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Thema: Kioxia bringt PCIe-4.0-SSDs mit bis zu 30,72 TByte Speicherplatz
Muad'Dib

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Kioxia bringt PCIe-4.0-SSDs mit bis zu 30,72 TByte Speicherplatz Heute, 18:12 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Der früher Toshiba genannte Hersteller verbaut einen eigenen PCIe-4.0-Controller, der lesend sehr hohe 1,4 Millionen IOPS erreicht.





Kioxia, früher Toshiba Memory, hat seine ersten SSDs mit PCI Express 4.0 für Server und Workstations vorgestellt. Das Topmodell CM6 kommt in der teuersten Version mit 30,72 TByte Speicherplatz daher und schafft sequenzielle Übertragungsraten von 6,9 GByte/s lesend sowie 4,2 GByte/s schreibend. Kioxia bringt den Speicher in 15 mm hohen 2,5-Zoll-Gehäusen unter, die per U.3 (PCIe 4.0 x4) angeschlossen werden.

Beeindruckend ist die von Kioxia angegebene Zufallszugriffsrate von 1,4 Millionen IOPS lesend. Zum Vergleich: Andere PCIe-4.0-SSDs kommen nur auf rund die Hälfte. Dafür hinkt die 30,72 TByte große CM6 schreibend mit 170.000 IOPS deutlich zurück.

Eigener SSD-Controller mit PCIe 4.0

Die etwas langsamere CD6 bietet Kioxia mit maximal 15,36 TByte an. Sie kommt auf 6,2 GByte/s lesend und 4 GByte/s schreibend. Die IOPS beziffert der Hersteller auf 1 Million lesend beziehungsweise 85.000 schreiben. Die Geschwindigkeit leidet unter anderem an einem kleineren Speicher-Cache, der im SLC-Modus nur ein statt drei Bit pro Zelle beschreibt. Zudem läuft der eigene SSD-Controller nur in der CM6 mit den vollen 18 Kanälen, die CD6 muss mit 16 vorlieb nehmen. Kioxia setzt stets eigenen BiCS4-TLC-Flash mit 96 Layern ein.

Bei den Standardversionen der CM6- und CD6-Serien garantiert Kioxia ein komplettes Beschreiben pro Tag (1 DWPD). Versionen mit drei garantierten Befüllungen pro Tag (3 DWPD) kommen bei beiden Baureihen auf maximal 12,8 TByte Speicherplatz. Bei diesen reserviert Kioxia einen größeren Teil für das sogenannte Over Provisioning, bei dem Reservespeicher defekte Zellen ersetzt. Da dieser Reserve-Flash vor einem Defekt als SLC-Cache fungiert, erreichen die 3-DWPD-Versionen höhere Schreibwerte von 350.000 IOPS (CM6) beziehungsweise 250.000 IOPS (CD6).
(mma)


Quelle: https://heise.de/-4666097
Thema: Rundfunkbeitrag: ARD-Chef hofft trotz Krise in Thüringen auf Einigung
Muad'Dib

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Heute, 18:09 Forum: Off - Topic


Steht doch im selben Satz. Augenzwinkern
Thema: Messenger: EU-Kommission drängt Mitarbeiter zum Einsatz von Signal
Muad'Dib

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Messenger: EU-Kommission drängt Mitarbeiter zum Einsatz von Signal Heute, 18:08 Forum: Off - Topic


Im EU-Parlament war die Einführung von Signal jüngst zunächst gescheitert, bei der Kommission gilt die Anwendung dagegen jetzt als bevorzugte Chat-App.






Die EU-Gremien tun sich weiter schwer mit einem einheitlichen Kurs für die Messenger-Kommunikation. Die EU-Kommission hat ihren Verwaltungsmitarbeitern nun Signal ans Herz gelegt, um die Sicherheit des Nachrichtenaustauschs innerhalb der Regierungsinstitution und mit Außenstehenden zu erhöhen. Anfang Februar habe es eine entsprechende interne Ankündigung gegeben, berichtet das Online-Magazin Politico, dass der durchgängig verschlüsselte Chat-Dienst zur "empfohlenen Anwendung für öffentliches Instant-Messaging" gekürt worden sei.

Parlament nutzt(e) WhatApp

Der Schritt überrascht, da die Verwaltung des EU-Parlaments Abgeordneten im Herbst zunächst untersagt hatte, Signal zu nutzen. Sie begründete dies damit, dass die Software keine Standard-Anwendung und bislang im eigenen Haus nicht auf Möglichkeiten für einen sicheren Einsatz getestet worden sei. Die Volksvertreter sollten daher WhatsApp nutzen, hieß es zunächst, obwohl der ebenfalls auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzende Anbieter etwa Standortdaten, Telefonnummern und Profilfotos an den Mutterkonzern Facebook weiterleitet und diese dort von US-Behörden vergleichsweise einfach abgegriffen werden können.

Nach Kritik ruderte die Parlamentsverwaltung zurück und brachte Cisco Jabber als Messenger ins Spiel. Für dieses Programm hat der US-Netzwerkausrüster den offenen Standard XMPP implementiert und so erweitert, dass er zumindest für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ermöglicht. Zugleich erklärte die Administration, Signal überprüfen und eventuell im Anschluss freigeben zu wollen. Aktuell habe ein Ausschusssekretariat aber noch eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet für die Mitglieder einer Gruppe von Abgeordneten, die nächste Woche nach Washington reist, twitterte Ralf Bendrath, Mitarbeiter der Fraktion der Grünen.


Die Kommission, die bereits mehrfach interne Datenpannen und Spionage zu beklagen hatte, ist offenbar schon einen Schritt weiter. Das offene Protokoll Signal und die zugehörige quelloffene Software werden von Sicherheitsexperten empfohlen. Das zugrundeliegende Verschlüsselungsverfahren Axolotl kommt bei dem Messenger standardmäßig für Einzel- und Gruppenchats sowie bei Video-Kommunikation zum Einsatz. Es begrenzt auch die Abhörmöglichkeiten, falls ein Passwort in falsche Hände gerät.

Die Empfehlung von Signal könnte bei Sicherheitsbehörden aber Unmut auslösen, schreibt Politico. Vor allem Innen- und Rechtspolitiker aus Brüssel, Washington und anderen Hauptstädten fordern insbesondere Facebook und Apple immer wieder auf, Strafverfolgern und Geheimdiensten Zugang zu Messenger-Kommunikation im Klartext zu geben. Untermauert werden diese Appelle in der Regel mit Drohungen, die Firmen gegebenenfalls dazu zu zwingen, die Verschlüsselung aufzubrechen oder Hintertüren zu installieren. Sicherheitsexperten weisen solche Forderungen zurück, da damit die Vertraulichkeit der digitalen Kommunikation massiv unterwandert würde.
(vbr)



Quelle: https://heise.de/-4666082
Thema: ToTok: Chat-App wieder aus Play Store entfernt – diesmal mit Warnung
Muad'Dib

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ToTok: Chat-App wieder aus Play Store entfernt – diesmal mit Warnung Heute, 18:06 Forum: Software (inkl. OS)


Die Chat-App ToTok ist zum zweiten Mal aus Googles Play Store geflogen. Sie ist mutmaßlich ein Spionagewerkzeug für Abu Dhabi.





Das Hin und Her um die Chat-App ToTok geht weiter, denn nachdem das mutmaßliche Spionagewerkzeug zum zweiten Mal aus dem Play Store geflogen ist, warnt Google nun offenbar auch die Nutzer der Anwendung vor Spionage.

Gulf News verbreitet einen Screenshot dieses Hinweises, in dem es heißt: "Diese App versucht, deine persönlichen Daten wie SMS, Fotos, Audioaufnahmen und den Anrufverlauf auszuspionieren." Begleitet wird die Warnung demnach von der direkten Möglichkeit, die App zu deinstallieren. Der App-Anbieter widerspricht und versichert einmal mehr, dass ToTok "absolut sicher" sei.

Als App beliebt, aber ein Überwachungswerkzeug

Die New York Times hatte Ende 2019 berichtet, dass die nur wenige Monate alte und äußerst erfolgreiche App ToTok ein Werkzeug zur Massenüberwachung sei. Dahinter stecke eine Firma in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Verbindungen zu einem Unternehmen, das unter anderem ehemalige US-Geheimdienstarbeiter beschäftige und für die Regierung des Golfstaats arbeite. Die Chat-App funktioniere für die Nutzer wie eine der unzähligen Apps, die die Ortsdaten und Kontakte der Benutzer aufzeichnen. Nur werden diese Daten demnach hier nicht nur – wie es allgemeine Praxis ist – von einem Software-Unternehmen gesammelt, sondern gehen mutmaßlich direkt an den Geheimdienst des Golfstaats.

Angesichts des Vorwurfs, die Regierung der Emirate habe es geschafft, Millionen Nutzer dazu zu bewegen, ihre Daten freiwillig herzugeben, sperrten sowohl Google als auch Apple die App in ihren jeweiligen Stores. Anfang Januar war ToTok dann aber überraschend wieder von Google abgesegnet für Android verfügbar. Die nun wieder verfügte – und mutmaßlich endgültige – Sperrung wird von den angeblichen App-Entwicklern heftig kritisiert. Es handle sich um einen weiteren Angriff auf "unser Unternehmen", ausgeführt von jenen, "die eine dominante Marktposition einnehmen": "Wir sehen keinen legitimen Grund für die Verbannung", ergänzen sie noch. Nutzer verweisen sie auf andere App-Stores und den direkten, "sicheren" apk-Download auf der eigenen Seite. (mho)



Quelle: https://heise.de/-4665824


siehe auch: https://heise.de/-4628582
Thema: Microsoft-Kontenzwang bei der Installation auch für Windows 10 in Deutschland
Muad'Dib

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Microsoft-Kontenzwang bei der Installation auch für Windows 10 in Deutschland Heute, 18:02 Forum: Software (inkl. OS)


Benutzer, die Windows 10 Home Version 1909 neu installieren, werden nun auch hierzulande vom Setup zum Anlegen eines Microsoft-Kontos gedrängt.





