Türksat 3A/4A/5B - 42°O 42° Ost Türksat 3A/4A/5B News

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Russisches TV über Türksat empfangen: Die neue Option auf 42 Grad Ost
Von Thomas Riegler -4. Juni 2026, 3:12
Bis zum Beginn des Ukraine-Kriegs waren russische Fernsehprogramme in Europa über Satellit vergleichsweise leicht, meist über die eigenen Express-Satelliten, zu empfangen. Dies hat sich während der vergangenen Jahre grundlegend verschlechtert. Jetzt aber gibt es wieder eine attraktive Option.

Nach Kriegsbeginn haben sich die russischen Fernsehsender von den für Europa leicht empfangbaren Satellitenpositionen zwangsweise zurückgezogen. Die Ursache liegt in der politischen Einflussnahme auf die Sender. Zwar gibt es in Russland eine beachtliche Anzahl an Privatsendern, wenn man aber ihre Eigentumsverhältnisse näher betrachtet, ergibt sich ein gar nicht mehr so privates und unabhängiges Bild. Viele Privatsender gehören inzwischen dem russischen Staat oder mit ihm eng verbundenen Firmen. Zu diesen „föderalen Kanälen“ zählt zum Beispiel der große Privatsender NTV (russische Schreibweise: HTB). Damit verbunden ist eine durchweg regierungsfreundliche Berichterstattung. Speziell seit Ende Februar 2022 nehmen es die russischen staatlichen und regierungsfreundlichen privaten Sender mit der Wahrheit nicht allzu genau. Dass auf ihnen speziell gegen die Ukraine und Westeuropa gehetzt wurde, ließ sich auch ohne russische Sprachkenntnisse deutlich erkennen.

Seitens der EU wurde den russischen Sendern die Verbreitung der Unwahrheit vorgeworfen. Dies hatte zur Folge, dass die Verbreitung des staatlichen Nachrichtensenders RT (Russia Today), der Auslandsversionen der großen Staatssender Perviy kanal Europe und RTR Planeta sowie der privaten Anbieter untersagt wurde. Damit verbunden ist auch ein Ausstrahlungsverbot über westliche Satellitensysteme, wie etwa über Hotbird auf 13 Grad Ost oder Astra.

Weiter wurde den Russen ab Ende 2022 die Angreifbarkeit ihrer eigenen TV-Satelliten vor Augen geführt. Speziell rund um die Weihnachts- und Neujahrszeit wurden die Transponder auf russischen Satelliten gestört oder, wenn auch zeitlich befristet, komplett übernommen. Dies führte zu einer vollkommenen Neuausrichtung der Ausstrahlung russischer TV-Sender über Satellit – teils durch Abschaltungen auf Europa gut versorgenden Beams, Wechsel der Satellitenpositionen und auch Verschlüsselungen. Diese Maßnahmen gingen jedenfalls mit einer deutlichen Erschwernis der Empfangbarkeit in Europa einher. Doch das hat sich durch die Aufschaltung eines Programmpakets auf 42 Grad Ost wieder geändert.


Warum gerade Türksat?

Die Entscheidung für Türksat dürfte von politischen und strategischen Überlegungen geprägt gewesen sein. Türksat genießt einen hohen Bekanntheitsgrad und ist über seinen Westbeam leicht in Europa zu empfangen. Da die Türkei kein Mitglied der Europäischen Union ist, ist sie auch nicht an die von der EU gegenüber Russland verhängten Sanktionen gebunden. Wegen des Verhältnisses der EU zur Türkei ist es zudem unwahrscheinlich, dass Störmanöver gegen Türksat unternommen werden. Womit sich die russischen Transponder in relativer Sicherheit wähnen können. Zuletzt ist das Verhältnis zwischen Russland und der Türkei vergleichsweise gut, was am Ende auch den Weg auf Türksat geebnet hat.


Frequenzen und Beams: Wo wird das russische Paket auf 42 Ost übertragen?

