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Zum Ende der Seite springen PSVR-Spiel Eden Tomorrow angetestet: Kalkofe verirrt sich im Weltall
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Fragezeichen PSVR-Spiel Eden Tomorrow angetestet: Kalkofe verirrt sich im Weltall Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In Eden-Tomorrow spielt Oliver Kalkofe eine verwirrte Drohne. Wir haben den Playstation-VR-Exklusivtitel angetestet.





Das VR-Abenteuerspiel Eden Tomorrow hält sich nicht mit einem lahmen Vorspann auf: Direkt nach dem Druck auf den Startbutton findet man sich im Körper eines namenlosen Astronauten wieder, der in einer abgestürzten Raumkapsel aufwacht. Amnesiebedingt weiß er so wenig wie wir. Was er machen soll, wer er ist – und vor allem: Auf was für einem komischen Planeten er hier eigentlich gestrandet ist.

Glücklicherweise taucht schnell eine sprechende Drohne auf, die frappierend an Wheatley aus Portal 2 erinnert. In der deutschen Sprachfassung wird sie vom Comedian Oliver Kalkofe gesprochen, was gut funktioniert: Obwohl die Umgebung alles andere als lustig ist, schaffen es Skript und Kalkofe hin und wieder, ein kleines Witzchen einzustreuen. Ansonsten hat man wenig zu lachen, die Bewohner des Planeten halten nämlich nichts von Besuch: Uns wollen sie auffressen, die Kalkofe-Drohne (die eigentlich Newton heißt) aufspießen.

Freie Bewegung statt Teleport

Anders als in vielen anderen VR-Titeln bewegt man sich in Eden per Gamecontroller komplett frei durch die Welt; Teleport-Mechanismen gibt es nicht. Das klappt erstaunlich gut, uns schlug das Spiel weniger auf den Magen als beispielsweise die VR-Version von Resident Evil 7. Auf Wunsch können Simulatorkrankheit-Geplagte im Menü eine so genannte Vignette einschalten, die das Sichtfeld bei Bewegungen einschränkt.

Spielerisch wandelt Eden auf den Pfaden von Entdeckungs-Abenteuerspielen wie Robinson: The Journey. Man löst kleine Rätsel, schleicht an schlafenden Aliens vorbei oder absolviert Geschicklichkeitseinlagen. Die Mechaniken sind nicht sonderlich originell, machen aber Spaß. So übernimmt man im Spiel abwechselnd die Kontrolle des namenlosen Astronauten und der Kalkofe-Drohne – beide Charaktere haben unterschiedliche Fähigkeiten. Die Drohne kann per Energiestrahl Hindernisse aus dem Weg räumen, geballert oder gekämpft wird ansonsten nicht.

Spannung trotz einfacher Mechanik

In der ersten von uns angespielten Hälfte des Spiels (sechs von zwölf Kapiteln) gefiel uns die Dramaturgie gut. Die Szenen wirkten nicht in die Länge gezogen, den Wechsel zwischen den Mechaniken fanden wir abwechslungsreich – und das Wichtigste: Wir wollten permanent wissen, wie es weitergeht.
Eden-Chefentwickler Frank Sennholz (links, hier mit Lead-3D-Artist Nils Dechenthin) diente als Vorlage für die Hauptfigur des Spiels.

Auch technisch ist Eden durchaus gelungen: Die fremdartigen Umgebungen sind häufig beeindruckend (vor allem auf der Playstation Pro), das Design der Fremde-Welt-Bewohner originell, der mit echtem Orchester aufgenommene Soundtrack episch. Lediglich die Animationen wirken manchmal etwas hölzern – aber es handelt sich schließlich nicht um ein millionenschweres Triple-A-Produkt, sondern um ein Indie-Spiel aus Deutschland: Mit nur sieben Mitarbeitern hat Projektleiter und -erfinder Frank Sennholz drei Jahre lang an Eden Tomorrow gefeilt. Außerdem übernahm er sozusagen die Hauptrolle: Die Spielfigur wurde nach Sennholz gestaltet. Eden ist das erste Spiel seiner Firma Soulpix. Zuvor hat das Hannoveraner Studio vor allem Animationen und Spezialeffekte für Film, Fernsehen und Werbung designt.
Making-of-Video: So entstand die Musik von Eden Tomorrow. (Quelle: PlayStation)

Ursprünglich als Film konzipiert

Die Story des Spiels spukt Sennholz seit vielen Jahren im Kopf herum, er wollte sie ursprünglich als Animationsfilm umsetzen. Als er allerdings 2014 zum ersten Mal ein VR-Headset aufsetzte war für ihn klar: Das ist das passende Medium für seine Science-Fiction-Geschichte.

Eden Tomorrow erscheint am heutigen Dienstag vorerst exklusiv für Playstation VR ("timed exclusive"), soll aber später auch für PC-Headsets veröffentlicht werden. Das Spiel kostet 19,99 Euro, eine kostenlose Demo ist im Playstation-Store erhältlich. (jkj)



Quelle: https://heise.de/-4304177

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