Seit Ende 2019 werden US-Nutzer von Windows 10 bei der Neuinstallation des Betriebssystems in der "Out of the Box"-Phase des Setups dazu gedrängt, ein Microsoft-Konto einzurichten. Nun hat dieser "Zwang" auch deutsche Nutzer der Home Edition erreicht: Die bisher verfügbare Auswahl zwischen einem lokalen Offline-Konto und einem Microsoft Online-Konto ist nicht mehr vorhanden, und der Benutzer kann nur noch ein Microsoft-Konto anlegen. Im Herbst 2019 plagte diese Neuerung zunächst US-Nutzer der Insider Previews und später auch Nutzer von regulären Windows 10-Versionen.

Im Kreis geklickt

heise online konnte dies an einem Windows 10 Home mit Setup-Medien sowohl auf Patchlevel 18363.418 als auch auf Patchlevel 18363.592 nachvollziehen. Die Option "Offlinekonto" ist schlicht nicht mehr vorhanden. Klickt der Benutzer in der linken oberen Ecke auf die "Zurück"-Schaltfläche mit dem Pfeil, führt dies immer wieder zur Anmeldeseite. Wählt der Anwender dagegen die Schaltfläche "Weitere Informationen", wird lediglich eine Infoseite eingeblendet.

Microsoft-Kontenzwang auch für Windows 10 in Deutschland

Dort wird der Nutzer über die "Vorteile" eines Microsoft-Kontos aufgeklärt. Dort heißt es außerdem: "Wenn Sie es vorziehen, Ihrem Gerät kein Microsoft-Konto zuzuordnen, können Sie es entfernen." Microsoft erläutert gar, wie das Entfernen des (womöglich von vornherein unerwünschten) Kontos funktioniert.

Das Setup austricksen

Der Zwang zum Anlegen eines Microsoft-Kontos bei der Ersteinrichtung des Windows 10 November 2019 Update in der Home-Edition lässt sich aber leicht umgehen. Der bereits von Windows 8 bekannte Trick, die Internetverbindung beim Setup zu kappen, hilft auch hier. Die Option zum Anlegen eines Offlinekontos ist wieder verfügbar, wenn man einfach den Stecker des LAN-Kabels zieht oder bei der WLAN-Anmeldung die Option "Ich habe kein Internet" wählt.

Wer nicht so einfach an das LAN-Kabel des Rechners herankommt, kann in der "Out of the Box"-Phase des Setups die Tastenkombination Umschalt+F10 drücken. Dann erscheint das Fenster der Eingabeaufforderung, und der Befehl

control netconnections

öffnet das Fenster "Netzwerkverbindungen", in dem sich der Netzwerkanschluss per Rechtsklick deaktivieren lässt.

Im Anschluss muss man nur noch in der linken oberen Ecke auf die Schaltfläche "Zurück" klicken und warten, bis die Einrichtungsseite für das Nutzerkonto wieder angezeigt wird. Ohne Internetverbindung hat das Setup in der "Out of the Box"-Phase keine Chance, ein neues Microsoft-Konto einzurichten. Folgerichtig fällt der Einrichtungsassistent auf die Formulare zum Anlegen eines lokalen Benutzerkontos zurück.

Netzwerkanschluss per Rechtsklick deaktivieren

Und es gibt noch einen zweiten Trick: Gibt ein Benutzer das Kennwort absichtlich zehnmal falsch ein, gewährt der Einrichtungsassistent ebenfalls die Möglichkeit, ein Offlinekonto zu verwenden.

Windows 10 Pro ist ausgenommen

Unklar war zunächst, ob die Änderung auch Benutzer von Windows 10 Pro betrifft. Die Redaktion hat den Installationsablauf auch mit dieser Edition getestet und kann Entwarnung geben: Dort hat der Anwender nach wie vor die Wahl. Es hat sich also für Windows 10 Pro-Nutzer nichts geändert – Administratoren von Unternehmensumgebungen, die Windows 10 Enterprise installieren, sind sowieso nicht betroffen.
(ovw)



Quelle: https://heise.de/-4665953


PS: Die Heinis von m$ schaffen es immer wieder so einfach sich noch unbeliebter zu machen.
Thema: Facebooks Löschungen bald extern überprüfbar
Muad'Dib

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Facebooks Löschungen bald extern überprüfbar Heute, 17:56 Forum: Sicherheit, Datenschutz, Virenabwehr & Updates


Facebook will es ermöglichen, seine Zensurentscheidungen extern zu überprüfen. Der Konzern tritt bei der Regulierung die Flucht nach vorne an.





Facebook arbeitet daran, externe Überprüfungen seiner Vorgehensweise beim Löschen von Inhalten zu ermöglichen. CEO Mark Zuckerberg hat das ohne weitere Details in einem Beitrag in der Financial Times bekanntgegeben. Offen ist, wer wann eine externe Überprüfung verlangen kann, wer sie durchführen darf und was das Ergebnis bewirken könnte.

Facebook wird von verschiedenen Seiten vorgeworfen, zu viele oder zu wenige Beiträge zu entfernen – und einigen Politikern geht auch das Löschen von Hassrede, Terrorpropaganda und Gewalt nicht schnell genug. Das Online-Netzwerk richtet aktuell auch ein neues unabhängiges Gremium ein, bei dem Nutzer Widerspruch gegen das Löschen ihrer Inhalte einlegen können.

Forderung nach Regulierung soll die Diskussion leiten

Zuckerberg wiederholte in dem Beitrag seinen Aufruf an die Politik, Online-Firmen Leitplanken durch mehr Regulierung zu geben. Dazu gehöre das Recht der Nutzer, ihre Daten von einem Dienste-Anbieter zu einem anderen zu übertragen – die sogenannte Datenportabilität. "Ohne klare Regeln zur Portabilität stiften strikte Datenschutz-Regeln Unternehmen dazu an, Informationen unter Verschluss zu halten und nicht mit anderen zu teilen, um regulatorische Risiken zu vermeiden", schrieb Zuckerberg.


Facebook.com hat seinen Nutzern jüngst Einblick und Kontrolle über geteilte Daten von Fremddiensten gewährt. Zuckerberg verwies auf offene Fragen bei heutigen Regelungen. Wie entscheide man zum Beispiel darüber, wem bestimmte Daten gehörten. "Wenn ich etwas mit Ihnen teile, etwa mein Geburtsdatum, sollten Sie in der Lage sein, diese Information zu anderen Diensten mitzunehmen?"

"Ich glaube, dass gute Regulierung Facebooks Geschäft kurzfristig schaden kann – aber auf lange Sicht besser für alle sein wird, uns inklusive", schrieb der Facebook-Gründer. Zugleich werde Facebook "natürlich nicht" mit allen Vorschlägen einverstanden sein. So seien Millionen kleinerer Unternehmen auf Facebooks Expertise bei der Datenanalyse angewiesen. (ds)


Quelle: https://heise.de/-4661871


PS: Ach, der Herr Zuckerberg wieder. Ich sage dazu nur: Wer einmal lügt dem glaubt man nicht....
Thema: Vodafone: Gigabit-Kabel für 40 Euro pro Monat
Muad'Dib

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Vodafone: Gigabit-Kabel für 40 Euro pro Monat Heute, 17:51 Forum: Off - Topic


Der Kabelnetzbetreiber nimmt über fünf Millionen Haushalte ans Gigabit-Netz. Zugleich verschwindet die Marke Unitymedia.





Vodafone bietet ab sofort für weitere 5,5 Millionen Haushalte im Verbreitungsgebiet von Unitymedia in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg Gigabit-Kabelanschlüsse an. Zugleich verschwindet die Marke Unitymedia vom Markt. "Ein Netz, eine Marke, ein Tarif – ab heute sind wir eins", erklärt Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter. Insgesamt können im Vodafone-Netz damit rund 17 Millionen Haushalte einen Gigabit-Anschluss buchen.

Sondertarif GigaCable Max

Der Netzbetreiber hat dafür auch ein neues Tarifangebot: Für 40 Euro im Monat können Neu- und Bestandskunden den Tarif GigaCable Max bis zu 1000 Mbit/s und Telefonflatrate buchen. Das Angebot ist laut Vodafone befristet bis zum 5. April, die Konditionen sollen aber über die gesamte Laufzeit des Vertrags gelten. Kunden mit bestehenden Anschlüssen können jederzeit in den neuen Tarif wechseln, versichert der Anbieter in einer Mitteilung.

Der Ausbau soll unterdessen weitergehen. Derzeit kann der Netzbetreiber in rund 40 Prozent der deutschen Haushalte einen Gigabit-Anschluss anbieten. Das soll nur ein "Zwischenschritt" sein. Bis 2022 will das Unternehmen rund 25 Millionen gigabitfähige Anschlüsse im deutschen Vodafone-Kabelnetz haben.

Unitymedia verschwindet

Vodafone hatte im Mai 2018 bekannt gegeben, den Kabelanbieter Unitymedia übernehmen zu wollen und damit das deutsche Kabelnetz wieder weitgehend zu vereinen. Nach langer Prüfung hatte die EU-Wettbewerbsaufsicht im Juli vergangenen Jahres grünes Licht gegeben.

Mit der Netzintegration nimmt Vodafone nun die Marke Unitymedia vom Markt. Shops werden umgestaltet, erhalten Vodafone-Logo und -Ausstattung. Seit September vergangenen Jahres verkaufen die Unitymedia-Shops bereits Vodafone Mobilfunk-Produkte. In den kommenden Wochen will Vodafone auch die Festnetz- und TV-Angebote vereinheitlichen. (vbr)



Quelle: https://heise.de/-4661846
Thema: Rundfunkbeitrag: ARD-Chef hofft trotz Krise in Thüringen auf Einigung
Muad'Dib

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Rundfunkbeitrag: ARD-Chef hofft trotz Krise in Thüringen auf Einigung Heute, 17:48 Forum: Off - Topic


Wird der Rundfunkbeitrag erhöht? ARD-Vorsitzender Tom Buhrow hofft, dass sich die Länder auf einen "verlässlichen Finanzrahmen" einigen.





Der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow macht sich wegen der unklaren politischen Lage in Thüringen Gedanken mit Blick auf eine mögliche Erhöhung des Rundfunkbeitrags. "Ich kann nur inständig hoffen, dass die Länder handlungsfähig sind, um einen verlässlichen Finanzrahmen zu geben, weil die Konsequenzen erheblich sein könnten, wenn sich zum Beispiel der Zeitplan nach hinten verschiebt", sagte Buhrow im Interview mit dpa.

