf Instagram live ausgestrahlt, wo sich die Zuschauer beteiligen können. Tags darauf zeigt Sky Sport News erstmals das neue Format „2. Bundesliga - Deine Vorschau“ zur Einstimmung auf den Auftaktspieltag.

Auch die Gästeliste, auf der am Mittwoch unter anderem fünf Sky Experten stehen, kann sich sehen lassen: Per Schalte live dabei sein werden Erik Meijer und René Adler, die sich zur bevorstehenden Saison in der Bundesliga und 2. Bundesliga bzw. der Premier League äußern. Ralf Schumacher wird über die aktuelle Situation in der Formel 1 und das hitzige Titelrennen zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton sprechen, und Stefan Kretzschmar blickt unter anderem auf das bevorstehende Olympia-Turnier der deutschen Handball-Nationalmannschaft voraus. Außerdem spricht Patrik Kühnen zehn Tage nach dem Wimbledon-Finale darüber, ob Novak Djokovic in diesem Jahr als erster Mann überhaupt den „Golden Slam“ perfekt machen kann und spätestens damit der größte Tennisspieler aller Zeiten wäre.

In den Tagen danach dürfen sich die Zuschauer auch auf Live-Fußball freuen, wenn Sky Sport News die Testspiele von Eintracht Frankfurt gegen Racing Straßburg am 24. Juli (ab 16.55 Uhr) und AS St. Etienne am 31. Juli (ab 15.25 Uhr) überträgt.

Einen zusätzlichen Mehrwert werden Abonnenten des Fußball-Bundesliga Pakets und des Sport Pakets dadurch erfahren, dass Sky Sport News ihnen künftig als Wegweiser durch das vielfältige Sky Sportprogramm dienen wird. Insbesondere an den regelmäßig prall gefüllten Live-Sportwochenenden mit Premium-Sportrechten wir der Bundesliga und 2. Bundesliga, DFB-Pokal, Premier League, Formel 1, Formel 2 und Formel 3, Liqui Moly Handball-Bundesliga, ATP Tour, Wanda Diamond League oder Golf von der US PGA Tour und European Tour wird Sky Sport News unter anderem in Form von Live-Fenstern in laufende Übertragungen einen Überblick über aktuelle und anstehende Live-Ereignissen bieten.

Das Rolling-News-Prinzip sowie die Einordnung und Analyse von aktuellen Sportereignissen in eigenen Formaten und Shows bleiben die großen Säulen des 24-Stunden-Sportnachrichtensenders. Über die auf Sky live übertragenen Wettbewerbe hinaus wird Sky Sport News auch in Zukunft von den wichtigsten Ereignissen berichten, die die Sportfans in Deutschland interessieren und bewegen. Neben tagesaktuellen News rund um die Olympischen Spiele werden am Mittwoch die NBA-Finals ein Thema sein, in denen in der vorausgehenden Nacht die Entscheidung fallen könnte.


„Mehr als Sportnachrichten“: Talks, Specials und weitere Eigenformate


In den knapp zehn Jahren seines Bestehens hat sich der Sender kontinuierlich weiterentwickelt und hat neben exklusiven News auch eine Vielzahl an regelmäßigen Talks, Spezialsendungen und weiteren Shows im Programm. Darüber hinaus hat Sky Sport News den „Deadline Day“ als festen Termin im Kalender der Fußballfans etabliert und widmet sich in Thementagen, wie etwa am Deutschen Diversity-Tag, auch gesellschaftlichen Themen mit Sportbezug.

Sky Sport News bietet Sportfans zahlreiche regelmäßige Formate rund um die Bundesliga-Wochenenden wie das Vorschau-Magazin „Bundesliga Weekly“, „Collinas Erben - das Schiedsrichter-Magazin“ oder die Taktik-Challenge „Matchplan“, in der immer zwei Trainer bei Moderator Jan Henkel ihren Matchplan für eine Partie des anstehenden Spieltags präsentieren. In „Letzte Frage, bitte!“ und In „Gesagt. Gemeint!“ zeigt Sky Sport News alles Wissenswerte aus den Pressekonferenzen der Vereine vor dem Bundesliga-Spieltag - sowohl als Live-Übertragungen als auch in der Analyse der wichtigsten Aussagen.

Von Montag bis Mittwoch informiert „Bundesliga - Dein Update“ die Fans künftig immer um 19.30 Uhr kompakt über das aktuelle Geschehen. Am Donnerstag steht in „2. Bundesliga - Deine Vorschau“ der bevorstehende Spieltag in Liga zwei im Fokus.

Zur Vielzahl an regelmäßigen Talks, Specials und weiteren Eigenformaten im Programm von Sky Sport News zählen außerdem „Meine Geschichte - das Leben von...“, in der Persönlichkeiten aus der Welt des Sports in ihrem privaten Umfeld vorgestellt werden, sowie das wöchentliche „Transfer Update“, das alles Wissenswerte rund um die Personalplanung der Vereine liefert. In den Wochen vor dem „Deadline Day“ wird das Format von Montag bis Freitag täglich ausgestrahlt.