Der russische Multiplex wird über 42 Grad Ost gleich dreimal über unterschiedliche Beams ausgestrahlt. Der für Europa wichtigste Transponder kommt über den Westbeam des Türksat 6A auf der Frequenz 11,727 Gigahertz vertikal. Die Ausleuchtzone erlaubt den Empfang mit 65 Zentimetern Durchmesser von der Westküste des Kaspischen Meeres bis Island sowie von Südskandinavien bis zur Mittelmeerküste Algeriens. In Mitteleuropa gelingt der Empfang des Pakets jedenfalls mit üblichen Antennendurchmessern.

Die Empfangsparameter im Detail:

  • Satellit: Türksat 6A
  • Position: 42 Grad Ost
  • Frequenz: 11,727 Gigahertz
  • Polarisation: vertikal
  • Symbolrate: 27.500
  • FEC: 3/4
  • Übertragungsart: DVB-S2/8PSK



Zudem gelangen die russischen Sender über die Frequenz 11,012 Gigahertz horizontal über den East-Beam des Türksat 3A zur Ausstrahlung. Diese Ausleuchtzone hat eine dreieckige Form und ist mit rund 90 Zentimetern Durchmesser in etwa von Eritrea über Chinas Westen bis Tschechien zu empfangen. Im deutschen Sprachraum kann dieser Beam, je nach Standort, noch schwach empfangen werden.

Für alle, die auch diesen Transponder versuchen möchten, die Empfangsparameter im Detail:

  • Satellit: Türksat 3A
  • Position: 42 Grad Ost
  • Frequenz: 11,012 Gigahertz
  • Polarisation: horizontal
  • Symbolrate: 30.000
  • FEC: 3/4
  • Übertragungsart: DVB-S2/8PSK



Zuletzt wird das Paket, ebenfalls über Türksat 6A, auf der Frequenz 11,747 Gigahertz horizontal verbreitet. Genutzt wird der East-Beam des Satelliten, der den indischen Subkontinent und Südostasien bis Indonesien versorgt. In Mitteleuropa ist von diesem Beam nichts mehr zu empfangen.üdostasien bis Indonesien versorgt. In Mitteleuropa ist von diesem Beam nichts mehr aufzunehmen.


Welche russischen TV-Sender sind im Türksat-Paket enthalten? (Senderliste)

Das aus 19 staatlichen und privaten Kanälen bestehende Paket wendet sich an ein internationales Publikum, das der russischen Sprache mächtig ist. Dementsprechend sind im Mux vor allem die Auslandsversionen staatlicher und privater Sender vertreten. Sie sind jene, die in der Vergangenheit unter anderem auch über Hotbird auf 13 Grad Ost ausgestrahlt wurden. Bis auf Izvestiya nutzen alle Programme die SD-Auflösung von 720 x 576 Pixeln.

Die Senderliste im Detail:

  • RTR Planeta
  • Russia 24
  • NTV Style
  • NTV Pravo
  • NTV Serial
  • NTV Mir
  • Domashniy International
  • Izvestiya
  • Ren International
  • STS International
  • Perets International
  • 5 International
  • TNT International
  • Fon Music (wird als TNT Music eingelesen)
  • Umka
  • Start Epic
  • Start Air
  • Start World
  • Neizvestnaya Rossiya (wird als Unknown Russia eingelesen)



Fazit: Ist der Sat-Empfang über 42 Grad Ost eine echte Alternative?

Über die Position 42 Grad Ost hat sich eine für Mitteleuropa attraktive Option aufgetan, mit vergleichsweise geringem Aufwand wieder an eine größere Anzahl an russischen TV-Kanälen zu gelangen. In dem über Türksat verbreiteten Paket ist ein Großteil der relevanten russischen Programme enthalten. Einige wichtige und auch in Mitteleuropa bekannte Kanäle fehlen trotzdem. Zu ihnen zählen das erste staatliche Fernsehen Perviy kanal sowie unter anderem TV Centr, Muz TV und Telekanal Zvezda. Jedenfalls ist es Russland über 42 Grad Ost möglich, einen beträchtlichen Teil der Weltbevölkerung zu erreichen.