In dieser Woche gibt eine Kommission eine Empfehlung zur nächsten Rundfunkbeitragsperiode an die Länder ab. In einem vorläufigen Entwurf hatte sie eine Erhöhung von derzeit monatlich 17,50 Euro auf 18,36 Euro ab 2021 empfohlen. Es wird damit gerechnet, dass die Kommission bei der Größenordnung bleibt.

Einstimmiges Votum der Länder nötig

Die Länder haben in der Sache das letzte Wort. Die Länderchefs könnten im März bei der Ministerpräsidentenkonferenz den Rundfunkbeitrag thematisieren. Für einen Beschluss braucht es Einstimmigkeit. In Thüringen herrscht derzeit eine Regierungskrise, nachdem der FDP-Politiker Thomas Kemmerich mit den Stimmen von AfD, CDU und FDP zum Regierungschef gewählt worden war und Tage später zurücktrat. Er ist seitdem geschäftsführend ohne Minister im Amt, bis ein neuer Ministerpräsident gewählt ist.

Buhrow, der auch Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR) ist, sagte im dpa-Interview: "Es ist immer noch möglich, dass in Thüringen demnächst ein handlungsfähiger Regierungschef da ist und dann mit Verzögerung die Diskussionen stattfinden. Aber es macht die Lage insgesamt schwieriger, für die Länder und für uns. Wir müssen ja irgendwann auch unsere Wirtschaftspläne aufstellen." Die Frage, ob er es noch für möglich hält, dass ab 2021 ein neuer Rundfunkbeitrag gilt, beantwortete Buhrow mit: "Ja".

(axk)


Quelle: https://heise.de/-4661921



PS: Allen denen die "GEZ Gebühr" per se nicht schmeckt sollten sich das Beispiel Schweiz ansehen und einmal darüber nachdenken... Wenn das immer noch nicht hilft dann mal übers Auswandern nachdenken. großes Grinsen
Thema: Windows-10-UEFI-Updates wegen Problemen zurückgezogen
Muad'Dib

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Windows-10-UEFI-Updates wegen Problemen zurückgezogen Heute, 17:42 Forum: Sicherheit, Datenschutz, Virenabwehr & Updates


Microsoft zieht zwei UEFI-Sicherheitsupdates wieder zurück, da es bei manchen Systemen zu schwerwiegenden Problemen kam.





Microsoft hatte am 11.2.2020 gleich zwei Sicherheitsupdates für UEFI-Systeme als sogenannte Standalone-Updates für Windows-Maschinen freigegeben. Diese sollten eigentlich Schwachstellen auf entsprechenden Systemen abdichten, sorgten aber für einigen Ärger. Die Probleme können dabei sowohl Windows 8.1- und Windows 10-Clients als auch Windows Server, von Version 2012 bis 2019 betreffen.

Update KB4524244 macht Ärger

Das Standalone-Update KB4524244 wurde zum 11.2.2020 an die Windows 10 Versionen 1607, 1703, 1709, 1803, 1809, 1903 und 1909 verteilt. Laut Microsoft soll dieser Patch das Problem beheben, dass ein UEFI-Bootmanager (Unified Extensible Firmware Interface) eines Drittanbieters eine Sicherheitslücke auf UEFI-Systemen aufreißt.

Bereits kurz nach Veröffentlichung des Updates meldeten sich Nutzer, die über nicht mehr bootende Systeme oder andere Widrigkeiten klagten. So hat auf HP-Systemen die Software ‘HP Sure Start’ das Booten verhindert, weil Secure Boot Keys verändert wurden. Es gab allerdings auch Anwender, die 'das Glück' hatten, dass die Installation des Sicherheitsupdates mit dem Fehler 0x800f0900 scheiterte.

Zum 15. Februar 2020 betätigte Microsoft dann die Notbremse und zog das problematische Update zurück. Denn neben den genannten Problemen konnte das Update dazu führen, dass die Funktion zum Zurücksetzen eines Windows 10-Systems defekt ist. Entsprechende Details wurden von Microsoft auf der Windows-Statusseite, sowie im englischsprachigen KB-Artikel veröffentlicht.

Update KB4502496 auch zurückgezogen

Die beiden verlinkten Microsoft-Dokumente widersprechen sich allerdings im Umfang der betroffenen Windows-Systeme – und die deutschsprachigen KB-Artikel sind bisher noch nicht aktualisiert. Laut Windows-Statusseite sind zusätzlich die Windows 10 LTSC-Variante (Version 1507) sowie faktisch alle aktuell unterstützten Windows Server-Versionen bis hinunter zur Version 2012 betroffen. Diese letztgenannte Information dürfte sich auf das nachfolgend angesprochene Update KB4502496 beziehen (da dieses z.B. für Windows Server 2012/R2 verteilt wurde).

Auch das am 11. Februar 20220 veröffentlichte UEFI-Sicherheitsupdate KB4502496 musste letztendlich zurückgezogen werden. Dieses Sicherheitsupdate war für Windows 10 Version 1507 (LTSC), Windows 8.1, Windows RT 8.1, Windows Server 2012 R2 und Windows Server 2012 verteilt worden. Auf der englischsprachigen KB-Supportseite gibt Microsoft nur allgemeine Probleme mit dem Update an, die zum Rückzieher geführt haben.

Microsoft nennt wenig Details

Microsoft hält sich in den KB-Artikeln allerdings mit Details, warum man diese Updates überhaupt ausgegeben hat, zurück. Bezüglich des zurückgezogen Update KB4524244 sind über Sicherheitsforscher aber einige Informationen ans Licht der Öffentlichkeit gekommen.


Auf Twitter gibt ein Sicherheitsforscher Details preis, was es mit dem UEFI-Bootmanager eines Drittanbieters auf sich hat. Das Update scheint mit einem signierten Bootloader der Kaspersky Rescue Disk zusammenzuhängen, der die UEFI Secure Boot-Funktion umgehen kann. Diese Sicherheitslücke wurde bereits im April 2019 gemeldet und die von Kaspersky benutzten Signatur-Schlüssel sollten in der von Microsoft und dem UEFI-Forum gemeinsam verwalteten UEFI-Widerrufsliste eingetragen werden. Bei der praktischen Implementierung scheint aber einiges schief gelaufen zu sein, so dass betroffene Maschinen nicht mehr booten konnten. Details hat Ed Bott in einer Ergänzung auf ZDNet nachgetragen. (axk)


Quelle: https://heise.de/-4662319
Thema: Bund will Magnetschwebebahn als Nahverkehrsmittel prüfen lassen
Muad'Dib

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Bund will Magnetschwebebahn als Nahverkehrsmittel prüfen lassen Heute, 17:39 Forum: Off - Topic


In zehn Minuten vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen? Ein Gutachten soll die Nützlichkeit neuer Magnetschwebebahntechnik prüfen.





Das Bundesverkehrsministerium will mit einer Machbarkeitsstudie den Einsatz von Magnetschwebebahnen im Nahverkehr untersuchen lassen. Man wolle prüfen, welches technische, wirtschaftliche und ökologische Potenzial die Technologie auch im Vergleich zu anderen Transportmitteln wie U-Bahn, Regionalbahn oder Straßenbahn habe, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Montag in München. Dabei handele es sich um ein "völlig neues Magnetschwebesystem Made in Germany", entwickelt von dem Baukonzern Max Bögl im oberpfälzischen Sengenthal.

Zum Einsatz kommen könnte die Technologie am Münchner Flughafen. Die Flughafen-Betreiber rechnen in den kommenden Jahren mit einer Zunahme der Verkehrsströme auf dem Areal des Airports. Vor diesem Hintergrund wolle man die Mobilität auf dem Gelände verbessern, sagte der Vorstandsvorsitzende Jost Lammers. "Die jetzt auf den Weg gebrachte Untersuchung kann hier wichtige Erkenntnisse und Entscheidungshilfen liefern."

Fahrerlose Magnetschwebebahnen

Die Firma Max Bögl verspricht mit ihrer Magnetschwebebahn ein leises, schnelles und wartungsarmes Fortbewegungsmittel. Im Fahrwerk der mit Linearmotor angetriebenen Bahnen sind Magnete eingebaut, die das Fahrzeug in einem konstanten Schwebezustand in der Schiene halten. Dabei umgibt der Fahrweg, in dem die Bahnen schweben, das Fahrwerk. Anders als beim Transrapid sollen die Bögl-Bahnen vom Fahrzeug aus angetrieben werden. Beim Transrapid war Anziehung durch den unten umgriffenen Fahrweg zentrales Antriebskonzept.

Die fahrerlosen Bahnen sollen Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h schaffen, einer der 12 Meter langen Züge bietet den Angaben zufolge Platz für 127 Personen. "Infolge der Enttäuschung über das abrupte Ende des Magnetbahnprojekts" habe man 2010 zunächst mit einem kleinen Team mit der Entwicklung eines neuen Systems für die Technologie begonnen, erklärt das Bau-Unternehmen. Man wolle ein ganzheitliches System aus Fahrzeug, den Fahrwegtrassen aus Stahlbeton sowie der Betriebsleittechnik bieten.

Seit 2012 testet der Baukonzern auf einer Strecke im heimischen Sengenthal. Anfang des Jahres ging auch eine Demonstrationsstrecke im chinesischen Chengdu in Betrieb. (Mit Material der dpa) / (axk)


Quelle: https://heise.de/-4662424


PS: 35min gespart zwischen München Hbf und Flughafen? Nicht schlecht. Aber ich sehe es schon kommen.... in D. entwickelt, wird aber erst etwas wenn die Chinesen wieder drauf "abfahren" ... großes Grinsen
Und im Fernverkehr haben sowieso Japaner & Chinesen die Nasen vorne: der neue Shinkansen macht mehr als 600km/h!!
Thema: Ratgeber: Wi-Fi 6 am PC ab 33 Euro nachrüsten
Muad'Dib

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Ratgeber: Wi-Fi 6 am PC ab 33 Euro nachrüsten Heute, 17:32 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Wi-Fi 6 bringt deutlich mehr Geschwindigkeit ins WLAN. Wir zeigen, wie sich Desktop-Systeme mit passenden Karten ab 35 Euro einfach nachrüsten lassen.