Weitere Formate sind das innovative und interaktive Quiz „#KönigFußball - Weißt du mehr als wir?“, „Premier League Kompakt“ mit den Highlights des Spieltags in England und das Motorsport-Magazin „Warm Up“, mit dem Sky Sport News in jedes Grand-Prix-Wochenende der Formel 1 startet, gefolgt von zahlreichen Sendungen, in denen sich Sky Sport News den Highlights des Qualifyings und des Rennens sowie am Montag danach der Analyse des Motorsport-Wochenendes widmet.



Quelle: https://www.infosat.de/digital-tv/sky-sp...-noch-im-pay-tv
Thema: Weltraumteleskop Hubble mit Backup-Hardware wieder in Betrieb
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 28
Weltraumteleskop Hubble mit Backup-Hardware wieder in Betrieb 19.07.2021 21:12 Forum: Off - Topic


Vier Wochen lang ruhten die Instrumente des Teleskops im Sicherheitsmodus, nun hat die Nasa den Fehler gefunden. Hubble ist wieder einsatzbereit.






Das Weltraumteleskop Hubble kann nach einer mehrwöchigen Auszeit wegen eines Defekts nun seine Arbeit wieder aufnehmen. Der Nasa ist es gelungen, alle wissenschaftlichen Instrumente an Bord wieder in Betrieb zu nehmen. Möglich wurde das durch Aktivieren von Backup-Hardware. Damit kann das Teleskop seine Beobachtung des Weltraums wiederaufnehmen.


Suche nach der Fehlerquelle

Am 13. Juni hatte der Nutzlastcomputer des Teleskops seine Tätigkeit eingestellt, seitdem suchte die Nasa nach der Ursache und nach einem Ausweg. Der Hauptcomputer hatte vom Nutzlast-Computer – zuständig für die Koordinierung der wissenschaftlichen Instrumente – kein Lebenszeichen mehr erhalten und daraufhin die Instrumente in den Sicherheitsmodus versetzt. Ein Computer-Neustart konnte das Problem nicht beheben.

Nach mehreren Versuchen, das Problem zu identifizieren und Systeme neu zu starten, kam zunächst ein fehlerhaftes Speichermodul in den Blick. Schließlich stellte sich jedoch heraus, dass die Ursache für das Abschalten des Nutzlast-Computers in der Stromversorgungseinheit lag (Power Control Unit, PCU). Weil sich vom Kontrollzentrum auf der Erde aus die PCU nicht zurücksetzen ließ, schalteten die Nasa-Zuständigen schließlich auf Backup-Hardware um, beschreibt die Organisation. Einen solchen Wechsel hatte es schon einmal 2008 gegeben.


Verpasste Beobachtungen nachholen

Zunächst müssen noch die Instrumente kalibriert werden, dann kann Hubble wieder wissenschaftliche Aufgaben erledigen. Damit will die Nasa bereits am Samstagnachmittag beginnen. Die meisten verpassten Beobachtungen des Weltalls aus der Zeit des Ausfalls will die Nasa nun nachholen.

Bei der Weltraumbehörde klingt immer noch die Begeisterung durch über das seit 31 Jahren aktive Teleskop und sein offenbar noch nicht abzusehendes Dienstzeitende: Zusammen mit der erfreulichen Nachricht, dass Hubble seine Tätigkeit fortführen kann, veröffentlichte die Nasa auf ihrem Instagram-Kanal ein Bild, das Hubble bereits zuvor von einem Kugelsternhaufen aufgenommen hat, 35.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
(tiw)



Quelle: https://heise.de/-6141158
Thema: Schürfen mit geklautem Strom: Polizei in Malaysia planiert tausend Mining-Rigs
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 40
Schürfen mit geklautem Strom: Polizei in Malaysia planiert tausend Mining-Rigs 19.07.2021 21:10 Forum: Off - Topic


Die Polizei in Malaysia hebt mehrere Krypto-Mining-Farmen aus. Sie haben illegal das Stromnetz angezapft. Mit einer Walze zerstört die Polizei über 1000 Geräte.





Die Polizei in Malaysia ist in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Energiekonzern gegen Bitcoin-Mining mit illegal bezogenem elektrischem Strom vorgegangen. Insgesamt sind 1069 Mining-Computer (Rigs) bei mehreren Einsätzen zwischen Februar und April dieses Jahres beschlagnahmt und nun mit einer Walze zerstört worden. Das berichten örtliche Nachrichten-Websites.


Stromausfälle und Brände durch Stromdiebstahl

Bei mehreren Razzien Anfang des Jahres habe die Polizei insgesamt 1069 Computer sichergestellt sowie 8 Personen festgenommen, schreibt die lokale News-Website The Star Online. Die Beschuldigten hätte illegal die Stromversorgung angezapt und mit der Elektrizität Kryptowährungen geschürft. Die beschlagnahmten Computersysteme hätten einen Wert von umgerechnet etwas mehr als einer Million Euro. Gegen 6 Personen sei Anklage wegen Stromdiebstahls erhoben worden, sie seien bereits zu einer Geldstrafe sowie 8 Monaten Haft verurteilt worden. Am Freitag habe die Polizei des Bezirks Miri schließlich die zu den Fällen gehörenden Computer in ihrem Hauptquartier zerstört – kurzerhand mit einer Walze.