Die Sendesprache auf allen Programmen ist zwar Russisch, aber während der Nachrichtensendungen vermittelt alleine die eingesetzte Bildsprache, welche politische Richtung vertreten wird. Auch wenn russische Fernsehprogramme aufgrund der von der EU verhängten Sanktionen in Europa nicht mehr ohne Weiteres zugänglich sind, so können sie doch auch helfen, die Sichtweise der „Gegenseite“ zu erfahren. Unter diesem Aspekt sind die russischen TV-Kanäle über Türksat sicher auch als Bereicherung zu betrachten.

quelle: digitalfensehen.de
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24KZ TV auf 42° Ost
Mon, 08. Jun 2026


Der kasachische Sender 24KZ TV wurde unverschlüsselt auf Türksat 42° Ost, 11.426 GHz vertikal (SR 30.000, FEC 2/3) aufgeschaltet.

quelle: satellifax.de
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Anadolum TV wieder auf Türksat
Wed, 08. Jul 2026

Anadolum TV ist nach einer Unterbrechung wieder unverschlüsselt über Türksat 42° Ost, 12.380 GHz vertikal (SR 27.500, FEC 3/4) zu empfangen.

quelle: satellifax.de
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Karadeniz TV testet
Fri, 24. Jul 2026
Karadeniz TV wurde mit unverschlüsselten Testsendungen auf Türksat 42° Ost, 12.344 GHz vertikal (SR 30.000, FEC 2/3), beobachtet.

quelle: satellifax.de
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Moskva 24 auf Türksat
Mon, 03. Aug 2026
Moskva 24 wurde neu und unverschlüsselt auf Türksat 42° Ost, 11.728 GHz vertikal (SR 27.500, FEC 3/4) aufgeschaltet.

quelle: satellifax.de
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Türksat stellt Frequenzen um: Viele türkische TV-Sender bald nur noch über neue Daten
Von Ricardo Petzold -12. August 2026, 11:09
Türkische TV-Haushalte auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen sich auf neue Empfangsdaten einstellen. In der Nacht zum 16. August 2026 werden auf Türksat 42° Ost zahlreiche Frequenzen umgestellt. Viele bekannte Sender und Programmpakete sind danach nur noch über einen neuen Sendersuchlauf erreichbar.


Was sich für türkische Haushalte mit Sat-Direktempfang

Die Umstellung erfolgt planmäßig in der Nacht von Samstag, 15. August, auf Sonntag, 16. August 2026. Hintergrund ist die Verlagerung von Übertragungen, die bislang über Türksat 3A liefen, auf andere Satelliten der Türksat-Flotte an derselben Orbitalposition. Eine neue Ausrichtung der Satellitenantenne ist daher grundsätzlich nicht erforderlich. Gleichzeitig nutzen viele türkische Anbieter den Wechsel, um Transponder von DVB-S auf DVB-S2 umzustellen und die doppelte Ausstrahlung in HD und SD zu beenden. Künftig dürfte die Mehrheit der Programme über Türksat ausschließlich in HD verfügbar sein.

Da bislang kein vollständiger offizieller Belegungsplan von Türksat vorliegt, stützt sich die folgende Übersicht auf Angaben der Sender sowie auf aktuell verfügbare Transponderdaten. Einzelne Parameter können sich bis zur Umstellung noch ändern.


Neue Frequenzen auf einen Blick

Horizontale Polarisation (wahrscheinlich East- oder Türkeibeam)
s.u.
 



Vertikale Polarisation (wahrscheinlich Europabeam)
s.u.
 



Viele bekannte türkische Sender betroffen

Von der Umstellung sind zahlreiche reichweitenstarke Programme betroffen, die auch in türkischen Haushalten im deutschsprachigen Raum regelmäßig genutzt werden. Dazu zählen unter anderem atv Avrupa, Euro Star, Euro D und Kanal 7 Avrupa. Auch zahlreiche kleinere Sender und Spartenprogramme wechseln ihre bisherigen Frequenzen.

Nicht alle Änderungen bedeuten jedoch nur neue Empfangsdaten: Einige Programme werden künftig nicht mehr über den in Mitteleuropa empfangbaren Europabeam verbreitet. So verlassen nach bisherigem Stand die Programme A2, A Para und Vav aus der atv-Gruppe den Europabeam der Türksat-Flotte. Sie sollen künftig über den Türkeibeam von Türksat 6A ausgestrahlt werden, der im deutschsprachigen Raum in der Regel nicht empfangbar ist.