Mit Wi-Fi 6 beziehungsweise WLAN 802.11ax steht die nächste Generation des WLAN-Standards auf der Startbahn. Für Endnutzer bringt Wi-Fi 6 vor allem zwei große Vorteile: Deutlich mehr Geschwindigkeit und mehr Sicherheit. Denn mit dem neuen Standard sind im WLAN bis zu 2400 MBit/s möglich, zumindest theoretisch. Zudem hält die Sicherheitstechnik WPA3 Einzug.

Wi-Fi 6 ist zwar zu den vorherigen Standards kompatibel, seine Power richtig ausspielen kann die Technik aber nur, wenn sowohl WLAN-Router wie auch Endgerät den schnellen Standard unterstützen. Bei den Routern sind das beispielsweise die Fritzbox 6660 Cable (Testbericht) oder WLAN-Mesh-Systeme wie der Asus RT-AX92U (Testbericht).

Nachdem wir im Artikel Notebook für 13 Euro mit Wi-Fi 6 aufrüsten zeigen, wie sich ein Laptop günstig mit einem Wi-Fi-6-Modul nachrüsten lässt, sind nun endlich die ersten Einsteckkarten für Desktop-PCs erhältlich. Wir zeigen in diesem Artikel den Einbau und liefern erste Messungen zum Durchsatz. Ein großer Vorteil der Wi-Fi-6-Karten: Sie bringen gleich auch Bluetooth 5.0 mit. Damit ist es ein Leichtes, kabellose Headsets, Mäuse oder Tastaturen mit dem PC zu betreiben.

Einbau

Für die Bilder und den Workshop nutzen wir eine Wi-Fi-6-Karte von Asus, die PCE-AX85BT. Der Einbau funktioniert aber analog mit anderen Karten ebenso. Wie alle anderen Karten kommt sie in Gestalt einer kurzen PCIe-x1-Karte. Asus versteckt den Intel AX200 Chipsatz unter einem schwarzen Kühlkörper und führt die Antennen über zwei goldene Anschlüsse nach außen. Der eigentliche Einbau ist simpel: PC öffnen, freien Steckplatz finden, Karte handfest einstecken, das Abdeckblech der Rückseite entfernen und Karte festziehen. Wer Bluetooth 5.0 nutzen möchte, muss die Karte über das mitgelieferte Kabel mit einem USB-Port auf dem Mainboard verbinden.

Bevor man den PC einschaltet, muss man die externe Antenne in beide Anschlüsse schrauben. Sie befinden sich jeweils am Ende eines rund 1 m langen Kabels, entsprechend kann man sie gut platzieren. Dank magnetischem Fuß halten die Antennen im Test problemlos am PC-Gehäuse.

Nach der Hardware-Installation folgen die Treiber. Das geht erfreulich automatisch, Windows 10 erkennt die Hardware und kann sich sofort mit der Wi-Fi-6-Fritzbox verbinden. Wir empfehlen aber, die Treiber über den Treiber- und Support-Assistent von Intel regelmäßig zu aktualisieren. Dort landen neue Versionen deutlich schneller als im Windows-Update.

Der Intel Treiber- und Support-Assistent scannt fast die komplette Rechner-Hardware und gibt dann Tipps für Treiber-Aktualisierungen.

Im Windows-10-Geräte-Manager lassen sich zahlreiche Features der Asus-gelabelten Intel-Wi-Fi-6-AX200-PCIe-Karte feinjustieren. Mit 80-MHz-Kanälen kommt nur der halbe Speed.

Leistungsmessung

Bei den folgenden Messungen steht der aufgerüstete Desktop-PC im gleichen Raum wie die AVM Fritzbox 6660 Cable, in direkter Sichtverbindung. Die Testwohnung liegt in einem locker bebauten Stadtgebiet. Funkstörungen durch WLAN-Nachbarn sind zwar vorhanden, halten sich aber in erträglichen Grenzen. In einer völlig sauberen und damit unrealistischen Funkluft wären vermutlich stabilere und höhere Speed-Werte möglich. Bei den folgenden WLAN-Tests wollen wir wissen, wie viel Netto-Speed zwischen der 11ax-Asus-Wi-Fi-6 PC Karte und einer Fritzbox 6660 Cable machbar ist. Hinter der Fritzbox hängen zwei schnelle 10-Gigabit-NAS-Speicher, damit genug Last in die Funkstrecken kommt.

Die gemessenen Werte zum Durchsatz sind gerade für das oft überfüllte 2,4-GHz-Band recht ordentlich. Im urbanen Umfeld sind die dazu nötigen 40-MHz-Kanalbandbreiten oft von anderen WLANs besetzt. Doch sowohl Intel AX200 wie auch Fritzbox 6660 Cable unterstützen diese Kanäle im 2,4 GHz Band, sofern die konkrete Funksituation es zulässt. Klar, dass wir solche guten Werte bei 2,4 GHz in unserer Testwohnung nicht immer bekommen. Im konkreten Test probieren wir es öfter, notfalls auch nachts. Denn wir wollen hier ja die besseren Werte zeigen: Schlechter geht immer, besser eher selten.
Auch im 5-GHz-Band hat der 11ax-Tower seine Wi-Fi-6-Verbindung zur AVM Fritzbox 6660 Cable spontan mit dem jüngsten Sicherheitslevel WPA3 verschlüsselt.

Im viel schnelleren 5-GHz-Band liefert die Kombination aus Asus-Wi-Fi-6-Karte und Fritzbox 6660 Cable ebenfalls sehr schöne Werte. Derart schöne Durchsatzmessungen kommen theoretisch und erst recht praktisch nur zustande, wenn das Gespann aus Intel AX200 und AVM Fritzbox 6660 Cable tatsächlich im schnellsten Modus VHT160 miteinander kommunizieren, was in einer städtischen Umgebung je nach Störungslage nicht immer selbstverständlich ist.


WPA3 in der Praxis

Diie obigen Messungen zeigen es bereits: Die Asus-Wi-Fi-6-Karte im Desktop kann sich per WPA3 mit der AVM 6660 verbinden. Allerdings bietet die AVM 6660 Cable offenbar noch kein WPA3-Only an, sondern nur einen gemischten Modus WPA2 + WPA3. Das hat den Vorteil, dass auch herkömmliche WPA2-Clients in das Funknetz kommen. Just über diese lässt sich aber (vermutlich) auch leichter in ein WLAN einbrechen als über ein konsequentes WPA3-Only. Und am Ende wäre es ja egal, über welche Tür der Angreifer oder Spion in das Netz hereinkommt. Das ist aber Klagen auf hohem Niveau, denn die Wahrscheinlichkeit, dass der liebe Nachbar ein ausgefuchster WPA2-Hacker ist, dürfte sich in Grenzen halten. Wichtig wäre bei WPA2, genau wie bei WPA3, ein schwieriges Passwort zu verwenden, also nicht unbedingt 123456.

Es dürfte wie beim Umstieg von WPA auf WPA2 noch dauern, bis die letzten WPA2-WLAN-Clients aus dem echten Leben verschwunden sind. Bis dahin wäre es mitunter verwirrend, wenn eine WLAN-Basis-Station auf WPA3-Only funkt und grad keiner daran denkt, dass dann kein WPA2-Only-WLAN-Gerät mehr ins Funknetz kommt. Insofern ist die AVM-Entscheidung für den Mixed-Modus WPA2 + WPA3 nachvollziehbar. Und die Asus-Wi-Fi-6-Karte kann eh beides.

WPA3 funktioniert übrigens erst seit Windows 10 Build 1903. Im Zweifel also bitte unter Windows / System / Info / Windows-Spezifikationen checken, ob der eigene Rechner das notwendige Update besitzt. Das lässt sich im Zweifel über das Windows Update nachladen. Unsere Tests führten wir mit Windows 10 Build 1909 durch.

Preis

Preislich beginnen die Einsteckkarten bei knapp unter 35 Euro für die Karte von Gigabyte. Die getestete Asus PCE-AX58BT kostet etwas unter 80 Euro.


Fazit

Etwas Mühe macht der Einbau einer Asus PCE-AX58BT PCIe-WLAN-6-Karte schon. Das haben PC-Nachrüstkarten so an sich. Der Lohn ist Wi-Fi 6 mit bis zu 2400 MBit/s und Bluetooth 5.0 BLE. Damit ist der PC funktechnisch auf dem aktuellsten Stand und kann viel Geschwindigkeit aus WLAN-6-Routern und Mesh-Systemen herausholen.

Bei den Asus-Antennen könnte man sich ein schöneres Design vorstellen, etwa beide Antennen fest unter einer gemeinsamen Hülle versteckt, in einem trendigeren Wohndesign. Das führt aber funktechnisch zu keiner Verbesserung, eher im Gegenteil.

Aufgrund der guten Verarbeitung und der robusten Antennen auf dem starken Magnetfuß scheint uns das Asus-Wi-Fi-6-Nachrüstpaket keine schlechte Wahl. Denn neben dem aktuellen schnellen WLAN bekommt man Bluetooth 5.0 als Dreingabe hinzu. Das ist perfekt für alle, die ihren Kabelsalat durch Bluetooth-Geräte ersetzen wollen.



Quelle: https://techstage.de/-4662602
Thema: Assange: UN-Folterexperte wirft Behörden "konstruierte Vergewaltigung" vor
Muad'Dib

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Assange: UN-Folterexperte wirft Behörden "konstruierte Vergewaltigung" vor Heute, 17:27 Forum: Off - Topic


UN-Sonderberichterstatter Melzer klagt über massive Rechtsbeugung im Fall Julian Assange. Das Ganze sei ein Skandal, die Pressefreiheit stehe auf dem Spiel.





Eine konstruierte Vergewaltigung, manipulierte Beweise, befangene Richter – der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, sieht in der Causa Julian Assange ein "mörderisches System" am Werk, um mit einem Schauprozess an dem Wikileaks-Gründer ein Exempel zu statuieren und andere Journalisten einzuschüchtern.

Das wirklich Erschreckende an diesem Fall ist für den Schweizer Rechtsprofessor "der rechtsfreie Raum, der sich entwickelt hat: Mächtige können straflos über Leichen gehen, und aus Journalismus wird Spionage. Es wird ein Verbrechen, die Wahrheit zu sagen."