Das betroffene Energieunternehmen Sarawak Energy Berhad (SEB) sei laut Polizeichef durch den Stromdiebstahl allein für das Bitcoin-Mining in diesen drei Monaten in einem Umfang von knapp 1,7 Millionen Euro geschädigt worden. Der Elektrizitätsdiebstahl habe zu häufigen Stromausfällen geführt, zudem seien in diesem Jahr drei Häuser wegen selbst gelegter illegaler Stromanschlüsse niedergebrannt.


Polizei warnt Miner vor illegalen Stromleitungen

Insgesamt habe es sechs Einsätze der Polizei in Kooperation mit SEB gegeben, alle in der Umgebung der Stadt Miri, schreibt die lokale Nachrichten-Website Dayak Dialy, die auch ein Video von der Walze liefert. Der Polizeichef appellierte an Miner, nicht selbst das Stromnetz anzuzapfen und damit Leben und Gebäude zu gefährden. Außerdem werde die Polizei zusammen mit SEB verstärkt die Mining-Aktivitäten im Bezirk Miri überwachen und dagegen vorgehen.




Der immense Stromverbrauch (und damit auch CO2-Ausstoß) für das Mining von Kryptowährungen steht seit einiger Zeit in der Kritik. China geht mittlerweile gegen Mining vor, um den Strombedarf zu kappen, was wiederum den Handelskurs der Kryptowährungen sinken ließ. Besonders günstige Strompreise haben aber bereits chinesische Miner in größerer Zahl in den Iran gelockt – was dort bereits zu Stromausfällen geführt hat.


Polizei des Bezirks Miri beschlagnahmte Bitcoin-Maschinen im Wert von 5,3 Millionen RM
(tiw)



Quelle: https://heise.de/-6141232



PS: Ja, in Asien wird noch durchgegriffen......
Da werden wohl zweifellos keine Grafikkarten dringewesen sein.
Thema: Trusted Platform Module 2.0 in Windows 11
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 4
Trusted Platform Module 2.0 in Windows 11 19.07.2021 21:06 Forum: Software & OS (inkl. Updates/Fixes/Patches)


Für Windows 11 verlangt Microsoft ein Sicherheitsmodul vom Typ TPM 2.0. Die Module gibt es in drei Varianten und sie sind nicht bei jedem Computer aktiviert.







Für Computer mit Windows-11-Logo werden Hardware-Sicherheitsmodule des Typs TPM 2.0 obligatorisch. Solche Module werden zwar seit Jahren verbaut, aber es gibt sie in verschiedenen Varianten, nicht bei jedem Computer ist das Modul auch aktiviert und manchmal handelt es sich auch um TPM 1.2. Wir geben Antwort auf die häufigsten Fragen rund um Trusted Platform Modules.

Was ist ein TPM?

Ein Trusted Platform Module (TPM) bietet ähnliche Funktionen wie eine SmartCard, ist aber in einen Computer eingebaut, also mit der Plattform verbunden. Das TPM dient als separater Vertrauensanker (Root of Trust) unabhängig von Hauptprozessor (CPU), Arbeitsspeicher (RAM), Massenspeicher und Betriebssystem. Dazu speichert es einen Geheimwert, der das TPM nie verlässt, aber als Wurzel einer kryptografischen Zertifikatskette dient. Das TPM kann andere digitale Zertifikate signieren und prüfen sowie sichere Schlüssel erzeugen. Schließlich stellt ein TPM noch geschützten Speicherplatz bereit, sogenannte Platform Configuration Registers (PCRs). Darin kann der Computer Hashes speichern, etwa um Manipulationen an der Firmware zu erkennen.



Was ist der Unterschied zwischen TPM 2.0 und fTPM 2.0?


Windows 11 kann sowohl ein TPM 2.0 nutzen als auch ein fTPM 2.0. Ein TPM 2.0 ist ein separater (diskreter) Chip, der zusätzlich aufs Mainboard gelötet ist oder auf einem Steckmodul sitzt. Zertifizierte TPM-2.0-Chips liefern die Firmen Infineon (IFX), STMicroelectronics (STM) und Nuvoton. Das "f" in fTPM steht hingegen für "Firmware" (Firmware-TPM); ein fTPM ist kein separater Chip, sondern ein integrierter Funktionsblock in einem Prozessor, System-on-Chip (SoC) oder Mainboard-Chipsatz. Weil die fTPM-Firmware dabei auf einem zwar eingebetteten, aber separaten Mikrocontroller-Kern läuft, arbeitet auch ein fTPM unabhängig von CPU, RAM und Massenspeicher.