Auch TV2, das zweite Programm von Kanal D, wird ab Mitte August voraussichtlich vom Europabeam auf den Türkeibeam wechseln. Umgekehrt gibt es aber auch eine positive Nachricht: CNN Türk HD soll künftig über den Europabeam verbreitet werden und damit in HD-Auflösung für viele Zuschauerinnen und Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz besser erreichbar sein.


Beam noch unklar

NOW HD soll künftig über 11,886 GHz Vertikal mit einer Symbolrate von 10.833 kSym/s verbreitet werden. Die vertikale Ebene deutet zuerst auf einen auf Europa ausgerichten Transponder hin, ob dies allerdings wirklich der Fall ist wird sie erst am Sonntag zeigen, denn einige Transponder können auf verschiedene Empfangsgebiete eingestellt werden.

Natürlich gibt es auch für alljene die direkt in der Türkei empfangen Änderungen . Das Dou_-Paket mit Sendern wie NTV und Star TV ist in der Übersicht auf 12,015 GHz Horizontal mit 27.500 kSym/s geführt. Für die Sendergruppe Turkuvaz ist vor allem 12,207 GHz Horizontal mit 27.500 kSym/s relevant. Dort wird das Türkiye-Paket mit atv Türkye aber auch den über den Europabeam wegfallenden Sendern A2, A Para und Vav verbreitet. Auch Programmpakete mit Kanal D, EURO D, Kanal 7 Avrupa und weiteren Sendern erhalten neue Empfangsdaten.

Für Zuschauer mit Interesse an Programmen aus Nordzypern ist ebenfalls ein Suchlauf ratsam: BRT1 und BRT2 werden in der Übersicht auf 12,458 GHz Vertikal mit 30.000 kSym/s geführt.


Was Zuschauer jetzt tun sollten

Wer einen Receiver mit automatischer Türksat-Kanalverwaltung beziehungsweise TKGS nutzt, sollte die neuen Daten in vielen Fällen automatisch erhalten. Bei älteren Receivern empfiehlt sich nach der Umschaltung ein automatischer Sendersuchlauf oder eine gezielte manuelle Suche mit den oben genannten Parametern. Wichtig: Die alten Programme sollten vor der eigentlichen Umstellung nicht vorschnell aus der Senderliste gelöscht werden. Bis zur Nacht auf den 16. August können einzelne Programme weiterhin über die bisherigen Transponder verfügbar sein.

So klappt der Empfang nach der Umstellung
Sollten einzelne Programme am Morgen des 16. August nicht mehr empfangbar sein, empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  • 1. einen automatischen oder Blindscan-Sendersuchlauf durchführen,
  • 2. die oben aufgeführten neuen Frequenzen gezielt absuchen,
  • 3. bei einer Netzwerksuche sollte als Ausgang die Frequenz 12,380 GHz, vertikal , Symbolrate 27500, FEC 3/4 verwendet werden weil hier eine aktuelle Transpondertabelle von Türksat direkt hinterlegt wird
  • 4. anschließend die Senderliste neu sortieren.


Eine komplette Neuausrichtung der Satellitenantenne ist nicht erforderlich, da die Programme weiterhin über die Türksat-Position 42° Ost verbreitet werden.


Warum die Umstellung wichtig ist
Die bevorstehende Frequenzumstellung zählt zu den umfangreicheren Änderungen auf der Türksat-Position der vergangenen Jahre. Zahlreiche Transponder werden neu belegt, während bisher über Türksat 3A ausgestrahlte Programme auf modernere Satelliten der Türksat-Flotte verteilt werden.

Satellitenhaushalte im deutschsprachigen Raum sollten deshalb insbesondere am 16. August 2026 Änderungen in ihrer Senderliste einplanen. Ein automatischer Suchlauf dürfte viele Programme wiederfinden. Wer gezielt manuell suchen möchte, kann die oben aufgeführte Frequenzliste nutzen.

Stand der Angaben: 12. August 2026. Da die technische Umstellung erst in der Nacht vom 15. auf den 16. August erfolgt, können sich einzelne Parameter oder Programmbelegungen kurzfristig noch ändern.

vollständiger Text >>>quelle: digitalfensehen.de
femi
Von meinem Standort mit der T90 (im Randbereich). Die rot markierten Transponder wurden gefunden, allerdings ohne Sperre.