Whitebird
Ihre DSL-Leitung soll abgeschaltet werden, sobald dieser Grenzwert erreicht wird
Die DSL-Abschaltung kommt. Jetzt nennt die Bundesnetzagentur erstmals einen Grenzwert, ab dem das DSL-Netz abgeschaltet werden soll.
Von Hans-Christian Dirscherl
Chef vom Dienst, PC-WELT 20.1.2026 09:26 Uhr
Die DSL-Abschaltung rückt immer näher, doch jetzt hat die zuständige Bundesnetzagentur erstmals konkret gesagt, ab wann das DSL-Netz in einer Region abgeschaltet werden soll.
80 Prozent der Haushalte mit FTTH
Demnach sollen die Kupferleitungen in einer Region komplett abgeschaltet werden, sobald in dem betroffenen Gebiet mindestens 80 Prozent der Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser bis ins Gebäude („Fiber to the Home“, FTTH) angebunden sind. FTTH bedeutet, dass die Glasfaserleitung bis zu Ihnen in die Wohnung gelegt ist und nicht nur bis in den Keller Ihres Hauses (als FTTB, Fiber to the Building bezeichnet; vom Keller aus wird das Datensignal über eine alte Kupferleitung in Ihre Wohnung weitergeleitet).
FTTH ist also deutlich besser als FTTB und erst recht besser als FTTC (Fiber to the Curb). Bei letzterer Lösung reicht das Glasfaserkabel sogar nur bis zum Verteilerkasten am Straßenrand. Von dort aus leitet dann das alte Kupferkabel die Daten zum Haus. Man kann also sagen, dass die Bundesnetzagentur die Hürde für die DSL-Abschaltung durchaus hochgelegt hat, denn viele uns bekannte Glasfaserkunden haben nur FTTB (so auch wir).
Wer das Glasfasernetz baut, spielt keine Rolle
Ebenfalls interessant: Nach dem neuen Positionspapier der Bundesnetzagentur soll es keine Rolle spielen, welcher Glasfaseranbieter den Glasfaser-Ausbau vorantreibt. Das war bisher anders, denn bisher war eine Abschaltung immer mit einem entsprechenden Antrag der Deutschen Telekom verbunden, wie das Handelsblatt schreibt. Da der Telekom das DSL-Netz gehört.
Vermarktungsstopp für DSL
Zudem schlägt die Bundesnetzagentur vor, dass die Vermarktung der DSL-Anschlüsse auf Kupferleitungsbasis mindestens 24 Monate vor der DSL-Abschaltung beginnen soll. Mindestens zwölf Monate vor diesem Vermarktungsstopp soll außerdem “eine Anzeige zur Abschaltung des Kupfernetzes erfolgen”, damit alle Betroffenen Bescheid wissen. Zudem müsse sichergestellt werden, dass Konkurrenten des Unternehmens, das die Glasfaserleitungen hat legen lassen, darauf Zugriff („Open Access“) bekommen.
Sobald das DSL-Netz in einer Region abgeschaltet wird, müsse sichergestellt sein, dass grundsätzlich alle Nutzer in dem Gebiet einen Glasfaserzugang angeboten bekommen.
Bis zum 16. März 2026 können die Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zum “Regulierungskonzept zum Wechsel von Kupfer- auf Glasfasernetze” der Bundesnetzagentur Stellung nehmen. Wichtig: All das sind nur Vorschläge der Bundesnetzagentur. Noch nichts davon ist bisher Gesetz.
quelle: pcwelt.de
Die DSL-Abschaltung kommt. Jetzt nennt die Bundesnetzagentur erstmals einen Grenzwert, ab dem das DSL-Netz abgeschaltet werden soll.
Von Hans-Christian Dirscherl
Chef vom Dienst, PC-WELT 20.1.2026 09:26 Uhr
Die DSL-Abschaltung rückt immer näher, doch jetzt hat die zuständige Bundesnetzagentur erstmals konkret gesagt, ab wann das DSL-Netz in einer Region abgeschaltet werden soll.
80 Prozent der Haushalte mit FTTH
Demnach sollen die Kupferleitungen in einer Region komplett abgeschaltet werden, sobald in dem betroffenen Gebiet mindestens 80 Prozent der Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser bis ins Gebäude („Fiber to the Home“, FTTH) angebunden sind. FTTH bedeutet, dass die Glasfaserleitung bis zu Ihnen in die Wohnung gelegt ist und nicht nur bis in den Keller Ihres Hauses (als FTTB, Fiber to the Building bezeichnet; vom Keller aus wird das Datensignal über eine alte Kupferleitung in Ihre Wohnung weitergeleitet).
FTTH ist also deutlich besser als FTTB und erst recht besser als FTTC (Fiber to the Curb). Bei letzterer Lösung reicht das Glasfaserkabel sogar nur bis zum Verteilerkasten am Straßenrand. Von dort aus leitet dann das alte Kupferkabel die Daten zum Haus. Man kann also sagen, dass die Bundesnetzagentur die Hürde für die DSL-Abschaltung durchaus hochgelegt hat, denn viele uns bekannte Glasfaserkunden haben nur FTTB (so auch wir).
Wer das Glasfasernetz baut, spielt keine Rolle
Ebenfalls interessant: Nach dem neuen Positionspapier der Bundesnetzagentur soll es keine Rolle spielen, welcher Glasfaseranbieter den Glasfaser-Ausbau vorantreibt. Das war bisher anders, denn bisher war eine Abschaltung immer mit einem entsprechenden Antrag der Deutschen Telekom verbunden, wie das Handelsblatt schreibt. Da der Telekom das DSL-Netz gehört.
Vermarktungsstopp für DSL
Zudem schlägt die Bundesnetzagentur vor, dass die Vermarktung der DSL-Anschlüsse auf Kupferleitungsbasis mindestens 24 Monate vor der DSL-Abschaltung beginnen soll. Mindestens zwölf Monate vor diesem Vermarktungsstopp soll außerdem “eine Anzeige zur Abschaltung des Kupfernetzes erfolgen”, damit alle Betroffenen Bescheid wissen. Zudem müsse sichergestellt werden, dass Konkurrenten des Unternehmens, das die Glasfaserleitungen hat legen lassen, darauf Zugriff („Open Access“) bekommen.
Sobald das DSL-Netz in einer Region abgeschaltet wird, müsse sichergestellt sein, dass grundsätzlich alle Nutzer in dem Gebiet einen Glasfaserzugang angeboten bekommen.
Bis zum 16. März 2026 können die Telekommunikationsunternehmen in Deutschland zum “Regulierungskonzept zum Wechsel von Kupfer- auf Glasfasernetze” der Bundesnetzagentur Stellung nehmen. Wichtig: All das sind nur Vorschläge der Bundesnetzagentur. Noch nichts davon ist bisher Gesetz.
quelle: pcwelt.de