Bisher gibt es ausschließlich fTPMs nach TPM-2.0-Spezifikation (fTPM 2.0), also mit demselben Funktionsumfang wie diskrete TPM-2.0-Chips. Letztere gibt es aber in Versionen, die schärfere Sicherheitsstandards erfüllen, beispielsweise das Common Criteria Elevated Assurance Level 4+ (CC EAL4+).


Wie erkenne ich, ob mein System ein TPM 2.0 hat?

Wenn das TPM aktiv ist, führt es Windows 10 im Geräte-Manager unter "Sicherheitsgeräte" auf und zeigt, ob es sich um ein TPM 1.2 oder TPM 2.0 handelt – aber nicht, ob es sich um ein fTPM oder einen separaten Chip handelt. Leichter zu entschlüsseln sind die Angaben unter "Gerätesicherheit", wo ein TPM als "Sicherheitschip" auftaucht. Unter "Details zum Sicherheitschip" finden sich Hinweise zum "Hersteller". Steht da "Intel", "AMD" oder "Qualcomm", handelt es sich um ein fTPM; sonst ist es ein diskreter Chip – mit einer Ausnahme: In Virtuellen Maschinen (VMs) unter Hyper-V lässt sich ein emuliertes TPM (Virtual TPM, vTPM) einschalten, das sich als Microsoft-Produkt meldet (Hersteller MSFT).


Unter Windows 10 taucht ein TPM in der Systemsteuerung unter "Gerätesicherheit" als "Sicherheitschip" auf. Dort zeigt Windows auch "Details" an, etwa den Hersteller (hier Infineon) und die "Spezifikationsversion" (2.0 für TPM 2.0). Leider stören schiefe Übersetzungen; mit "Nachweis" ist "TPM Key Attestation" gemeint.
TPM 1.2 veraltet?

Was unterscheidet TPM 2.0 von TPM 1.2?

Beim TPM 1.2 war als Secure-Hash-Algorithmus (SHA) nur das veraltete und geknackte Verfahren SHA-1 verpflichtend und AES-Verschlüsselung nicht zwingend vorgeschrieben. Ein TPM 2.0 muss SHA-256 und mindestens AES-128 beherrschen. Außerdem ist die TPM-2.0-Spezifikation präziser.


Wie schalte ich das TPM im BIOS-Setup ein?

Ist ein TPM aufgelötet oder als fTPM in der Hardware integriert, aber unter Windows nicht sichtbar, ist es möglicherweise durch eine Option im BIOS-Setup aktivierbar – allerdings nur, wenn der jeweilige Mainboard-Hersteller das vorgesehen hat. Die nötigen Optionen finden sich oft in Menüs mit Namen wie "Security", "Security Chip" oder "Platform Security".



Seit wann haben PCs, Notebook und Tablets üblicherweise ein TPM 2.0?

Die TPM-2.0-Spezifikation erschien 2012, 2013 kündigte Infineon die ersten kompatiblen Chips an. Sie kamen seither vor allem in Bürocomputern mit "vPro"-Hardware von Intel zum Einsatz, später auch in welchen mit AMD Ryzen Pro, sowie in Notebooks aus den Business-Baureihen von HP (Elite), Dell (Latitude/Precision), Lenovo (ThinkPad), Fujitsu (Lifebook) und Toshiba/Dynabook.

AMD baut seit 2014 den sogenannten Platform Security Processor (PSP, später "Secure Processor") auf Basis eines ARM Cortex-A5 in alle Prozessoren ein, beginnend ab Beema/Mullins und Carrizo. Bei Intel läuft das fTPM in der sogenannten Converged Security and Management Engine (CSME, früher ME) von Chipsätzen seit der Serie 100 (Z170, Q170, H170, B150) für Core i-6000 (Skylake) aus dem Jahr 2015. Auch in "Atom-Celerons" ab 2014 (Bay Trail, Celeron N2000) stecken fTPMs, dort in der Trusted Execution Engine (TXE). Nicht immer sind diese fTPMs tatsächlich nutzbar, sondern nur, wenn die nötige Firmware auch an Bord ist und das BIOS sie einschaltet. Manche Systeme haben wiederum zwei TPMs, nämlich zusätzlich zum fTPM einen TPM-Chip.



Manche Computer mit diskretem TPM-2.0-Chip haben zusätzlich ein fTPM, in diesem Falle eines von AMD, das im Platform Security Processor (PSP) steckt.


Kann ich ein TPM in meinem PC nachrüsten?

Manche Mainboards haben Pfostenstecker (TPM Header), um eine kleine Steckplatine mit einem TPM-Chip nachzurüsten. Allerdings muss das BIOS darauf vorbereitet sein und es gibt unterschiedliche Bauformen sowie Schnittstellen wie Low-Pincount-(LPC-)Interface, Serial Peripheral Interconnect (SPI) oder I2C. Man braucht also ein zum jeweiligen Board passendes TPM-Kärtchen.


Wofür nutzt Windows überhaupt das TPM und was habe ich davon?