"Bankrotterklärung der westlichen Rechtsstaatlichkeit"

Melzer hat im Interview mit dem Schweizer Magazin "Republik" erstmals Details seiner Erkenntnisse über die Vorverurteilung und Verhaftung Assanges publik gemacht. Er kommt zum Schluss: "Vier demokratische Staaten schließen sich zusammen, USA, Ecuador, Schweden und Großbritannien, um mit ihrer geballten Macht aus einem Mann ein Monster zu machen, damit man ihn nachher auf dem Scheiterhaufen verbrennen kann." Es handle sich um einen "Riesenskandal und die Bankrotterklärung der westlichen Rechtsstaatlichkeit".

Für den Experten für humanitäres Völkerrecht ist das Vorgehen der Behörden gegenüber dem Politaktivisten unerhört und unvergleichbar. "Jeder kann gegen jeden eine Voruntersuchung auslösen, indem er zur Polizei geht und die andere Person beschuldigt", geht er auf einen "Klassiker in der Manipulation der öffentlichen Meinung" ein, mit dem der Australier ins Scheinwerferlicht geriet. "Die schwedischen Behörden wiederum waren an der Aussage von Assange nie interessiert. Sie ließen ihn ganz gezielt ständig in der Schwebe. Stellen Sie sich vor, Sie werden neuneinhalb Jahre lang von einem ganzen Staatsapparat und von den Medien mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert, können sich aber nicht verteidigen, weil es gar nie zur Anklage kommt."

Falsche Verdächtigungen an die Presse weitergeleitet

Medien und Behörden zeichneten in den vergangenen Jahren ein Bild, wonach Assange vor der schwedischen Justiz geflüchtet sei, um sich der Verantwortung zu entziehen. "Das dachte ich auch immer, bis ich zu recherchieren begann", geht Melzer darauf ein. "Das Gegenteil ist der Fall. Assange hat sich mehrfach bei den schwedischen Behörden gemeldet, weil er zu den Vorwürfen Stellung nehmen wollte. Die Behörden wiegelten ab."

Polizei und Staatsanwaltschaft in Schweden haben Aussagen zweier Frauen, die Assange nach einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zu einem Aids-Test bringen wollten, Melzer zufolge umgedeutet und falsche Verdächtigungen der Presse gesteckt. "Ich spreche fließend Schwedisch und konnte deshalb alle Originaldokumente lesen", erläutert der Rechtswissenschaftler "Ich traute meinen Augen nicht: Nach Aussagen der betroffenen Frau selber hat es nie eine Vergewaltigung gegeben. Und nicht nur das: Die Aussage dieser Frau wurde im Nachhinein ohne ihre Mitwirkung von der Stockholmer Polizei umgeschrieben, um irgendwie einen Vergewaltigungsverdacht herbeibiegen zu können. Mir liegen die Dokumente alle vor, die Mails, die SMS."

"Groteske" Anhäufung von Rechtsbrüchen

Schweden sei es "nie um Wahrheitsfindung" gegangen, konstatiert der Uno-Folterexperte. Die von Assange unter anderem angebotene Vernehmung per Video sei "in jenem Zeitraum zwischen Schweden und England in 44 anderen Verfahren so gemacht" worden. Nur bei dem Hacker habe es geheißen, dass er persönlich erscheinen müsse. Melzer kann sich das nur so erklären: "Man wollte ihn in die Finger kriegen, um ihn an die USA ausliefern zu können."

Was sich in dem skandinavischen Land im Rahmen einer strafrechtlichen Voruntersuchung binnen weniger Wochen an Rechtsbrüchen akkumuliert habe, ist laut dem Juristen "absolut grotesk". Die Engländer, namentlich der Crown Prosecution Service, hätten die Schweden zugleich "unbedingt davon abhalten" wollen, das Verfahren einzustellen. Dies sei erst geschehen, nachdem am 11. November ein offizielles Schreiben von ihm veröffentlicht worden sei, in dem er die schwedische Regierung erfolglos aufgefordert habe, "in rund 50 Punkten die Vereinbarkeit ihrer Verfahrensführung mit den Menschenrechten zu erklären".

"Ständig passieren in diesem Fall Dinge, die eigentlich gar nicht möglich sind, außer man ändert den Betrachtungswinkel", hat Melzer registriert. Stein des Anstoßes sei gewesen, dass Wikileaks "die politischen Eliten in den USA, England, Frankreich und Russland gleichermaßen" bedroht habe. Über die Plattform seien permanent geheime staatliche Informationen geleakt worden, und das in einer Welt, in der auch in sogenannten "reifen Demokratien die Geheimhaltung überhandgenommen hat" und dieser Schritt "als fundamentale Bedrohung wahrgenommen" werde.

"Todesurteil für die Pressefreiheit" befürchtet

Im Fall der Afghanistan-Dokumente oder des Videos "Collateral Murder" aus dem jüngsten Irak-Krieg würde ein Rechtsstaat laut Melzer möglicherweise gegen die Whistleblowerin Chelsea Manning ermitteln wegen Amtsgeheimnisverletzung. "Er würde aber sicher nicht Assange verfolgen, denn dieser hat das Video im öffentlichen Interesse publiziert, im Sinne des klassischen investigativen Journalismus." Vor allem hätten aber die eigentlichen Kriegsverbrecher verfolgt und bestraft werden müssen.


Das "wirklich Erschreckende" ist für den Beobachter so "der rechtsfreie Raum, der sich entwickelt hat: Mächtige können straflos über Leichen gehen, und aus Journalismus wird Spionage. Es wird ein Verbrechen, die Wahrheit zu sagen." Klar sei derweil, dass Assange bei der drohenden Auslieferung an die USA "kein rechtsstaatliches Verfahren bekommen" werde. Sollte der "psychologisch" Gefolterte verurteilt werden, wäre dies "ein Todesurteil für die Pressefreiheit". Melzer warnt vor den allgemeinen Folgen: "Plötzlich kann das, was heute immer nur den anderen passiert – ungesühnte Folter, Vergewaltigung, Vertreibung und Ermordung – ebenso gut auch uns oder unseren Kindern passieren." Wie der Berichterstatter forderte vorige Woche auch die Parlamentarische Versammlung des Europarates, den Inhaftierten sofort freizulassen.
(tiw)



Quelle: https://heise.de/-4652122
Thema: Foltervorwurf: Mediziner und Psychologen bangen um Assanges Leben
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Foltervorwurf: Mediziner und Psychologen bangen um Assanges Leben Heute, 17:19 Forum: Off - Topic


Die Veröffentlichung von US-Kriegsverbrechen brachte Julian Assange ins Visier der USA. Angesichts seiner Haftbedingungen fürchten Mediziner nun um ihn.





Knapp 120 Ärzte und Psychologen fordern ein Ende "der psychologischen Folter und medizinischen Vernachlässigung" des Wikileaks-Gründers Julian Assange. Er leide unter den Folgen des Aufenthalts in der ecuadorianischen Botschaft und im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, schrieben die Experten in einem Brief, den die Medizin-Zeitschrift The Lancet veröffentlicht hat.

"Assange wird gefoltert"

Sollte der 48-Jährige in der Zelle sterben, dann sei er "effektiv zu Tode gefoltert worden", heißt es in dem Schreiben weiter. Die Folterung von Assange müsse eingestellt und es müsse ihm Zugang zur "bestmöglichen Gesundheitsversorgung gewährt werden, bevor es zu spät ist". Er sitzt seit April 2019 im Gefängnis im Osten der Hauptstadt ein. Assanges Gesundheitszustand ist seinen Anwälten zufolge schlecht.

Die USA haben Assanges Auslieferung beantragt. Die Anhörung dazu soll am 24. Februar beginnen. Die Vereinigten Staaten werfen ihm vor, der US-amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning – damals noch Bradley Manning – geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Dadurch wurden auch von US-Soldaten begangene Kriegsverbrechen bekannt.

Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte gegen Assange vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen ihm 175 Jahre Haft.

Der Wikileaks-Gründer hatte sich aus Angst vor einer Auslieferung an die USA 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet. Damals lag gegen ihn ein europäischer Haftbefehl wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden vor. Diese Ermittlungen wurden aber inzwischen eingestellt. Im April 2019 wurde er von der britischen Polizei verhaftet, weil er mit seiner Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen habe. Dafür wurde er kurz darauf zu einem knappen Jahr Gefängnis verurteilt.

Drastische Vorwürfe des UN-Berichterstatters

Auch der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer, hatte kürzlich schwere Vorwürfe gegen die Behörden in Großbritannien, Schweden, den USA und Ecuador erhoben. In seinen Augen wird an Assange ein Exempel statuiert, um Journalisten einzuschüchtern. Die Vorwürfe gegen den gebürtigen Australier hält er für konstruiert. Mehr als 130 Politiker, Künstler und Journalisten in Deutschland hatten sich ebenfalls für die Freilassung von Assange ausgesprochen.

In London ist am kommenden Samstag eine Demonstration für Assange geplant, an der auch Prominente wie die Modedesignerin Vivienne Westwood, der Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters und der frühere griechische Finanzminister Yanis Varoufakis teilnehmen. (mho)


Quelle: https://heise.de/-4662397


PS: Da jetzt zweifelsfrei bewiesen ist dass an den an den Haaren herbeigezogenen Vergewaltigungsvorwürfen nichts wahres dran ist sollte JEDER mal seine Meinung zu J. Assange überprüfen: Ein Mensch der die VERBRECHEN (hier besonders Kriegsverbrechen) eines Staates öffentlich macht wird durch diesen verhetzt, verleumdet, gejagt und (zumindest bis jetzt noch) physiologisch und mental gefoltert. Und Niemand jagt die Verbrecher..... EINE SCHANDE!!

Ehrlich, allein bei dem was die CIA in den letzten 60 Jahren weltweit an Verbrechen begangen hat müssten alle (mit)Täter mindestens lebenslang bekommen.
Thema: MGM Resorts: Daten von 10,6 Millionen Gästen im Netz
Muad'Dib

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MGM Resorts: Daten von 10,6 Millionen Gästen im Netz Heute, 17:07 Forum: Sicherheit, Datenschutz, Virenabwehr & Updates


Hacker haben eine Datenbank der Hotelkette MGM Resorts abgegriffen und Daten von über 10 Millionen Gästen veröffentlicht – darunter Namen und Passnummern.





