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Geschrieben von Whitebird am 13.08.2026 um 13:42:

  ORF schaltet 59 DVB-T2- und UKW-Sender ab

ORF schaltet 59 DVB-T2- und UKW-Sender ab
Von Thomas Riegler -13. August 2026, 8:08
Der ORF legt 2026 zahlreiche DVB-T2- und UKW-Kleinsender still. Alle Hintergründe, Spargründe und die komplette Abschalt-Liste im Detail.

Ab dem 18. August beginnt der ORF mit der Abschaltung zahlreicher UKW-Sender, auch DVB-T2-Sender sind betroffen.Wie die österreichische Kronen Zeitung berichtet, sollen im Laufe der kommenden Monate an 50 Kleinst-Senderstandorten DVB-T2 und an neun UKW abgeschaltet werden.

Nüchtern betrachtet haben die vielen Kleinsenderstandorte im Lande ihren Ursprung in der Analogübertragung. Damals konnten zwar vielerorts Hauptsenderstandorte mit ausreichend starkem Signal empfangen werden. Reflexionen an Bergen und Hügeln sorgten aber häufig für derart extreme Schatten im Bild, dass dieses nicht mehr brauchbar war. Hier sorgten Klein- und Kleinstsender für Abhilfe. Ihre Reichweite betrug oft nur wenige Kilometer. Im digitalen Zeitalter kennt man derartige Schattenbilder nicht mehr. Daher sind viele der heute noch betriebenen Füllsender als verzichtbarer Luxus zu betrachten. Wird ein kleiner Sender in so einem SFN-Netz abgeschaltet, fällt das gewöhnlich gar nicht auf.


Wann wird abgeschaltet?

Drei DVB-T2-Standorte wurden in Oberösterreich bereits am 27. Mai dieses Jahres ausgeknipst. Ihr Fehlen wurde von niemandem bemerkt. Das wundert insofern nicht, da vielerorts im Lande ohnehin eine Mehrfachversorgung gegeben ist.




Warum wird abgeschaltet?

Der ORF muss sparen und sieht sich deshalb gezwungen, unter anderem auch das von ihm genutzte Sendernetz zu optimieren. Etwa, indem Mehrfachversorgungen aufgegeben werden. Zudem gilt es beim digitalen Antennenfernsehen die ausgesprochen geringen Nutzerzahlen zu berücksichtigen. Zumindest, wenn man von DVB-T2 als Hauptempfangsweg ausgeht. Laut eigenen Angaben spart der ORF durch die Abschaltung dieser Kleinstsendeanlagen pro Jahr allein an die 1,5 Millionen Euro.


Wie viele Personen sind betroffen?

Aufgrund der vielerorts herrschenden Mehrfachversorgung werden sich die Auswirkungen auf die Bevölkerung in Grenzen halten. Meist wird sie die Gelegenheit haben, auf benachbarte Senderstandorte auszuweichen. Dies kann allerdings bei DVB-T2 einen erneuten Sendersuchlauf nach sich ziehen. Auch eine Neuausrichtung der Empfangsantenne ist nicht ausgeschlossen. Auf UKW muss man die Frequenzen benachbarter Anlagen und gegebenenfalls etwas schlechteren Empfang, zum Beispiel in Mono anstatt in Stereo, in Kauf nehmen.

Nur an sehr wenigen Standorten wird es eng werden, ein brauchbares terrestrisches Signal zu erhalten. Hier müsste man fürs Fernsehen vor allem auf den Satellitenempfang ausweichen. Am Ende werden von der Maßnahme nur wenige hundert Haushalte betroffen sein und nicht die 64.000 Personen, die marktschreierisch von diversen Medien und einer Partei im Lande in den Raum gestellt wurden. Diese hohe Zahl ist nur deshalb entstanden, weil davon ausgegangen wurde, dass stets immer nur ein einziger Senderstandort pro Region empfangbar sei.

Damit wird auch die Kritik, die Bevölkerung im Krisenfall nicht mehr über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk warnen zu können, hinfällig. Abgesehen davon sind die Programme auch über Satellit und per Streaming, zum Beispiel über das Smartphone, zu empfangen. Zudem gilt zu berücksichtigen, dass bei größeren Stromausfällen auch die kleinen Sendeanlagen im Lande unmittelbar betroffen wären, da diese über keine Notstromversorgung verfügen. Diese ist nur bei den großen Haupt- und zum Teil an den etwas kleineren Mittelsenderstandorten anzutreffen. Alleine über sie ist eine ausreichend gute Versorgung gewährleistet, um die Menschen per Radio informieren zu können.


Übersicht der Abschaltungen 2026


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Fazit

Aufgrund seiner angespannten Finanzsituation ist der ORF gezwungen zu sparen. Angesichts des geringen Nutzungsgrads von DVB-T2 in Österreich liegt es nahe, zumindest einige schwache, aber dennoch teure Senderstandorte stillzulegen. Meist kann die Versorgung dennoch über benachbarte Sendeanlagen gewährleistet werden. Einige wenige werden dennoch gezwungen sein, auf alternative Empfangswege auszuweichen.

vollständiger Text >>>quelle: digitalfensehen.de


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