Der bekannteste Einsatzzweck eines TPM unter Windows ist die Festplatten- beziehungsweise SSD-Verschlüsselung BitLocker, die aber nur bei den Pro- und Enterprise-Versionen von Windows vorhanden ist. Der Schlüssel für die Verschlüsselung kann (muss aber nicht) dabei an das TPM gebunden werden (Key Sealing), um gespeicherte Daten zu schützen, wenn das Speichermedium vom System getrennt wurde. Ähnlich wie BitLocker funktioniert bei Tablets und 2-in-1-Hybriden mit "Modern Standby" die Laufwerksverschlüsselung "Automatic Device Encryption", die das PCR 7 verwendet.

Auch in die biometrische Authentifizierung mit Windows Hello for Business lässt sich ein TPM einbinden. Außerdem hat Microsoft seit 2019 in Kooperation etwa mit Dell, HP und Lenovo Notebooks vorgestellt, deren Firmware besser gegen Manipulationen (wie BIOS-Rootkits) geschützt sein soll. Diese "Secured-Core PCs" verwenden das TPM als Dynamic Root of Trust for Measurement (DRTM). Für die Schutzfunktion virtualisierungsbasierte Sicherheit (Virtualization-Based Security, VBS) lässt sich ebenfalls ein TPM nutzen sowie zum kryptografischen Nachweis des Systemzustands für den Zugriff auf Cloud-Anwendungen (Microsoft Azure Attestation).

TPM und UEFI Secure Boot

Was hat ein TPM mit dem kryptografisch gesicherten Startmodus "UEFI Secure Boot" zu tun?

Nichts: UEFI Secure Boot alias "sicherer Startzustand" funktioniert auch ohne TPM. Spezielle Bootloader, die etwa bei manchen Sicherheits-Softwarepaketen zum Einsatz kommen, können ein TPM nach dem Booten aber einbinden, um Manipulationen des UEFI-BIOS zu erkennen, siehe "DRTM" oben.


Gibt es TPM-Sicherheitslücken? großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen

Im Jahr 2017 wurde in TPM-1.2-Chips von Infineon die Schwachstelle "ROCA" im Algorithmus zur Erzeugung von RSA-Schlüsseln aufgedeckt. Sie wurde durch Firmware-Updates geschlossen. 2019 kam die Sicherheitslücke "TPM-Fail" in TPM-2.0-Chips von STMicroelectronics und in fTPM-Implementierungen von Intel ans Licht; auch diese wurden mit Patches geschlossen. TPM-Fail betraf ausschließlich den Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA).


Lässt sich Windows 11 auch ohne TPM nutzen?

Das ist derzeit (Stand Juli 2021) noch unklar. Microsoft verlangt ein TPM 2.0 für Computer mit Windows-11-Logo. Allerdings lässt sich Windows 11 auf anderem Wege auch auf Systemen ohne TPM installieren. Welche Folgen das hat, ist bisher nicht absehbar.
(ciw)



Quelle: https://heise.de/-6135986


PS: Diese Gängelung geht mir einfach nur auf den SACK!
Die Mainboards wo man im BIOS PSP abschalten kann sind an einer Hand abzuzählen, leider sind das nur 50% des Problems...
TPM ist eine einzige Sicherheitslücke. Man gaukelt den Leuten mehr Sicherheit vor, stattdessen werden immer neue Löcher aufgerissen. KRANK.


Leider geht es hier nicht alleine um TPM (chips), sondern die Überwachung wurde bei intel (IME) und AMD (PSP) schon ins UEFI/BIOS eingebaut. Dort sind die BACKDOORS drin.
***keins scheiss***
Thema: Spyware: Neue Überwachungsvorwürfe gegen israelischen Software-Anbieter NSO
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 4
Spyware: Neue Überwachungsvorwürfe gegen israelischen Software-Anbieter NSO 19.07.2021 20:59 Forum: Sicherheit, Datenschutz, Virenabwehr & Updates


Mit Pegasus sollten mehr als 180 Journalisten ausspioniert werden, aber wohl niemand aus Deutschland. NSO Group dementiert vehement.


Ein internationales Journalistenkonsortium hat neue Vorwürfe gegen den israelischen Überwachungssoftware-Anbieter NSO Group veröffentlicht. IT-Experten fanden den Berichten zufolge auf 37 Smartphones von Journalisten, Menschenrechtlern, deren Familienangehörigen und Geschäftsleuten Spuren von Angriffen mit der Pegasus-Software des Unternehmens.

Die Nummern seien Teil eines Datensatzes von mehr als 50.000 Telefonnummern, den die Journalisten gemeinsam mit den Organisationen Forbidden Stories und Amnesty International auswerteten. Die Nummern sollen den Berichten zufolge offenbar von NSO-Kunden als potenzielle Ausspähziele ausgewählt worden sein. NSO wies die Vorwürfe am Sonntag vehement zurück.