Die Daten von 10,6 Millionen Hotelgästen der US-Kette MGM Resorts sind im Internet veröffentlicht worden. Hacker sollen sie bereits im vergangenen Sommer abgegriffen haben, erst jetzt tauchten sie aber in einem einschlägigen Forum auf. Betroffen sind auch Prominente wie Popstar Justin Biber und Twitter-Chef Jack Dorsey sowie Politiker und Journalisten.

Zu den Daten gehören laut einem Bericht des Technikportals ZDNet neben den Namen der Gäste auch die Telefon- und Passnummern, E-Mail-Adressen und Geburtstag. Das US-Magazin konnte die Daten nach eigenen Angaben einsehen und prüfen. Zahlungsinformationen seien nicht dabei gewesen. MGM Resorts habe den Vorfall bestätigt, die Hacker sollen die Daten über einen Cloud-Dienst abgezogen haben. Konkreter ist die Erklärung nicht.

MGM informiert Betroffene zum Teil

Die BBC berichtet zudem, dass MGM einige Betroffene bereits informiert hat. Von 52.000 Menschen sollen weniger sensible Daten zugänglich gewesen sein. 1300 Gäste mussten darüber informiert werden, dass ihre Personalausweisnummer abgegriffen wurde. Das ist jedoch nur ein Bruchteil der mehr als 10 Millionen Gäste – was mit ihren Daten ist, bleibt unklar.

MGM erklärt, den Gesetzen der jeweiligen US-Bundesstaaten entsprechend gehandelt zu haben. Davon verlangen einige nicht, dass Kunden informiert werden, wenn ihre Daten abgegriffen werden. Auch ohne Konto- oder Zahlungsdaten können etwa E-Mail-Adressen und andere Informationen für Phishing-Angriffe oder andere Attacken genutzt werden.

MGM betreibt zahlreiche Hotels in den USA, darunter besonders viele am berühmten "Strip" in Las Vegas. Hier werden unter anderem das MGM Grand, Excalibur, Luxor und das Mandalay Bay von der Gruppe betrieben. Auch in China und Dubai ist die Kette vertreten.

Einen ähnlichen Vorfall hat es 2018 bereits bei einer Tochter der Hotelkette Marriott gegeben, zu der wiederum mehrere Marken gehören. Dort waren sogar 500 Millionen Hotelgäste betroffen – und es wurden die Bezahldaten entwendet. Damals hieß es, es hätte einen "nicht autorisierten Netzwerkzugriff" gegeben. Marriott hatte angekündigt, den Vorfall gründlich zu untersuchen. (emw)


Quelle: https://heise.de/-4665351
Thema: DSGVO-Verfahren vs. Facebook & Co.: EU-Datenschützer fordern bessere Kooperation
Muad'Dib

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DSGVO-Verfahren vs. Facebook & Co.: EU-Datenschützer fordern bessere Kooperation Heute, 17:05 Forum: Sicherheit, Datenschutz, Virenabwehr & Updates


Die Zusammenarbeit in grenzüberschreitenden Verfahren wie gegen Facebook oder Google muss dringend verbessert werden, fordert der EU-Datenschutzausschuss.





Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat seine Stellungnahme zur laufenden Evaluierung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verabschiedet. Dabei unterstreichen die unabhängigen Aufsichtsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten gegenüber der EU-Kommission, dass sich die DSGVO als wirksame Stütze für das Grundrecht auf Datenschutz und Privatsphäre innerhalb der Gemeinschaft größtenteils bewährt habe. An der praktischen Umsetzbarkeit müsse aber noch gefeilt werden.

In dem Beschluss betont der EDSA vor allem, dass alle Aufsichtsbehörden die für ihre Arbeit benötigten personellen und technischen Ressourcen erhalten müssten, um Datenschutzregeln gemeinsam besser durchsetzen zu können. Die Kommission solle daher prüfen, ob nationale Vorgehensweisen diesem Ziel im Wege stehen könnten und wie eine weitere Harmonisierung aussehen könne.

"Meine Kollegen und ich halten groß angelegte gesetzliche Änderungen an der DSGVO für verfrüht", meinte der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber. "Wir sehen aber Bedarf für Verbesserungen bei der praktischen Umsetzung." Unterschiede in den nationalen Verwaltungsverfahren dürften nicht dazu führen, "dass die Effektivität der Durchsetzung der DSGVO gegenüber Unternehmen, die Datenschutzverstöße begangen haben, beeinträchtigt wird".

"Gegen die Datenkraken dieser Welt"

Kelber hält baldige Entscheidungen in Verfahren "gegen die Datenkraken dieser Welt" wie Facebook oder Google für unerlässlich. Diese Verfahren liegen meist nach dem sogenannten One-Stop-Verfahren auf dem Tisch nicht sonderlich üppig ausgestatteten irischen Datenschutzbehörde, da viele US-Internetkonzerne dort ihren europäischen Hauptsitz haben.

Deutsche Kontrolleure haben der irischen Beauftragten Helen Dixon daher angeboten, sie an bestimmten rechtlichen Teilfragen zu unterstützen. Ein Sprecher Dixons wies die Kritik jüngst aber als "nicht neu" zurück. Man sei gerade eifrig dabei, die eigenen Aufgaben selbst zu erledigen und laufende Untersuchungen abzuschließen.

Mit Blick auf den internationalen Datenverkehr betont der EDSA, dass dafür "Angemessenheitsbeschlüsse" der Kommission über ein vergleichbares Schutzniveau in anderen Ländern entscheidend sind. Er fordert die EU-Kommission auf, die Beschlüsse über die umstrittenen EU-Standardvertragsklauseln für Datenübermittlungen in Drittstaaten zu überarbeiten.

Spezifischer Schutz

Der Ausschuss hat zudem Leitlinien für den internationalen Datentransfer zwischen Behörden und von staatlichen Einrichtungen zu internationalen Organisationen beschlossen. Er stellt darin klar, dass auch Ämter ihre internationalen Datentransfers absichern müssen. Die Richtlinien legen spezifische Schutzmaßnahmen fest, wenn Behörden personenbezogene Daten an Partnerbehörden in Drittländern oder an internationale Einrichtungen übermitteln.

"In der Datenschutzrichtlinie waren keine spezifischen Schutzmaßnahmen vorgesehen", begrüßt Kelber diesen Beschluss. Der EDSA habe nun klargestellt, dass Schutzvorkehrungen bei amtlichen internationalen Datentransfers "rechtlich bindend und durchsetzbar geregelt sein" müssten.

Mit großer Sorge betrachtet der Ausschuss Googles Vorhaben, den Wearables-Hersteller Fitbit für 2,1 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Dass dann auch viele sensible persönliche Daten europäischer Nutzer zusammengeführt werden sollten, erhöhe das Risiko für die Privatsphäre der Betroffenen enorm. Der EDSA erinnerte beide Parteien daher, ihre Pflichten nach der DSGVO zu erfüllen und eine vollständige Datenschutzfolgenabschätzung durchzuführen. Der Kommission sollen die Firmen zudem ein Konzept übermitteln, wie sie mögliche Datenschutzrisiken abmildern wollen. (anw)


Quelle: https://heise.de/-4665221
Thema: Cyberangriff auf Georgien: USA und Großbritannien beschuldigen Russland
Muad'Dib

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Cyberangriff auf Georgien: USA und Großbritannien beschuldigen Russland Heute, 17:04 Forum: Sicherheit, Datenschutz, Virenabwehr & Updates


Mit mehr als 95-prozentiger Sicherheit stecke Russland hinter einer massiven Cyberattacke auf Georgien, sagt die britische Regierung.





Die USA, Großbritannien und Georgien beschuldigen den russischen Militärgeheimdienst GRU, hinter einer massiven Cyberattacke auf Georgien zu stecken. Das teilten die drei Staaten nun mit und das britische National Cyber Security Centre (NCSC) quantifizierte sogar, dass diese Zuschreibung mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 95 Prozent erfolge.

Demnach bestand der Angriff aus der Manipulation von Websites, Cyberattacken und der Unterbrechung von Fernsehsendern im Oktober 2019. Dahinter steckt demnach ein Team des GRU, das im Westen unter den Namen Sandworm, BlackEnergy Group, Telebots oder VoodooBear bekannt sei.

Unsicherheit erzeugen

Der Angriff widerspreche den öffentlichen russischen Zusicherungen, das das Land "im Cyberspace verantwortungsbewusst" agiere und sei Teil eines anhaltenden Musters von rücksichtslosen Aktionen des GRU, erklärte der US-Außenminister Mike Pompeo. Mit den Angriffen versuchten die Agenten, Uneinigkeit zu säen, Unsicherheit zu erzeugen und demokratische Institutionen zu untergraben, ergänzt er. Die Vereinigten Staaten rufen Russland deshalb dazu auf, derartige Verhalten in Georgien und anderswo zu unterlassen. Man werde Georgien dabei helfen, sich auf derartige Angriffe besser vorzubereiten.

Die britische Regierung ergänzt, dass die Zuschreibung des Angriffs vom 28. Oktober 2019 mit dem höchsten Maß an Sicherheit erfolge. Die Angriffe gehörten demnach zu einer seit langem anhaltenden Kampagne von feindlichen und destabilisierenden Aktivitäten gegen Georgien. Man sei sicher, dass die Cyberattacken erfolgten, um damit die Souveränität der ehemaligen Sowjetrepublik zu untergraben. Außerdem führt die britische Behörde noch eine Reihe von Cyberangriffen auf, die den gleichen staatlichen Hackern zugeschrieben werden, darunter mehrere Angriffe auf die Stromversorgung der Ukraine, den verheerenden Angriff mit der Malware NotPetya und die Attacke mit BadRabbit.