An dem Journalistenkonsortium sind auch die Süddeutsche Zeitung, NDR, WDR und die Zeit beteiligt. Nach ihrer Darstellung legen die Recherchen des "Pegasus-Projekts" nahe, dass Hunderte Journalisten, Menschenrechtler, Oppositionelle und Politiker ausgewählt wurden, um sie mit der Spionagesoftware zu überwachen.

So stünden die Nummern von mehr als 180 Journalistinnen und Journalisten aus verschiedenen Ländern auf der Liste. Nummern deutscher Journalisten seien nicht darunter. Wie die Liste zu Forbidden Stories und Amnesty International kam, die sie dann mit den Medien teilten, blieb in den Berichten offen – die Süddeutsche Zeitung verwies hierzu auf den Quellenschutz.



Vorwürfe gegen NSO mehren sich



NSO Group war bereits in der Vergangenheit vorgeworfen worden, mit der Software Pegasus totalitären Regierungen bei der Ausspähung von Journalisten und Dissidenten geholfen zu haben. Facebook hatte NSO 2019 in den USA verklagt. Der Vorwurf in der Klage lautet, NSO habe versucht, sich über eine später geschlossene Sicherheitslücke bei WhatsApp Zugriff auf Hunderte Smartphones zu verschaffen. Unter den Zielpersonen seien Journalisten, Anwälte, Dissidenten, Menschenrechtsaktivisten, Diplomaten und Regierungsbeamte gewesen.

NSO war auch vorgeworfen worden, seine Überwachungssoftware habe bei der Ermordung des saudischen Dissidenten Jamal Khashoggi eine Rolle gespielt. Laut der Washington Post gehörten zwei der Smartphones, auf denen IT-Experten von Amnesty International Spuren von Pegasus-Angriffen gefunden hätten, Frauen, die Khashoggi nahestanden.



NSO dementiert vehement


Das israelische Unternehmen sprach am Sonntag mit Blick auf den Forbidden-Stories-Bericht von "falschen Vorwürfen und irreführenden Behauptungen". Deren Quellen hätten sie mit Informationen versorgt, die keine Faktenbasis hätten. "Die Vorwürfe sind so empörend und weit von der Realität entfernt, dass NSO eine Verleumdungsklage erwägt."

NSO bekräftigte, seine Technologie stehe "in keiner Weise mit dem abscheulichen Mord an Jamal Khashoggi in Verbindung". Seine Technologie werde "ausschließlich an Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste von geprüften Regierungen verkauft, mit dem alleinigen Ziel, durch Verhinderung von Verbrechen und Terrorakten Menschenleben zu retten".

(fds)



Quelle: https://heise.de/-6141286
Thema: Start Vorbereitungen für Eutelsat Quantum-Satellit in den Startlöchern – Termin steht fest
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 247
Vorbereitungen für Eutelsat Quantum-Satellit in den Startlöchern – Termin steht fest 14.07.2021 10:01 Forum: News, Infos, Starts


Der Start von Eutelsats neuen Quantum-Satelliten war eigentlich bereits für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant.


Mit Flug VA-254 soll der von Airbus gebaute, erste voll im Weltall rekonfigierbare Satellit, nun am 27. Juli 2021, an Bord einer Ariane 5 Rakete, vom europäischen Raumflughafen in Kourou, Französisch-Guayana, starten.

Der Satellit wurde Ende Juni 2021 vom Airbus Defence and Space Standort in Toulouse (Frankreich) nach Kourou in Französisch-Guayana transportiert, teilte der europäische Raumfahrtkonzern am 30. Juni mit.

Der Eutelsat Quantum-Satellit ist ein revolutionärer Schritt vorwärts für kommerzielle Satelliten und bietet ein sehr hohes Maß an Individualisierung und Flexibilität. Er wird Dienste mit einer noch nie dagewesenen Rekonfigurierbarkeit in Bezug auf Abdeckung, Frequenz und Leistung im Orbit bereitstellen, was eine komplette Überarbeitung der Mission auf jeder Orbitalposition ermöglicht.

Mit seinem softwarebasierten Design wird Eutelsat Quantum der erste Satellit sein, der sich immer wieder an die Anforderungen des Unternehmens anpassen kann.

Er wird auf 48° Ost positioniert sein und eine umfassende Abdeckung der MENA-Region (Nahost und Nordafrika) und darüber hinaus bieten, so dass er während seiner 15-jährigen Lebensdauer im Orbit jederzeit jedes vom Kunden gewünschte Gebiet abdecken kann.


Der neue Orbiter wird in der Lage sein, auf sich ändernde Anforderungen auf der Erde zu reagieren und Daten, Kommunikation und Unterhaltung genau zur gewünschten Zeit am gewünschten Ort bereitzustellen. Statt einer Übermittlung an die Erde mit festgelegten Strahlen, können die Menschen bei Quantum wählen, wohin ihre Strahlen gerichtet sein sollen. Diese können sich in virtueller Echtzeit bewegen, um Passagieren an Bord von Flugzeugen oder Schiffen Informationen zu liefern. Darüber hinaus können die Strahlen auf Knopfdruck eingestellt werden, sodass bei steigender Nachfrage mehr Daten geliefert werden.

François Gaullier, Leiter von Telecom Systems bei Airbus, sagte: „Die Technologie, die wir für Eutelsat Quantum entwickelt und gebaut haben, ist wirklich bahnbrechend - sie ebnet den Weg zu vollständig rekonfigurierbaren Geo-Telekommunikationssatelliten. Unsere Erfahrung bei der Entwicklung dieser revolutionären Technologie zeigt den Wert von Partnerschaften - wir haben das Beste von Eutelsat, ESA und Airbus zusammengebracht, um einen neuen Standard für flexible Konnektivität zu erreichen.“

Der Satellit wurde im Rahmen eines ESA-Partnerschaftsprojekts mit dem Betreiber Eutelsat und dem Satellitenhersteller Airbus als Haupthersteller sowie Surrey Satellite Technology Ltd für die Plattform entwickelt.

Zwei Merkmale dieser Partnerschaft, die die Industrie im Rahmen groß angelegter Programme zusammenbringt, um Sprünge auf dem neuesten Stand der Technik zu erzielen, waren die Entwicklung der einzigartigen Nutzlast, die von Airbus in Großbritannien im Rahmen des ESA-Programms Advanced Research in TElecommunications Systems (ARTES) entworfen und gebaut und von der britischen Raumfahrtbehörde unterstützt wurde, sowie die sehr innovative, aktive Mehrstrahl-Antennennutzlast ELSA+ (ELectronically Steerable Antenna+), die von Airbus in Spanien entwickelt wurde. Damit positioniert sich Airbus Spanien als eines der führenden Unternehmen in Europa für aktive Antennen und trägt zur nächsten Antennengeneration für zukünftige Programme bei. Der Satellit Eutelsat Quantum hat ein Startgewicht von rund 3500 Tonnen.

Star One D2 weiterer Passagier

Als weitere Nutzlast soll mit Ariane Flug VA254 der neue Kommunikationssatellit Star One D2 in den Orbit befördert werden. Der mit C- Ka- und x-Band bestückte High-Speed Satellit soll für TV-Dienste und schnelle Internetverbindungen in Süd-Amerika, Mexico, Zentral-Amerika und Teile des Atlantischen Ozeans bereitstehen. Star One D2 wurde auf der SSL-1300 Plattform gebaut.


Quelle: https://www.infosat.de/technik/vorbereit...rmin-steht-fest
Thema: ARD: Abschaltung der SD-Verbreitung via Satellit wieder Thema
Muad'Dib

Antworten: 0
Hits: 116
ARD: Abschaltung der SD-Verbreitung via Satellit wieder Thema 13.07.2021 14:02 Forum: SAT- / Sky- (D) / 3D - News


ARD-Hörfunksender auf neuen Transpondern im Probebetrieb



Während vor einem Jahr die Debatte um die geplante Abschaltung der öffentlich-rechtlichen TV-Sender in SD-Qualität über das Astra-Satellitensystem (19,2° Ost) wieder in weite Ferne rückte, steht plözlich, im Zuge der Umstellung der ARD-Hörfunksender auf die künftige Verbreitung in DVB-S2 und der Audiokodierung AAC-LC, die Einstellung eines TV-Senders der ARD im SD-Format bevor. Auch der Termin für die Abschaltung steht bereits fest.


Davon betroffen ist der Bildungskanal „ARD alpha (SD)“ auf der Frequenz 12.266 H, SR 27500, FEC 3/4. Satellitenhaushalte können den Kanal noch bis zum 14. Dezember in Standard-Digitalqualität empfangen.


Um das Programm nach dem 14. Dezember 2021 dann in HD-Qualität empfangen zu können, müssen Nutzerinnen und Nutzer bis dahin zu einem HD-tauglichen Satellitenempfangsgerät wechseln. Darauf weist der SD-Kanal bei seiner Programmkennung hin.

Der Kanal ARD alpha HD ist bereits seit 9. September 2019 in nativem HD in den Regelbetrieb übergegangen. Seither ist die HD-Variante via Astra Frequenz 11.053 H, SR 22000, FEC 2/3, DVB-S2 – 8PSK zu empfangen.

SR Fernsehen SD auf neuer Frequenz

Auch der Kanal SR Fernsehen in SD-Qualität startete, wie angekündigt, auf der neuen Frequenz. Das Programm ist seit dem 1. Juli 2021 auf Transponder 101, Frequenz 12.422 H, SR 27500, FEC 3/4 neu zu empfangen. Die Ausstrahlung erfolgt auf der alten Frequenz 12.266 H, SR 27500, FEC 3/4, DVB-S - QPSK bis zum Jahressende im Simulcast-Betrieb. Im Gegensatz zur Abschaltung von ARD alpha SD sei eine SD-Abschaltung bei SR Fernsehen jedoch noch nicht geplant, wie InfoDigital aus ARD-Kreisen erfuhr.