Der Zuschreibung und der damit verbundenen Kritik an Russland schließen sich Polen, die Niederlande, Estland und Lettland an. Tschechiens Regierung erklärt, man habe keine Gründe, an der Zuschreibung zu zweifeln. Dänemarks Außenministerium erklärte, die Sorgen zu teilen. Aus Deutschlands Außenministerium gibt es bislang jedoch kein Statement dieser Art. (mho)


Quelle: https://heise.de/-4665584
Thema: Samsung beginnt 7-nm-Produktion in 5,6 Milliarden Euro teurer Fab
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Samsung beginnt 7-nm-Produktion in 5,6 Milliarden Euro teurer Fab Heute, 17:00 Forum: Hardware (inkl. Firmware)


Samsungs Chipproduktionsstätte V1 im südkoreanischen Hwaseong ist zum Start für Fertigungsprozesse mit Strukturbreiten von bis zu 3 Nanometern ausgelegt.






Nach dem Baubeginn im Februar 2018 ist Samsungs Chipproduktionsstätte V1 in Hwaseong, Südkorea, fertiggestellt. Die Chipfertigung mit eigener 7- und 6-Nanometer-Technik, 7LPP und 6LPP (Low Power Plus) genannt, läuft dort zurzeit an. Verglichen mit Stand 2019 möchte Samsung die Produktion von Chips mit Strukturbreiten von 7 nm und feiner bis Ende 2020 verdreifachen.

Bis dahin wird die V1 genannte Fab umgerechnet 6 Milliarden US-Dollar beziehungsweise knapp 5,6 Milliarden Euro verschlungen haben, wie Samsung in seiner Pressemitteilung schreibt.

Künftig 3-nm-Chips

Die neue Produktionsanlage ist zunächst für Fertigungsprozesse bis 3 nm ausgelegt, also auch für 5 nm und 4 nm. In der V1-Fab kommen Belichtungsmaschinen mit extrem-ultraviolettem Spektrum (EUV) zum Einsatz – Prozesse mit rein klassischer Lithographie (14, 10 nm) laufen dort nicht. Solche Belichtungsmaschinen nehmen künftig mit hoher numerischer Apertur (High-NA-EUV) – also alles, was über 7 nm hinausgeht – mehr Platz ein wie bisher, was Chipfertiger zum Bau neuer Anlagen zwingt.

Erste Systems-on-Chips (SoCs) mit 7-nm-Technik aus der V1-Fab sollen noch bis Ende März 2020 an Kunden verschickt werden. Zu Kunden zähl Samsung Semiconductor beispielsweise auch seine Smartphone-Schwestersparte, die ihre Exynos-Prozessoren im eigenen Haus einkauft.

104 Milliarden Euro bis 2030

Samsungs Investitionen in die Chipfertigung reißen derweil nicht ab: Im Frühling 2019 verabschiedete das Unternehmen einen Plan, der Ausgaben von 104 Milliarden Euro bis 2030 vorsieht. TSMC, der weltweit größte Chipauftragsfertiger, baut laut dem Nachrichtendienst Taiwan News unterdessen eine 18,2 Milliarden Euro teure Fab in Taiwan, in der ab 2023 Chips mit 3-nm-Technik vom Band laufen sollen. Intel bemüht sich, bei neuen Fertigungsprozessen zum 2-Jahres-Rhythmus zurückzukehren.
(mma)


Quelle: https://heise.de/-4665814
Thema: Windows 10: Hersteller können ihre Treiber via Windows Update ausliefern lassen
Muad'Dib

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Windows 10: Hersteller können ihre Treiber via Windows Update ausliefern lassen Heute, 16:58 Forum: Software (inkl. OS)


Microsoft hat den Treiberupdate-Prozess für Win 10 geändert. Hardware-Partner können Aktualisierungen jetzt automatisch über die Update-Funktion verteilen.





Seit dem 19. Februar 2020 haben alle Treiberhersteller, die als Hardware-Partner von Microsoft registriert sind, die Möglichkeit, ihre Treiber über das "Partner Center for Windows Hardware" zur automatischen Verteilung via Windows Update einzureichen. Auf diese Weise können sie neue Treiberversionen stufenweise an Nutzer verteilen lassen, um Probleme frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen zu ergreifen. Alternativ können sie die Updates auch als "optional" markieren, müssen hierfür allerdings im Partnercenter eine Begründung angeben.

Die Bekanntgabe der neuen Verteilungsstrategie in einem Techcommunity-Artikel kommt nicht ganz unerwartet – denn, dass Microsoft im Bereich Treiberaktualisierung Änderungen in der kommenden Windows 10 Version 2004 beabsichtigt, deutete sich bereits im vergangenen Jahr an. Windows Insider bekamen unter Windows Update zeitweise eine Einstelloption, um Treiber für Windows 10 als optionale Updates per Windows Update zu beziehen. Allerdings verschwand diese Funktion in späteren Insider-Builds von Windows 10 wieder.

Für Microsoft Partner (bzw. vorrangig für die Gerätehersteller unter ihnen) führte Redmond dann Anfang 2020 die Option ein, eine vorübergehende Blockade von Funktionsupdates zu beantragen. Diese gilt dann jeweils für Geräte, auf denen Treiberversionen laufen, die bekanntermaßen mit den jeweiligen Updates inkompatibel sind.

Neuerungen im Hardware Dev Center

Im aktuellen Techcommunity-Artikel hat Microsoft alle Änderungen zusammengefasst, die das Unternehmen im Zusammenhang mit der neuen, für alle Treiberhersteller offenen Verteilungsstrategie im "Hardware Dev Center (HDC)" vorgenommen hat.

Unter anderem wurden neue Hardware-APIs (v2) eingeführt, die die alten, ab Ende April 2020 als veraltet (deprecated) geltenden APIs ablösen sollen. Die APIs, wie auch das frisch überabeitete User-Interface im Partner-Center, verwenden künftig als Default die Treiberverteilungs-Option "automatisch". Damit werden die Treiber sowohl als kritisches Update (CU) als auch als dynamisches Update (DU) veröffentlicht. Dynamische Updates verwendet Windows 10 bei der Installation oder beim Zurücksetzen eines Systems, um während dieses Vorgangs Aktualisierungen einzuspielen.

Als zweite Option für die Treiberverteilung gibt es die Einstellung "manuell": Die Treiber werden dann auf Windows 10-Rechnern mit der passenden Hardware als optionale Updates angeboten, die etwa bei der Behebung spezifischer Probleme helfen können. Hardware-Partner müssen die Einstellung als "manuell" in einem Textfeld begründen.

Neue Optionen in den Windows-10-Updateeinstellungen

An dieser Stelle bringt Microsofts neue Treiberverteilungsstrategie Änderungen am "Einstellungen"-Bereich von Windows Update mit sich. Für die Nutzer soll es dort künftig einen neuen Bereich "Optionale Updates" geben, in dem ihnen eine Liste hardwarespezifischer optionaler (Treiber-)Aktualisierungen angezeigt wird – eben jene Aktualisierungen, die von den Herstellern zur manuellen Verteilung vorgesehen wurden.


Update 21.2.20, 13:03:

Zunächst war nicht klar, für welche Windows-10-Versionen diese Neuerung gelten wird beziehungsweise ob eventuell auch ältere Windows 10-Builds per Update mit der neuen Einstellseite nachgerüstet werden. MIttlerweile hat ein Microsoft-Mitarbeiter gegenüber dem Autor dieses Artikels allerdings mitgeteilt, dass die Option nur für Windows 10 Version 2004 und höher kommt. (ovw)


Quelle: https://heise.de/-4665165
Thema: #Cryptoleaks: CIA und BND steckten jahrzehntelang hinter Verschlüsselungsfirma
Muad'Dib

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#Cryptoleaks: CIA und BND steckten jahrzehntelang hinter Verschlüsselungsfirma Heute, 16:55 Forum: Off - Topic


Die CIA und der BND haben über Jahrzehnte Hintertüren in Verschlüsselungsgeräte für Regierungen in aller Welt eingebaut. Was sie dann erfuhren, blieb geheim.





Der BND und die CIA haben über Jahrzehnte Hintertüren in die Verschlüsselungsgeräte des Weltmarktführers eingebaut und konnten dadurch die Kommunikation von mehr als 130 Regierungen und Geheimdiensten mitlesen. Das berichten das ZDF, die Washington Post und das Schweizer Fernsehen unter Berufung auf bislang geheime Unterlagen, in denen diese "wahrscheinlich wichtigste Geheimdienstoperation der Geschichte" zusammenfassend beschrieben werde. Demnach haben die Geheimdienste so gemeinsam Staaten in aller Welt ausspioniert und unter anderem von blutigen Verbrechen erfahren.

Heimlich Hersteller gekauft

Wie das ZDF nun erklärt, lief die Operation in den USA unter dem Decknamen "Minerva" und beim BND als "Rubikon". Über eine Treuhandgesellschaft kauften die beiden Geheimdienste 1970 demnach zu gleichen Teilen für insgesamt 8,5 Millionen US-Dollar das Schweizer Unternehmen Crypto AG – den Weltmarktführer für Chiffriermaschinen zur Verschlüsselung von Kommunikation. Im Angebot hatte der unter anderem die als "unknackbar" geltende CX52-Maschine. Bislang wurde über eine derartige Verbindung der Schweizer Firma zu Geheimdiensten immer wieder gemutmaßt – nun liegen Belege dafür vor.

Nach der heimlichen Übernahme waren demnach nur zwei Mitarbeiter der Crypto AG eingeweiht, gesteuert wurde der folgende Einbau von Hintertüren durch den Münchener Siemens-Konzern. Dank der manipulierten Algorithmen seien CIA und BND dann in der Lage gewesen, die eigentlich nicht lesbaren Nachrichten zu entschlüsseln.

Wie es in dem Bericht heißt, hatte die Crypto AG in ihren besten Jahren mehr als 130 Regierungen als Kunden. Zwar hätten sich CIA und BND immer wieder darüber gestritten, wer die manipulierten Geräte bekommen sollte, durchgesetzt haben sich aber offenbar die US-Amerikaner. Die hätten mit Verbündeten so umgehen wollen, "wie sie mit Drittweltstaaten umgehen", heißt es demnach in einem deutschen Dokument. Ausspioniert wurden dem Bericht zufolge neben Staaten in Afrika, Asien und Südamerika auch EU- sowie NATO-Staaten wie Irland, Spanien, Portugal, Italien und die Türkei. Nicht einmal der Vatikan sei sicher gewesen.