Keine Qualitätseinbußen der HD-Sender durch Aufschaltung der Hörfunksender auf neue Transponder

Im Zuge des Wechsels des Audio-Codierformats der ARD-Hörfunkprogramme und dem Umzug der ARD Hörfunksender auf neue Astra-Transponder, wurde von InfoDigital-Leserinnen und Lesern befürchtet, dass die auf den davon betroffenen Transpondern 39 und 61 übertragenen HD-Fernsehprogramme ihre Videodatenrate verringern würden.

Wie ein ARD-Digital Sprecher gegenüber InfoDigital bestätigte, ist dies jedoch nicht der Fall: Das Datenratenmanagement auf TP61 und TP39 werde im Zuge der Neuaufstellung des ARD-Hörfunkangebots optimiert, um die notwendige Kapazität für die AAC-LC Hörfunkanteile zu gewinnen. „Vorteilhaft ist, dass im Vorfeld neue Video-Coder beschafft wurden, die eine sehr gute Bildqualität bei angepassten Datenraten gewährleisten.

Zusätzlich optimieren die Coder die Übertragung durch den Einsatz des Statistischen Multiplex-Verfahrens, passen also die Datenraten der im Multiplex enthaltenen Video-Elementarströme permanent so an, dass alle Fernsehprogramme immer mit einer exzellenten Bildqualität ausgestrahlt werden“, erklärte der ARD-Digital Sprecher auf Anfrage gegenüber InfoDigital.

Sorgen, dass Bildqualität leidet unbegründet

Etwaige Sorgen, dass die Bildqualität leidet, ist aufgrund dieser variablen, an den Bildinhalt angepassten Videodatenraten unbegründet. Die ARD stellt so sicher, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer weiterhin die bestmögliche Bildqualität erleben“, so der ARD-Digital Sprecher abschließend.

ARD-Hörfunksender auf neue Astra-Transponder umgezogen – Neue Audiokodierung

Unterdessen starteten die ARD-Hörfunkprogramme bereits am 1. Juli auf den angekündigten neuen Transpondern auf Astra 19,2° Ost, allerdings zunächst im Probebetrieb: Voraussichtlich ab 20. Juli werden die Sender auf den von der ARD genutzten Transpondern 39 (Frequenz 11.053 H, SR 22000, FEC 2/3, DVB-S2 – 8PSK) und 61 (Frequenz 10.891 H, SR 22000, FEC 2/3, DVB-S2 – 8PSK) dann offiziell zu empfangen sein.

Das umfangreiche Hörfunkangebot der ARD wird über die neuen Sendeplätze auf den Transpondern 39 und 61 im modernen Audioformat AAC-LC (Advanced Audio Codec – Low Complexity) verbreitet. Der Audiostandard AAC-LC ist Bestandteil des DVB-S2-Standards und benötigt bei gleicher Klangqualität weniger Datenrate und erlaubt so eine effizientere und kostengünstigere Verbreitung.

Einstellung auf alter Frequenz Ende 2021

Um die Programmplätze der Hörfunksender auf der bisherigen Frequenz 12.266 H, SR 27500, FEC 3/4, DVB-S - QPSK besser unterscheiden zu können, wurde bei allen Programmen bei der Senderkennung die Bezeichnung „alt_“ vorangesetzt. Die Verbreitung auf dem bislang genutzten Transponder wird gegen Ende 2021 eingestellt. Bis dahin werden die Programme auf den bisherigen Sendeplätzen im Parallelbetrieb ausgestrahlt.

Um die Hörfunksender künftig weiter über Satellit empfangen zu können ist ein Satellitenempfangsgerät erforderlich, welches den Empfangsstandard „DVB-S2“ beherrscht. Dies sind in der Regel HDTV-taugliche Sat-Empfangsgeräte. Zudem muss das Empfangsgerät den Audiocodec AAC-LC unterstützen.

Seit ca. 2012 wird der AAC-LC Codec in nahezu allen im Markt erhältlichen, standardkonformen DVB-S2-Empfängern (Set-Top-Box oder Fernseher) unterstützt.

Der Empfang ist auf den neuen Sendeplätzen mit SD-Receivern sowie Empfangsgeräten, die den AAC-LC Codec nicht unterstützen, ist nicht mehr möglich.


www.ard-digital.de


Quelle: https://www.infosat.de/digital-tv/ard-ab...it-wieder-thema




PS: Interessant dass selbst nach mehreren Jahren immer noch von HD Receiver gesprochen wird obwohl man einen DVB-S2 Receiver braucht.
Ebenso wird beim HD Fernsehen von nativem HD gesprochen obwohl nur 1080i möglich ist.
Erinnert mich sehr an diesen ganzen Dünnschiss bei LNB: 4K tauglich, Ultra HD ready, superduper*schwachfug* ....
Zeige Beiträge 1 bis 20 von 5.478 Treffern Seiten (274): [1] 2 3 nächste » ... letzte »

Views heute: 30.436 | Views gestern: 89.858 | Views gesamt: 193.065.885


Satclub Thüringen seit 01.07.1992 = Online seit Tage

  Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH .: Impressum :.