Auch die berühmten Worte, "Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht", die die Bundeskanzlerin im Zuge des NSA-Skandals äußerte, klingen nun etwas anders. Der Ex-CIA-Chef Peter Goss hatte ihr 2014 Scheinheiligkeit vorgeworfen – und scheint nun mit seiner diesbezüglichen Kritik an Angela Merkel bestätigt.

Schweigen über Verbrechen

Durch diese massive Geheimdienstoperation hatten die Regierungen in Washington und Bonn demnach unter anderem Kenntnis vom blutigen Vorgehen der argentinischen Militärjunta, die Tausende Regimekritiker aus Militärflugzeugen über den Atlantik lebendig ins Meer werfen ließ. Obwohl die Bundesregierung unter Helmut Schmidt davon wusste, nahm Deutschland 1978 an der dort ausgetragenen Fußball-Weltmeisterschaft teil. Auch von den Verbrechen in Chile nach dem dortigen Putsch gegen Präsident Salvador Allende hätten die Regierungen auf diesem Weg erfahren.

Nach dem Bombenattentat auf die Diskothek La Belle in Berlin am 5. April 1986 konnte die US-Regierung demnach deswegen so schnell Libyen als verantwortlich ausmachen: Der "libysche Diktator Muammar al Gaddafi war ein Großkunde der Schweizer Crypto AG", heißt es beim ZDF. Damit werde nun auch die Fragen aufgeworfen, ob die Geheimdienste Vorwissen über die Anschlagspläne hatten. Wichtig sei die Operation auch bei der Geiselaffäre in der Teheraner US-Botschaft gewesen, die die Welt nach der Revolution im Iran für mehr als ein Jahr lang im Atem hielt.

Der Iran hat demnach auch das Ende der BND-Beteiligung an der überaus ergiebigen Operation eingeleitet, schreibt das ZDF weiter. Im März 1992 sei mit Hans Bühler ein Firmenvertreter der Crypto AG in der Islamischen Republik unter Spionageverdacht festgenommen worden. Monatelang habe er unter schlimmen Bedingungen im Gefängnis gesessen, obwohl er gar nicht eingeweiht gewesen sei. Nach seiner überraschenden Freilassung habe er über eine Geheimdienstintrige gemutmaßt. Der BND habe dann seine Anteile verkauft und 17 Millionen US-Dollar eingenommen. Die CIA folgte demnach erst 2017/2018 und nahm insgesamt zwischen 50 und 70 Millionen US-Dollar ein.

Operation der Superlative

Aus den nun veröffentlichten Berichten geht jedenfalls hervor, dass Regierungen in aller Welt über Jahrzehnte Milliarden US-Dollar bezahlten, um dafür trotzdem ausspioniert zu werden. Die beiden Geheimdienste schwiegen über Verbrechen, die sie auf diesem Weg erfuhren. Trotzdem meint der ehemalige Geheimdienstkoordinator im Bundeskanzleramt, Bernd Schmidbauer, gegenüber dem ZDF, dass die Operation "sicher dazu beigetragen hat, dass die Welt ein Stück sicherer geblieben ist". Der Geheimdienstexperte Richard Aldrich von Universität Warwick meint demnach, dass es sicher eine der "kühnsten und skandalträchtigsten Operationen" ist, die es je gab. (mho)


Quelle: https://heise.de/-4658033
Thema: Die unsichtbare Supermarktkasse: Mit RFID gegen Amazon Go
Muad'Dib

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Die unsichtbare Supermarktkasse: Mit RFID gegen Amazon Go Heute, 16:52 Forum: Off - Topic


Mit Funkchips soll die Supermarktkasse unnötig werden. Auf der Messe Euroshop zeigen Hersteller neue Konzepte, die mit dem US-Handelsriesen konkurrieren sollen.





Die Waren aus dem Regal nehmen, in die Tasche stecken und einfach den Laden verlassen – was Amazon Go in den USA vormacht, soll auch in Deutschland möglich werden. Auf der Fachmesse Euroshop in Düsseldorf präsentieren mehrere Hersteller Konzepte, die auf Funkchips nach RFID-Standard setzen.

Alte Idee, neu entdeckt

Die Idee der kassenlosen Geschäfte ist nicht neu. Die Metro Gruppe hatte bereits vor zehn Jahren mit dem Future Store entsprechende Konzepte getestet. Doch die RFID-Technik war damals noch zu teuer und zudem noch nicht performant genug, um etwa einen vollen Einkaufswagen zuverlässig abzuscannen. Stattdessen setzten sich seither immer mehr Produkte durch, bei denen Kunden ihre Waren noch einzeln selbst scannen müssen.

Einen neuen Anlauf wagen nun zwei verschiedene Firmenkonsortien. In Düsseldorf präsentierte etwa VR Payment der Volksbanken Raiffeisenbanken das Konzept Payfree. Hier kann der Kunde die mit RFID-Chips gekennzeichneten Waren einfach aus dem Regal nehmen und verlässt den Laden durch eine Scanner-Schleuse, die die Chips an den Waren einzeln erfasst und den Betrag dann automatisch abrechnet. Das System soll deutlich weniger aufwändig sein als bisherige Scan-Stationen und dem Handel Filialen ermöglichen, die komplett ohne Kassierer auskommen können.

Patente auf verbesserte Chips

Die notwendige Technik stammt von dem Duisburger Startup ID4us, einer Ausgründung an der Universität Duisburg Essen. Um die Scanleistung zu erbringen, hat die Firma handelsübliche RFID-Tags nachbehandelt – mit den genauen technischen Details hält sich das Unternehmen aber noch zurück, solange eine Patentanmeldung läuft. Mithilfe der neuen "Locate Tags" wird ein virtueller dreidimensionaler Scan-Raum geschaffen, der den Bezahlvorgang in enormer Weise vereinfacht. Bei dem in Düsseldorf gezeigten Produkt muss der Kunde über zwei Fußmatten gehen: In der ersten Stufe werden die Waren erfasst und auf der zweiten Stufe der Bezahlvorgang abgewickelt.

Nun suchen die Kooperationspartner erste Interessenten aus dem Handel, die solche Scanner-Schleusen noch in diesem Jahr im Realbetrieb testen sollen. Infrage kommen etwa Kleidungsgeschäfte, in denen der Einsatz von RFID-Tags schon sehr verbreitet ist und für die der Preis von derzeit zirka 3 Cent pro RFID-Tag nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Vorteil hier: Mit RFID könnte auch gleichzeitig der Diebstahlschutz implementiert werden. Und die Preise für RFID-Chips sollen langfristig stark fallen.

Vorangemeldete Einkäufe

Die Kunden müssen sich aber auf das neue Bezahlverfahren einstellen und sich registrieren. Haben sie sich einmal angemeldet, sollen sie die freie Wahl haben, sich per Handy, per Wearable oder über ein spezielles Token zu identifizieren. Ganz ohne Bezahlvorgang geht es aber dennoch nicht. Vor jedem Kauf müssen die Kunden per App eine entsprechende Zahlung freigeben. Dazu müssen die Kunden einen Höchstbetrag angeben, den ein Einkauf kosten kann. Über ein Display in der Zahlschleuse können die Kunden die Beträge kontrollieren.

Deutlich einfacher ist die Idee, die von den Anbietern DXC, HARTING und Murata in Düsseldorf präsentiert wurde. Das Konzept, das auch mit herkömmlichen RFID-Chips funktionieren soll, erinnert mehr an ein klassisches Terminal, bei dem der Kunde seine Waren selbst scannt. Statt jedoch an jeder Ware den Strichcode abzuscannen, stellen die Kunden ihre Einkaufstasche in eine Art Wanne, in denen die RFID-Funktechnik integriert ist.

Plastik-Einkaufswagen

Dank fortgeschrittener RFID-Antennen und höherer zugelassener Funkleistung soll die Technik alte Schwächen überwunden haben. Konservendosen oder Wasserflaschen schirmen die Funkchips nicht mehr völlig ab. Der Scan-Vorgang soll in unter 30 Sekunden abgeschlossen sein. Im Prinzip seien auch Systeme denkbar, bei denen ein kompletter Wocheneinkauf direkt im Einkaufswagen gescannt werden – allerdings dürfe der Wagen dafür nicht aus Metall bestehen. Bezahlt wird im Demo-Store an einem normalen Karten-Terminal.

Ausgerechnet die Konkurrenz durch den Handelsgiganten Amazon, der in seinen automatisierten Läden mit Kameras genau erfasst, welche Waren Kunden aus den Regalen nehmen, sorgt für neue Bewegung im Markt. "Amazon Go hat einen starken Impuls gesetzt, sodass sich niemand mehr neuen Techniken verweigern kann", erklärt Peter Weichert, Geschäftsführer von Harting Systems im Gespräch mit heise online. Nun suchen die Unternehmen erste Handelspartner, die ihr System in der Praxis testen. Infrage kämen etwa Kioske, die komplett ohne Kassierer auskommen könnten.

Konkurrenz zur optischen Technik

Die RFID-Produkte seien zum einen deutlich kostengünstiger als die aufwändige Sensortechnik, die für das Amazon-Konzept notwendig sei. Es sei wesentlich weniger aufwändig, RFID-Tags an den Waren zu befestigen, als jedes einzelne Produkt in die Sensorsysteme einzuspeisen. Zudem können RFID-Systeme für viele weitere Zwecke eingesetzt werden – von der Überwachung der Lieferketten bis hin zu Rückrufaktionen, bei denen Händler genau feststellen können, wo und an wen bestimmte Produktchargen verkauft wurden. Voraussetzung dafür ist aber, dass die RFID-Technik breit akzeptiert und bereits von den Herstellern an den Produkten befestigt werden. Neue Produktionstechniken, bei denen die Tags im Massenverfahren gedruckt werden, sollen hierbei helfen.

Auch für Marketing-Auswertungen könnte die Funktechnik gebraucht werden. Systeme könnten etwa erfassen, wenn ein Kunde eine Flasche Wein aus dem Regal genommen aber wieder zurückgestellt habe. Wenn das Interesse einmal registriert ist, könnten den Kunden etwa über einen Gutschein zum Kauf verleitet werden. (anw)


Quelle: https://heise.de/-4663246
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